{"id":46277,"date":"2017-12-08T17:52:32","date_gmt":"2017-12-08T15:52:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46277"},"modified":"2017-12-08T17:52:32","modified_gmt":"2017-12-08T15:52:32","slug":"zwischengewinne-im-zusammenhang-mit-dem-erwerb-von-anteilen-an-einem-luxemburgischen-investmentteilfonds-als-negative-einnahmen-aus-kapitalvermoegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zwischengewinne-im-zusammenhang-mit-dem-erwerb-von-anteilen-an-einem-luxemburgischen-investmentteilfonds-als-negative-einnahmen-aus-kapitalvermoegen\/","title":{"rendered":"Zwischengewinne im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an einem luxemburgischen Investmentteilfonds als negative Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h4>Der Kl\u00e4ger erwarb im Dezember 2008 Anteile an einem luxemburgischen Investmentfonds. Den im Anteilskaufpreis enthaltenen Zwischengewinn des Fonds i. H. v. rund 46 Millionen Euro machte er als negative Einnahmen bei den Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen steuermindernd geltend. Der bei R\u00fcckgabe der Fondsanteile im Jahr 2009 vereinnahmte Zwischengewinn blieb infolge eines hohen negativen Progressionsvorbehalts ohne steuerliche Auswirkung.<\/h4>\n<\/article>\n<article>Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass gezahlte Zwischengewinne steuersystematisch nicht als negative Kapitaleinnahmen zu qualifizieren seien, sondern im Jahr des Anteilserwerbs allenfalls im Wege einer Billigkeitsma\u00dfnahme steuermindernd ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnten. Die diesbez\u00fcglichen Voraussetzungen seien im Streitfall jedoch nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf ist im Rahmen eines Zwischenurteils der Auffassung des Kl\u00e4gers gefolgt. Auch die Besonderheiten des Streitfalls &#8211; der Zwischengewinn wurde auf Ebene des Investmentverm\u00f6gens unter Anwendung des sog. Ertragsausgleichsverfahrens ermittelt, w\u00e4hrend dieses Verfahren bei der Ermittlung der den Anteilseignern am Gesch\u00e4ftsjahresende als zugeflossen geltenden Ertr\u00e4ge zun\u00e4chst nicht durchgef\u00fchrt worden war &#8211; f\u00fchrten nicht zu einer abweichenden Beurteilung.<\/p>\n<p>Allerdings sah sich das Finanzgericht aus verfahrensrechtlichen Gr\u00fcnden daran gehindert, eine das Klageverfahren insgesamt abschlie\u00dfende Entscheidung zu treffen. Zun\u00e4chst sei durch das Finanzamt in einem gesonderten Feststellungsverfahren \u00fcber die Frage zu entscheiden, ob im Streitfall ein Steuerstundungsmodell vorliegt. In diesem Fall w\u00fcrden sich die gezahlten Zwischengewinne nicht im Jahr 2008 \u00fcber den individuellen Steuersatz des Kl\u00e4gers steuermindernd auswirken, sondern w\u00e4ren lediglich mit den im Folgejahr vereinnahmten Zwischengewinnen zu verrechnen.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat auch hier die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: FG D\u00fcsseldorf, Mitteilung vom 07.12.2017 zum Urteil 14 K 3722\/13 vom 17.08.2017<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kl\u00e4ger erwarb im Dezember 2008 Anteile an einem luxemburgischen Investmentfonds. Den im Anteilskaufpreis enthaltenen Zwischengewinn des Fonds i. H. v. rund 46 Millionen Euro machte er als negative Einnahmen bei den Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen steuermindernd geltend. 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