{"id":46729,"date":"2018-02-15T09:27:04","date_gmt":"2018-02-15T07:27:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46729"},"modified":"2018-02-15T09:27:28","modified_gmt":"2018-02-15T07:27:28","slug":"kein-recht-auf-barzahlung-des-rundfunkbeitrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kein-recht-auf-barzahlung-des-rundfunkbeitrags\/","title":{"rendered":"Kein Recht auf Barzahlung des Rundfunkbeitrags"},"content":{"rendered":"<article>\n<div id=\"vorspann\">Mit zwei am 13.02.2018 verk\u00fcndeten Urteilen hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof als Berufungsinstanz entschieden, dass es keinen Anspruch der B\u00fcrger gibt, Rundfunkbeitragszahlungen in bar zu erbringen.<\/div>\n<\/article>\n<div><\/div>\n<div>Die Kl\u00e4ger sind Inhaber von Wohnungen und werden als Rundfunkteilnehmer gef\u00fchrt. Sie wenden sich dagegen, dass der Rundfunkbeitrag von ihrem Girokonto abgebucht bzw. \u00fcberwiesen werden soll. Die Kl\u00e4ger erstreben die Verpflichtung des Hessischen Rundfunks, die Entrichtung des Rundfunkbeitrags nach dem Rundfunkbeitragsstaatsvertrag in Form von Bargeld entgegenzunehmen bzw. ihre Berechtigung, den Rundfunkbeitrag durch Barzahlung zu entrichten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Sie sind der Ansicht, nach dem Bundesbankgesetz und nach Europarecht seien in Deutschland auf Euro lautende Banknoten das einzige unbeschr\u00e4nkte gesetzliche Zahlungsmittel. Dies bedeute, dass die Bezahlung einer Schuld mit einem unbeschr\u00e4nkten gesetzlichen Zahlungsmittel nicht abgelehnt werden d\u00fcrfe.<\/div>\n<article>Mit aufgrund der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 31. Oktober 2016 ergangenen Urteilen hat das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main die Klagen gegen die vom Hessischen Rundfunk ergangenen Bescheide in einem Fall \u00fcberwiegend und im anderen Verfahren insgesamt abgewiesen sowie jeweils die Berufung zugelassen.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr das Rundfunkrecht zust\u00e4ndige 10. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs f\u00fchrte in der Begr\u00fcndung seiner Urteile, mit denen er die Berufungen zur\u00fcckgewiesen hat, aus, das Vorbringen der Kl\u00e4ger rechtfertige eine Ab\u00e4nderung der Entscheidungen des Verwaltungsgerichts nicht.<\/p>\n<p>Dem Europarecht sowie dem Bundesbankgesetz lie\u00dfen sich keine Verpflichtungen entnehmen, dass in jedem Fall Barzahlungen zu akzeptieren seien. Im \u00f6ffentlich-rechtlichen Abgabenrecht k\u00f6nne grunds\u00e4tzlich auch unbare Zahlungsweise vorgeschrieben werden. Die entsprechenden Regelungen des Hessischen Rundfunks seien daher rechtlich nicht zu beanstanden.<\/p>\n<p>Eine Revision gegen diese Urteile wurde zugelassen. \u00dcber eine eingelegte Revision h\u00e4tte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu entscheiden.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: VGH Hessen, Pressemitteilung vom 13.02.2018 zu den Urteilen 10 A 2929\/16 und 10 A 116\/17 vom 13.02.2018<\/p>\n<article>\u00a0<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit zwei am 13.02.2018 verk\u00fcndeten Urteilen hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof als Berufungsinstanz entschieden, dass es keinen Anspruch der B\u00fcrger gibt, Rundfunkbeitragszahlungen in bar zu erbringen. Die Kl\u00e4ger sind Inhaber von Wohnungen und werden als Rundfunkteilnehmer gef\u00fchrt. Sie wenden sich dagegen, dass der Rundfunkbeitrag von ihrem Girokonto abgebucht bzw. \u00fcberwiesen werden soll. 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