{"id":46774,"date":"2018-02-23T10:04:32","date_gmt":"2018-02-23T08:04:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46774"},"modified":"2018-02-23T10:04:57","modified_gmt":"2018-02-23T08:04:57","slug":"bfh-steuerfreie-beitragserstattung-durch-berufsstaendische-versorgungseinrichtungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-steuerfreie-beitragserstattung-durch-berufsstaendische-versorgungseinrichtungen\/","title":{"rendered":"BFH: Steuerfreie Beitragserstattung durch berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtungen"},"content":{"rendered":"<article>\n<div id=\"vorspann\"><\/div>\n<\/article>\n<article>Die Erstattung von Pflichtbeitr\u00e4gen zu einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung ist unabh\u00e4ngig von einer Wartefrist nach dem Ende der Beitragspflicht steuerfrei. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 10. Oktober 2017 X R 3\/17 zu \u00a7 3 Nr. 3 Buchst. c des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegen der Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) entschieden.Im Streitfall hatte der Kl\u00e4ger als angestellter Rechtsanwalt Pflichtbeitr\u00e4ge zu einem berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerk geleistet. Nach seinem Ausscheiden aus der Anwaltschaft &#8211; er wurde Beamter und damit versicherungsfrei &#8211; wurden ihm antragsgem\u00e4\u00df 90 % seiner Pflichtbeitr\u00e4ge erstattet. Das Finanzamt unterwarf die Beitragsr\u00fcckerstattung entsprechend dem BMF-Schreiben vom 19. August 2013 (BStBl I 2013, 1087, Rz 205) der Besteuerung, da zwischen dem Ende der Beitragspflicht und der Erstattung keine 24 Monate vergangen seien.<\/p>\n<p>Dem folgte der BFH nicht. Eine Beitragsr\u00fcckgew\u00e4hr aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen sei nicht von der Einhaltung einer Wartefrist zwischen dem Ende der Beitragspflicht und der Erstattung abh\u00e4ngig. Eine Verrechnung der Erstattungsleistung mit im Streitjahr geleisteten Sonderausgaben kam zudem nicht in Betracht. \u00a7 10 Abs. 4b Satz 2 EStG beschr\u00e4nkt die Sonderausgabenverrechnung auf die \u201ejeweilige Nummer&#8220; und der Kl\u00e4ger machte nach seinem Wechsel in das Beamtenverh\u00e4ltnis nur noch Krankenversicherungsbeitr\u00e4ge nach \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG geltend, nicht jedoch Vorsorgeaufwendungen i. S. von \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG.<\/p>\n<p>Da sich der Rechtsstreit nur auf den Veranlagungszeitraum 2013 bezog, musste der BFH die Frage offenlassen, ob die Beitragsr\u00fcckerstattung zu einer K\u00fcrzung des Sonderausgabenabzugs in den Jahren f\u00fchrt, in denen der Kl\u00e4ger Pflichtbeitr\u00e4ge zum berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerk geleistet hat.<\/p>\n<p>Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 9\/18 vom 21.02.2018 zum Urteil X R 3\/17 vom 10.10.2017<\/p>\n<\/article>\n<article>\n<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.10.2017, X R 3\/17<br \/>\nECLI:DE:BFH:2017:U.101017.XR3.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Steuerfreiheit von Leistungen aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen<\/p>\n<p class=\"leitsatz\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Erstattung von Pflichtbeitr\u00e4gen zu einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung ist auch vor Ablauf einer Wartefrist von 24 Monaten nach dem Ende der Beitragspflicht gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Nr. 3 Buchst. c EStG steuerfrei (entgegen BMF-Schreiben vom 19. August 2013, BStBl I 2013, 1087, Rz 205).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 13. Dezember 2016\u00a0\u00a03 K 1266\/15 wird als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tatbestand\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) erzielte von Juni 2010 bis Juni 2012 als angestellter Rechtsanwalt nichtselbst\u00e4ndige Eink\u00fcnfte. Ab Juli 2012 wurde er in ein Beamtenverh\u00e4ltnis \u00fcbernommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>W\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit als Rechtsanwalt war er Mitglied der Rechtsanwaltskammer X und entrichtete aufgrund \u00a7\u00a06 des Landesgesetzes \u00fcber die rheinland-pf\u00e4lzische Rechtsanwaltsversorgung (Rechtsanwaltsversorgungsgesetz &#8211;RAVG&#8211;) i.V.m. \u00a7\u00a7\u00a023\u00a0ff. der Satzung des Versorgungswerks der rheinland-pf\u00e4lzischen Rechtsanwaltskammern (Satzung) monatlich Pflichtbeitr\u00e4ge zu dem genannten Versorgungswerk (RAVW-Rlp). Anl\u00e4sslich seines Ausscheidens aus der Anwaltschaft &#8211;und damit aus dem RAVW-Rlp&#8211; beantragte der Kl\u00e4ger, ihm gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Halbsatz\u00a02 RAVG i.V.m. \u00a7\u00a027 Abs.\u00a02 Satz\u00a01 der Satzung 90\u00a0% der entrichteten Pflichtbeitr\u00e4ge zu erstatten. Dem entsprach das RAVW-Rlp. Die Beitr\u00e4ge wurden ihm am 28.\u00a0Januar des Streitjahres 2013 zur\u00fcckgezahlt. Zugleich wurde dem Beklagten und Revisionskl\u00e4ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auf elektronischem Wege die Auszahlung einer Leibrente in der genannten H\u00f6he mitgeteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f\u00fcr 2013 unterwarf das FA die Beitragserstattung nach Ma\u00dfgabe von \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu 66\u00a0% der Besteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dagegen wandte der Kl\u00e4ger im Einspruchsverfahren ein, die Beitragserstattung sei gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dem folgte das FA nicht und wies den Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Demgegen\u00fcber hatte die Klage Erfolg. Mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2017, 283 ver\u00f6ffentlichtem Urteil erkannte das Finanzgericht (FG), die Erstattung der Pflichtbeitr\u00e4ge des Kl\u00e4gers zum RAVW-Rlp sei gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG steuerfrei. Die Beitragserstattungen entspr\u00e4chen solchen nach \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB\u00a0VI). F\u00fcr die einschr\u00e4nkende Fristenregelung im vom FA herangezogenen Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 19.\u00a0August 2013 (BStBl I 2013, 1087) fehle es an einer gesetzlichen Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Anspruch auf Beitragserstattung gegen das RAVW-Rlp sei anders als bei der Beitragserstattung nach \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01, Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI, wonach Beitr\u00e4ge nur dann erstattet werden, wenn seit dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht 24\u00a0Monate abgelaufen sind und nicht erneut Versicherungspflicht eingetreten ist, nicht aufschiebend bedingt, sondern unmittelbar mit dem Ende der Mitgliedschaft im Versorgungswerk entstanden. In Ermangelung einer \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI entsprechenden Regelung im RAVG oder der Satzung k\u00f6nne die Steuerfreiheit der Erstattung daher entgegen dem BMF-Schreiben nicht von der Einhaltung einer Karenzfrist abh\u00e4ngig gemacht werden. Au\u00dferdem f\u00fchre es zu widersinnigen Ergebnissen, wenn der Antrag auf Erstattung &#8211;wie zwar nicht in Rheinland-Pfalz, aber beispielsweise in Baden-W\u00fcrttemberg&#8211; zwingend vor Ablauf von 24\u00a0Monaten gestellt werden m\u00fcsse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r\u00fcgt das FA die Verletzung materiellen Bundesrechts in Gestalt von \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das EStG bezwecke eine weitgehende steuerliche Gleichbehandlung der Altersvorsorgeaufwendungen, was auch aus den Gesetzesmaterialien zu \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 (BTDrucks 16\/3368, S.\u00a016) hervorgehe. Folgerichtig werde in dem streitgegenst\u00e4ndlichen BMF-Schreiben geregelt, dass auch eine steuerfreie Erstattung von Pflichtbeitr\u00e4gen zu berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen erst m\u00f6glich sei, wenn nach dem Ausscheiden bzw. dem Ende der Beitragspflicht mindestens 24\u00a0Monate vergangen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Intention des Gesetzgebers, Beitr\u00e4ge an die gesetzliche Rentenversicherung und an berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtungen sowie etwaige Erstattungen steuerlich weitgehend gleich zu behandeln, komme auch im Gesetz hinreichend klar zum Ausdruck. So verweise \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG auf die Regelung des \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0b EStG, welche wiederum ausdr\u00fccklich die in \u00a7\u00a0210 SGB\u00a0VI geregelten Beitragserstattungen der gesetzlichen Rentenversicherung in Bezug nehme. Davon werde die Wartefrist des \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI nicht ausgenommen. Vielmehr stelle diese Verweisungskette eine Rechtsgrundverweisung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Regelungszweck des \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI bestehe darin sicherzustellen, dass der Aufbau einer Versorgungsanwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht wegen einer kurzfristigen Unterbrechung der Versicherungspflicht beendet werde. Erst nach Ablauf der Wartefrist von zwei Jahren unterstelle das Gesetz in \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI, dass der Versicherte seine Versorgungsanwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht weiter ausbauen werde und sehe daher das Versicherungsverh\u00e4ltnis als beendet an. Diese Gr\u00fcnde g\u00e4lten grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr Versorgungsanwartschaften, die bei den berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerken gebildet w\u00fcrden. Soweit Satzungen von Versorgungswerken Beitragserstattungen vor Ablauf von 24\u00a0Monaten erm\u00f6glichten oder gar zwingend vorschrieben, seien diese Regelungen nicht auf die Regelungen des Einkommensteuerrechts abgestimmt und m\u00fcssten gegebenenfalls angepasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Beurteile man dies anders, stelle sich hilfsweise die &#8211;vom FG nicht er\u00f6rterte&#8211; Anschlussfrage, ob die Zahlung des RAVW-Rlp den Sonderausgabenabzug des Kl\u00e4gers gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b Satz\u00a02 EStG mindere bzw. zu einem Erstattungs\u00fcberhang i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b Satz\u00a03 EStG f\u00fchre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger schlie\u00dft sich der Rechtsauffassung des FG an und beantragt,<\/p>\n<p>die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p class=\"entschgruende\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr\u00fcndet und nach \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat kann im Streitfall offenlassen, ob es sich bei der Beitragserstattung des RAVW-Rlp um Eink\u00fcnfte des Kl\u00e4gers i.S. von \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG oder um eine davon abzugrenzende Erstattung von Sonderausgaben handelt. In keiner Alternative ergeben sich steuerliche Auswirkungen f\u00fcr das Streitjahr. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Erstattung der vom Kl\u00e4ger an das RAVW-Rlp geleisteten Pflichtbeitr\u00e4ge gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG steuerfrei ist (unter\u00a01.). Die vom FA hilfsweise in Betracht gezogene Anwendung von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b S\u00e4tze\u00a02 und\/oder 3 EStG scheidet im Streitjahr mangels gleichartiger oder anderweitig verrechenbarer Sonderausgaben aus (unter\u00a02.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Sollte die dem Kl\u00e4ger im Streitjahr zugeflossene Beitragserstattung als Einnahme i.S. des \u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG anzusehen sein, unterf\u00e4llt sie jedenfalls \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG sind Leistungen aus berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen, die den Leistungen nach den Buchstaben\u00a0a und\u00a0b der Nummer\u00a03 des \u00a7\u00a03 EStG entsprechen, steuerfrei. In \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0b EStG sind u.a. Beitragserstattungen an gesetzlich Rentenversicherte nach \u00a7\u00a0210 SGB\u00a0VI steuerfrei gestellt. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 SGB\u00a0VI werden Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge auf Antrag Versicherten erstattet, die nicht mehr versicherungspflichtig sind und nicht das Recht zur freiwilligen Versicherung haben. Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01a SGB\u00a0VI die Erstattung von Rentenversicherungsbeitr\u00e4gen an solche Versicherte, die &#8211;wie der Kl\u00e4ger (\u00a7\u00a05 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 SGB\u00a0VI)&#8211; versicherungsfrei sind, auch wenn sie die allgemeine Wartezeit (\u00a7\u00a050 SGB\u00a0VI) nicht erf\u00fcllt haben. Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge werden allerdings nicht erstattet, solange der Versicherte als Beamter auf Probe versicherungsfrei ist (\u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01a Satz\u00a03 Nr.\u00a02 SGB\u00a0VI). Au\u00dferdem ist Voraussetzung, dass eine Wartefrist von 24\u00a0Kalendermonaten seit dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht abgelaufen und nicht erneut eine Versicherungspflicht eingetreten ist (\u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) F\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG auf die streitgegenst\u00e4ndliche Zahlung des RAVW-Rlp kommt es nicht darauf an, ob zugleich die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Rentenbeitragserstattung nach der f\u00fcr verbeamtete Rentenversicherte ma\u00dfgeblichen Vorschrift des \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01a i.V.m. Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI gegeben sind. Zwar verweist \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG, wie das FA noch zutreffend ausf\u00fchrt, auf \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0b EStG. Diese Verweisung erstreckt sich nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut der Vorschrift jedoch nur darauf, dass sich die jeweiligen Leistungen (hier: Erstattung von Rentenversicherungsbeitr\u00e4gen und von Pflichtbeitr\u00e4gen zu einem berufsst\u00e4ndischen Versorgungswerk), nicht dagegen ihre jeweiligen spezifischen Leistungsvoraussetzungen entsprechen m\u00fcssen. Dem Gesetzestext kann also, anders als das FA meint, keine wie auch immer geartete Rechtsgrundverweisung entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Letzteres w\u00e4re auch sinnwidrig, weil nicht sichergestellt ist bzw. werden kann, dass die Voraussetzungen, unter denen berufsst\u00e4ndische Versorgungswerke im Falle des Ausscheidens eines ihrer Mitglieder Pflichtbeitr\u00e4ge zur\u00fcckgew\u00e4hren, mit den diesbez\u00fcglichen Vorgaben der gesetzlichen Rentenversicherung harmonisiert sind. Die Entscheidungskompetenz \u00fcber diese Voraussetzungen liegt allein in der Zust\u00e4ndigkeit des jeweiligen Landesgesetzgebers bzw. Versorgungswerks als satzungsgebender K\u00f6rperschaft (zur Gesetzgebungskompetenz der L\u00e4nder f\u00fcr die Rechtsanwaltsversorgung s. Kammerbeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4.\u00a0April 1989\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a0685\/88, Neue Juristische Wochenschrift 1990, 1653, unter\u00a01.a). Diese beurteilen autonom, ob die mit den engen Erstattungsvoraussetzungen in \u00a7\u00a0210 SGB\u00a0VI verfolgten Ziele (Erhaltung der Finanzmittel der Rentenversicherung und Schutz vor \u00fcbereilter Aufgabe bisher erworbener gesetzlicher Rentenanspr\u00fcche, vgl. BTDrucks 13\/4610, S.\u00a024) auch auf ihren Regelungsbereich \u00fcbertragbar sind. Die vom FA postulierte Obliegenheit zur Anpassung des Landesrechts an die Vorschriften zur gesetzlichen Rentenversicherung besteht insoweit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Frage der Steuerbefreiung nach \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG ist vielmehr ma\u00dfgebend, ob die in Rede stehende Leistung einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung einer anderen Leistung i.S. von \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0a oder\u00a0b EStG ihrer Art nach gleichkommt. Der Wendung &#8222;entsprechen&#8220; l\u00e4sst sich nur entnehmen, dass die jeweiligen Leistungen wesensgleich sein m\u00fcssen. Alles andere h\u00e4tte einer eindeutigen gesetzlichen Regelung bedurft. Diese Auslegung steht auch mit den f\u00fcr den Gesetzgeber f\u00fcr die Einf\u00fchrung des \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG ausschlaggebenden Gleichbehandlungsgr\u00fcnden in Einklang (vgl. BTDrucks 16\/3368, S.\u00a016), zumal selbst das FA den Gesetzeszweck einschr\u00e4nkend als nur auf eine weitgehende Gleichbehandlung ausgerichtet aufgefasst hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall liegt die notwendige Wesensgleichheit der Beitragserstattung des RAVW-Rlp und der Erstattung von Rentenversicherungsbeitr\u00e4gen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0210 SGB\u00a0VI vor. Daf\u00fcr kommt es allein darauf an, dass es sich jeweils um Pflichtbeitr\u00e4ge handelte, die im Falle der Beendigung der Beitragspflicht aufgrund Ausscheidens aus der Anwaltschaft bzw. der Gruppe der gesetzlich Rentenversicherten dem Grunde nach zur\u00fcck zu gew\u00e4hren waren. Auf die einzelnen Voraussetzungen, unter denen diese Anspr\u00fcche zur Entstehung gelangen, kommt es demgegen\u00fcber nicht an. Es kann daher dahinstehen, ob die Ansicht des FG zutrifft, der Erstattungsanspruch nach \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 SGB\u00a0VI entstehe aufgrund der Regelung in \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI aufschiebend bedingt (so z.B. auch Liebich in Hauck\/Noftz, SGB\u00a0VI, 05\/17, \u00a7\u00a0210 Rz\u00a038). Offenbleiben kann auch, ob f\u00fcr diese Vergleichsbetrachtung auf \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 SGB\u00a0VI (so das FG) auf den wegen des Beamtenverh\u00e4ltnisses des Kl\u00e4gers wohl n\u00e4her liegenden Abs.\u00a01a jener Vorschrift abzustellen ist. Dies f\u00fchrt im Streitfall zu keiner abweichenden Beurteilung des Wesens der Zahlung des RAVW-Rlp.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit das vom FA herangezogene BMF-Schreiben der so zu interpretierenden gesetzlichen Regelung in \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG zuwider l\u00e4uft, indem es die Steuerfreiheit der Beitragserstattung des RAVW-Rlp davon abh\u00e4ngig macht, dass diese erst 24\u00a0Monate nach dem Ausscheiden des Kl\u00e4gers aus dem Versorgungswerk ausgezahlt worden ist, verst\u00f6\u00dft es gegen den Grundsatz der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit der Verwaltung und ist unbeachtlich (vgl. zuletzt Beschluss des Gro\u00dfen Senats des Bundesfinanzhofs vom 28.\u00a0November 2016 GrS\u00a01\/15, BFHE\u00a0255, 482, BStBl\u00a0II 2017, 393, Rz\u00a088\u00a0ff., zum Sanierungserlass). Dass demgegen\u00fcber in einem &#8211;hier nicht gegebenen&#8211; Fall des \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0b EStG i.V.m. \u00a7\u00a0210 SGB\u00a0VI eine solche Wartefrist faktisch eingehalten werden wird, liegt, wie schon das FG ausgef\u00fchrt hat, dort in der Natur der Sache, weil es zuvor wegen \u00a7\u00a0210 Abs.\u00a02 SGB\u00a0VI erst gar nicht zu einer Erstattungszahlung des Rentenversicherungstr\u00e4gers an den Steuerpflichtigen kommen wird. Die Frage der Steuerfreiheit stellt sich erst im Anschluss an eine solche Auszahlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die dem Kl\u00e4ger zugeflossene Beitragserstattung h\u00e4tte im Streitjahr 2013 aber auch dann keine einkommensteuererh\u00f6hende Wirkung, wenn sie einkommensteuerrechtlich nicht als Einnahme (\u00a7\u00a022 Nr.\u00a01 Satz\u00a03 EStG), sondern als Erstattung fr\u00fcherer steuermindernder Aufwendungen einzuordnen w\u00e4re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die gesetzlichen Regelungen \u00fcber die Behandlung von Erstattungs\u00fcberh\u00e4ngen bei Sonderausgaben (\u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b S\u00e4tze\u00a02 und 3 EStG) sind vorliegend schon tatbestandlich nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar handelte es sich bei den vom Kl\u00e4ger in den Jahren 2010 bis 2012 geleisteten Pflichtbeitr\u00e4gen zum RAVW-Rlp um Sonderausgaben im Sinne von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 EStG. Im Jahr der Beitragserstattung (2013) hatte der Kl\u00e4ger aufgrund seines Ausscheidens aus der Anwaltschaft jedoch keine solchen Sonderausgaben mehr zu leisten und &#8211;wie sich dem angefochtenen Einkommensteuerbescheid entnehmen l\u00e4sst&#8211; auch tats\u00e4chlich nicht mehr geleistet. Stattdessen entrichtete er im Anschluss an den Wechsel in das Beamtenverh\u00e4ltnis nur noch Krankenversicherungsbeitr\u00e4ge, die \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a03 EStG unterfallen. Da er im Jahr 2013 auch sonst keine Sonderausgaben i.S. von \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a02 EStG geltend gemacht hat und die Verrechnungsm\u00f6glichkeit nach \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b Satz\u00a02 EStG auf die &#8222;jeweilige Nummer&#8220; beschr\u00e4nkt ist, scheidet eine Sonderausgaben-Verrechnung im Streitjahr aus. Gleiches gilt f\u00fcr die in \u00a7\u00a010 Abs.\u00a04b Satz\u00a03 EStG vorgesehene Hinzurechnung eines etwaig anzunehmenden Erstattungs\u00fcberhangs zum Gesamtbetrag der Eink\u00fcnfte, weil diese M\u00f6glichkeit auf F\u00e4lle des \u00a7\u00a010 Abs.\u00a01 Nr.\u00a03 und\u00a04 EStG beschr\u00e4nkt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Ob der Sonderausgabenabzug in denjenigen Veranlagungszeitr\u00e4umen, in denen der Kl\u00e4ger die Beitr\u00e4ge an das Versorgungswerk geleistet hat, zu korrigieren ist, ist im vorliegenden Verfahren, das allein den Veranlagungszeitraum 2013 zum Gegenstand hat, nicht zu entscheiden. Daher kann es der erkennende Senat gegenw\u00e4rtig dahinstehen lassen, ob \u00a7\u00a03 Nr.\u00a03 Buchst.\u00a0c EStG auch zur Rechtsfolge haben k\u00f6nnte, dass eine Verrechnung fr\u00fcherer Beitragszahlungen mit den von der genannten Vorschrift erfassten Beitragserstattungen zu unterbleiben h\u00e4tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7\u00a0135 Abs.\u00a02 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erstattung von Pflichtbeitr\u00e4gen zu einer berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtung ist unabh\u00e4ngig von einer Wartefrist nach dem Ende der Beitragspflicht steuerfrei. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 10. Oktober 2017 X R 3\/17 zu \u00a7 3 Nr. 3 Buchst. c des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegen der Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) entschieden.Im Streitfall hatte der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-steuerfreie-beitragserstattung-durch-berufsstaendische-versorgungseinrichtungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH: Steuerfreie Beitragserstattung durch berufsst\u00e4ndische Versorgungseinrichtungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-46774","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46774\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}