{"id":46519,"date":"2017-12-28T18:39:15","date_gmt":"2017-12-28T16:39:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46519"},"modified":"2017-12-28T18:39:15","modified_gmt":"2017-12-28T16:39:15","slug":"betriebsrente-wird-attraktiver","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/betriebsrente-wird-attraktiver\/","title":{"rendered":"Betriebsrente wird attraktiver"},"content":{"rendered":"<article>\n<h4>H\u00f6here Riester-Grundzulage und Steueranreize &#8211; das sind nur zwei von vielen Verbesserungen bei der Betriebsrente. Der Bundestag brachte im parlamentarischen Verfahren weitere Verbesserungen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte ein. Nun hat der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt.<\/h4>\n<\/article>\n<article>Die Betriebsrente ist die \u00e4lteste Zusatzversorgung im Alter. Etwa 30 Prozent der heutigen Rentnerinnen und Rentner beziehen sie neben ihrer gesetzlichen Rente. Unter den Besch\u00e4ftigten sorgen rund 57 Prozent betrieblich vor.<\/p>\n<p>Allerdings ist diese Art der Altersvorsorge in kleinen Unternehmen sowie bei Besch\u00e4ftigten mit niedrigem Einkommen noch nicht ausreichend verbreitet.<\/p>\n<p>Das soll mit dem Betriebsrentenst\u00e4rkungsgesetz anders werden. F\u00fcr Unternehmen wird es attraktiver, eine Betriebsrente anzubieten. Auch steuerliche Anreize sind in dem neuen Gesetz enthalten. Schlie\u00dflich wird es bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Freibetr\u00e4ge geben.<\/p>\n<h3>Betriebsrente in kleinen und mittleren Unternehmen<\/h3>\n<p>Ob ein Betrieb betriebliche Altersvorsorge anbietet, h\u00e4ngt bislang oftmals von seiner Gr\u00f6\u00dfe ab. Dabei gilt: Je gr\u00f6\u00dfer der Betrieb ist, desto wahrscheinlicher wird das Angebot einer Betriebsrente. Kleine und mittlere Unternehmen k\u00f6nnen und wollen den Aufwand f\u00fcr deren Aufbau oft nicht betreiben. Deshalb fehlt es in diesem Bereich h\u00e4ufiger an Angeboten und somit an einem h\u00f6heren Versorgungsniveau im Alter.<\/p>\n<h3>Das Sozialpartnermodell<\/h3>\n<p>Der Weg zur Betriebsrente wird nun vereinfacht. Als Kern des Betriebsrentenst\u00e4rkungsgesetzes bezeichnete Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag am 10. Januar 2017 deshalb das vorgesehene Sozialpartnermodell. Gewerkschaften und Arbeitgeber sollen die M\u00f6glichkeit haben, Betriebsrenten erstmals ohne die Haftung von Arbeitgebern vereinbaren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Arbeitgeber sollen sich daf\u00fcr im Gegenzug an der Absicherung der Zielrente mit Sicherungsbeitr\u00e4gen beteiligen. Das Ganze geschieht innerhalb von Tarifvertr\u00e4gen. Nahles: &#8222;Wir haben auf Garantien und Mindestleistungen verzichtet, weil das bisher der Haupthemmschuh war&#8220;, in kleineren Unternehmen Betriebsrenten anzubieten. Das Tarifpartnermodell stelle Vereinbarungen im Sinne von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sicher.<\/p>\n<p>Die Sozialpartner k\u00f6nnen so viel einfacher neue Betriebsrentensysteme f\u00fcr ganze Branchen aufbauen. Nichttarifgebundene Arbeitgeber und Besch\u00e4ftigte k\u00f6nnen vereinbaren, dass die einschl\u00e4gigen Tarifvertr\u00e4ge auch f\u00fcr sie gelten sollen.<\/p>\n<h3>Nicht ohne Kontrolle<\/h3>\n<p>Die Betriebsrente wird von der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) \u00fcberwacht. Daf\u00fcr gibt es neue Aufsichtsvorschriften.<\/p>\n<p>Die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht vereinigt die Aufsicht \u00fcber Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Sie ist eine selbstst\u00e4ndige Anstalt des \u00f6ffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen.<\/p>\n<h3>Direkter Steuerzuschuss von 30 Prozent<\/h3>\n<p>Gerade f\u00fcr Geringverdiener ist wichtig, dass sich ihre Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen. Nur so kann ein angemessener Versorgungsanspruch aufgebaut werden. Arbeitgeber erhalten deshalb einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie Besch\u00e4ftigten mit weniger als 2.200 Euro brutto eine Betriebsrente anbieten. Sie m\u00fcssen dazu Beitr\u00e4ge zahlen &#8211; zwischen 240 Euro bis 480 Euro j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Zudem soll der Rahmen f\u00fcr steuerfreie Zahlungen in betriebliche Versorgungseinrichtungen auf bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung angehoben werden. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung liegt im Jahr 2017 bei 6.350 Euro Monatsverdienst.<\/p>\n<h3>Riester-gef\u00f6rderte Betriebsrenten beitragsfrei<\/h3>\n<p>In der betrieblichen Altersversorgung gibt es auch die M\u00f6glichkeit, eine Riester-F\u00f6rderung in Anspruch zu nehmen. Solche Betriebsrenten sind ab 1. Januar 2018 in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei. Dadurch wird vermieden, dass doppelt Beitr\u00e4ge zu zahlen sind.<\/p>\n<h3>Mehr Riester-Grundzulage<\/h3>\n<p>Die Grundzulage f\u00fcr Riester-Sparer wird von 154 Euro pro Jahr auf 175 Euro pro Jahr erh\u00f6ht. Seit 2002 besteht die M\u00f6glichkeit, mit staatlicher F\u00f6rderung eine zus\u00e4tzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen. Besch\u00e4ftigte mit niedrigen Einkommen und mit Kindern erreichen durch die staatlichen Zulagen besonders hohe F\u00f6rderquoten auf die von ihnen eingezahlten Beitr\u00e4ge. Sie werden auf diesem Wege gezielt beim Aufbau einer zus\u00e4tzlichen Altersvorsorge unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Rund 60 Prozent der Empf\u00e4ngerinnen und Empf\u00e4nger der Riester-Zulagen haben ein Jahreseinkommen von unter 30.000 Euro. Gerade Frauen profitieren \u00fcber die Kinderzulagen in vielen F\u00e4llen besonders von der Riester-Rente. Die F\u00f6rderung \u00fcber die Zulagen hat sich bew\u00e4hrt und unterst\u00fctzt den Aufbau einer privaten Altersvorsorge dort, wo sie besonders gebraucht wird. Deswegen soll die Grundzulage mit dem Betriebsrentenst\u00e4rkungsgesetz angehoben werden. Das kommt vor allem den Riester-Sparern mit geringen Einkommen zugute.<\/p>\n<h3>Wie genau funktioniert Riester?<\/h3>\n<p>Wer mindestens vier Prozent seines j\u00e4hrlichen Bruttoeinkommens in einem zertifizierten Riester-Produkt anlegt, erh\u00e4lt eine j\u00e4hrliche Grundzulage von bisher 154 Euro (ab 2018: 175 Euro). Zus\u00e4tzlich gibt es Kinderzulagen von j\u00e4hrlich bis zu 300 Euro pro Kind. Parallel zu den direkten staatlichen Zuzahlungen k\u00f6nnen die Beitr\u00e4ge zu Riester-Produkten von der Steuer abgesetzt werden.<\/p>\n<h3>Zusatzrenten bis 208 Euro bei Grundsicherung anrechnungsfrei<\/h3>\n<p>Freiwillige Altersvorsorge soll sich in jedem Fall lohnen. Wer eine kleine Rente bezieht und daneben Grundsicherung, f\u00fcr den bleiben freiwillige Zusatzrenten ab 2018 bis 208 Euro anrechnungsfrei. Das gilt f\u00fcr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei der erg\u00e4nzenden Hilfe zum Lebensunterhalt in der Kriegsopferf\u00fcrsorge.<\/p>\n<h3>Immer gut informiert<\/h3>\n<p>Wer eine Betriebsrente abschlie\u00dfen will, braucht alle wichtigen Informationen zum jeweiligen Produkt. Deshalb wird auch die Deutsche Rentenversicherung als neutrale Stelle \u00fcber die M\u00f6glichkeiten bei der betrieblichen Altersvorsorge informieren.<\/p>\n<h3>Der kurze Draht zur Deutschen Rentenversicherung<\/h3>\n<p>Bei der Deutschen Rentenversicherung muss man nicht lange nach Antworten suchen: Die bekommt man \u00fcber das kostenlose Service-Telefon unter der Rufnummer 0800 1000 4800.<\/p>\n<p>Das Betriebsrentenst\u00e4rkungsgesetz wurde am 1. Juni 2017 im Bundestag verabschiedet. Am 7. Juli 2017 stimmte der Bundesrat zu. Zum 1. Januar 2018 tritt es in Kraft.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: Bundesregierung, Mitteilung vom 19.12.2017<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6here Riester-Grundzulage und Steueranreize &#8211; das sind nur zwei von vielen Verbesserungen bei der Betriebsrente. Der Bundestag brachte im parlamentarischen Verfahren weitere Verbesserungen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte ein. Nun hat der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt. Die Betriebsrente ist die \u00e4lteste Zusatzversorgung im Alter. Etwa 30 Prozent der heutigen Rentnerinnen und Rentner beziehen sie neben ihrer gesetzlichen Rente. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/betriebsrente-wird-attraktiver\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Betriebsrente wird attraktiver<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46519"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46519\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}