{"id":46856,"date":"2018-03-07T11:45:31","date_gmt":"2018-03-07T09:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46856"},"modified":"2018-03-07T11:45:31","modified_gmt":"2018-03-07T09:45:31","slug":"krefeld-pinguine-muessen-risikozuschlaege-fuer-unfallversicherung-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/krefeld-pinguine-muessen-risikozuschlaege-fuer-unfallversicherung-zahlen\/","title":{"rendered":"Krefeld Pinguine m\u00fcssen Risikozuschl\u00e4ge f\u00fcr Unfallversicherung zahlen"},"content":{"rendered":"<article>\n<div id=\"vorspann\"><\/div>\n<\/article>\n<article>Das Sozialgericht D\u00fcsseldorf hat die Klage der KEV Pinguine Eishockey GmbH gegen die Erhebung eines Beitragszuschlags abgewiesen.<\/p>\n<p>Die Krefeld Pinguine sind als Profisportverein unfallversichertes Mitglied bei der beklagten Verwaltungsberufsgenossenschaft. Die Beklagte hat von der Kl\u00e4gerin zus\u00e4tzlich zu dem anhand von Gefahrentarifen erhobenen Beitrag einen Beitragszuschlag f\u00fcr das Jahr 2012 in H\u00f6he von \u00fcber 15.000 Euro gefordert. Die Kl\u00e4gerin ist der Ansicht, dass dies rechtswidrig sei, da die Beklagte zwar Zuschl\u00e4ge erhebe, jedoch keine Nachl\u00e4sse gew\u00e4hre. \u00dcberdies sei lediglich ein Versicherungsfall als Basis f\u00fcr den erhobenen Zuschlag zugrunde gelegt worden. Au\u00dferdem habe die Kl\u00e4gerin als professioneller Eishockeyverein keine M\u00f6glichkeit, pr\u00e4ventiv Gef\u00e4hrdungsrisiken &#8211; namentlich Fouls gegnerischer Spieler &#8211; entgegenzuwirken und damit Beitragszuschl\u00e4ge zu verhindern.<\/p>\n<p>Die 6. Kammer des Sozialgerichts D\u00fcsseldorf wies die Klage ab mit der Begr\u00fcndung, dass der Beitragszuschlag zutreffend festgesetzt worden sei. Die Berufsgenossenschaften d\u00fcrften unter Ber\u00fccksichtigung der anzuzeigenden Versicherungsf\u00e4lle Zuschl\u00e4ge auferlegen und Nachl\u00e4sse bewilligen. Entgegen der Rechtsansicht der Kl\u00e4gerin k\u00f6nnten die Berufsgenossenschaften sich auch f\u00fcr nur eines von beiden oder eine Kombination entscheiden. Auch sei die Erhebung eines Zuschlags aufgrund eines einzigen Unfalls im Jahr, der in den Verantwortungsbereich des Unternehmens falle, m\u00f6glich. Dass die Kl\u00e4gerin in Bezug auf Pr\u00e4vention in dieser Sportart chancenlos sei, f\u00fchre ebenfalls nicht zur Rechtswidrigkeit, da das Gericht nur \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nne, ob die Handhabung im Hinblick auf die Gesamtheit aller Mitgliedsunternehmen geeignet ist, den verfolgten Zielen zu dienen. Der Gesetzgeber habe dabei den Berufsgenossenschaften einen weiten Spielraum einger\u00e4umt.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: SG D\u00fcsseldorf, Pressemitteilung vom 01.03.2018 zum Urteil S 6 U 460\/14 vom 14.11.2017 (rkr)<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Sozialgericht D\u00fcsseldorf hat die Klage der KEV Pinguine Eishockey GmbH gegen die Erhebung eines Beitragszuschlags abgewiesen. Die Krefeld Pinguine sind als Profisportverein unfallversichertes Mitglied bei der beklagten Verwaltungsberufsgenossenschaft. 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