{"id":46521,"date":"2017-12-28T18:40:08","date_gmt":"2017-12-28T16:40:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46521"},"modified":"2017-12-28T18:41:34","modified_gmt":"2017-12-28T16:41:34","slug":"mutterschutzgesetz-neue-mutterschutz-regelungen-schwangere-noch-besser-geschuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/mutterschutzgesetz-neue-mutterschutz-regelungen-schwangere-noch-besser-geschuetzt\/","title":{"rendered":"Mutterschutzgesetz: Neue Mutterschutz-Regelungen: Schwangere noch besser gesch\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<article>\n<h4>\u00a0Ab Januar 2018 gelten neue Regelungen beim Mutterschutz. Frauen d\u00fcrfen etwa an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Auch Sch\u00fclerinnen und Studentinnen profitieren k\u00fcnftig vom Mutterschutz. Durch die Neuerungen sind Frauen noch besser gesch\u00fctzt. Gleichzeitig haben sie mehr Freiheiten.<\/h4>\n<\/article>\n<article>Das Mutterschutzgesetz gibt es seit 1952. Seitdem wurde es nur geringf\u00fcgig ge\u00e4ndert. Jetzt hat die Bundesregierung die Regelung reformiert und der heutigen Zeit angepasst. Die betroffenen Frauen sollen nun einerseits gesundheitlich besser gesch\u00fctzt werden. Andererseits sollen sie selbstbestimmter entscheiden k\u00f6nnen, bis zu welchem Ma\u00dfe sie an der Arbeitswelt oder Ausbildung teilnehmen.<\/p>\n<p class=\"opening\">Wie ist der Mutterschutz bislang in Deutschland geregelt?<\/p>\n<p>Arbeitgeber d\u00fcrfen Frauen sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt nicht besch\u00e4ftigen. Bei Fr\u00fchgeburten oder Zwillingen verl\u00e4ngert sich die Zeit nach der Geburt auf zw\u00f6lf Wochen. Gef\u00e4hrliche Arbeiten, Nachtschichten oder auch Akkord- und Flie\u00dfbandarbeit sind f\u00fcr Schwangere tabu. Von Fall zu Fall m\u00fcssen Arbeitsbedingungen entsprechend umgestaltet werden. Zudem gibt es einen weitreichenden K\u00fcndigungsschutz. W\u00e4hrend des Mutterschutzes wird Mutterschutzgeld gezahlt. Diese Regelungen gelten im Wesentlichen immer noch, es gibt aber einige Pr\u00e4zisierungen.<\/p>\n<h3>Die wichtigsten \u00c4nderungen<\/h3>\n<ul class=\"square\">\n<li>Eine wesentliche \u00c4nderung betrifft Sch\u00fclerinnen und Studentinnen. Waren sie bislang vom gesetzlichen Mutterschutz ausgenommen, gilt er ab Januar erstmals auch f\u00fcr sie. Mussten sich die jungen Frauen bislang krankschreiben lassen, k\u00f6nnen sie ab Januar selbst entscheiden, ob sie auch w\u00e4hrend des Mutterschutzes beispielsweise an Pr\u00fcfungen teilnehmen oder nicht.<\/li>\n<li>Die Arbeitgeber m\u00fcssen bis Ende 2018 alle Arbeitspl\u00e4tze daraufhin \u00fcberpr\u00fcfen, ob Schwangere oder stillende M\u00fctter dort gefahrenlos arbeiten k\u00f6nnten. Gegebenenfalls sind die Arbeitspl\u00e4tze so umzugestalten, dass Gesundheitsgef\u00e4hrdungen f\u00fcr Mutter und Kind ausgeschlossen sind. So soll vermieden werden, dass schwangere Frauen gegen ihren Willen Arbeitsverboten ausgesetzt sind. Dies ist k\u00fcnftig nur noch dann m\u00f6glich, wenn der Arbeitgeber den Arbeitsplatz nicht entsprechend umgestalten kann und der betroffenen Frau auch (\u00fcberangangsweise) keinen anderen Arbeitsplatz anbieten kann.<\/li>\n<li>Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Arbeitszeiten bis 22 Uhr sind ab Januar mit Einverst\u00e4ndnis der Frau erlaubt. Das verhindert Benachteiligungen w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder nach der Entbindung. Die Schwangere kann ihr Einverst\u00e4ndnis jederzeit widerrufen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Einige \u00c4nderungen schon seit Mai 2017 in Kraft<\/h3>\n<p>Schon seit Ende Mai 2017 gilt f\u00fcr M\u00fctter von behinderten Kindern ein verl\u00e4ngerter Mutterschutz von zw\u00f6lf anstelle von acht Wochen nach der Geburt. Der Gesetzgeber erkennt damit an, dass die Geburt f\u00fcr die Mutter in solchen F\u00e4llen h\u00e4ufig mit besonderen k\u00f6rperlichen und psychischen Belastungen verbunden ist. Dazu kommt der h\u00f6here Pflegebedarf von behinderten Kindern.<\/p>\n<p>Ebenfalls seit Ende Mai gilt bereits ein viermonatiger K\u00fcndigungsschutz von Frauen, die eine Fehlgeburt nach der zw\u00f6lften Schwangerschaftswoche erlitten haben.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: Bundesregierung, Mitteilung vom 18.12.2017<\/p>\n<article>\u00a0<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Ab Januar 2018 gelten neue Regelungen beim Mutterschutz. Frauen d\u00fcrfen etwa an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Auch Sch\u00fclerinnen und Studentinnen profitieren k\u00fcnftig vom Mutterschutz. Durch die Neuerungen sind Frauen noch besser gesch\u00fctzt. Gleichzeitig haben sie mehr Freiheiten. Das Mutterschutzgesetz gibt es seit 1952. Seitdem wurde es nur geringf\u00fcgig ge\u00e4ndert. 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