{"id":47818,"date":"2018-04-12T11:26:01","date_gmt":"2018-04-12T09:26:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=47818"},"modified":"2018-04-12T11:50:05","modified_gmt":"2018-04-12T09:50:05","slug":"bgh-beratungsgebuehr-fuer-entwurf-eines-testaments","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bgh-beratungsgebuehr-fuer-entwurf-eines-testaments\/","title":{"rendered":"RVG: Beratungsgeb\u00fchr f\u00fcr Entwurf eines Testaments"},"content":{"rendered":"<article>\n<div id=\"vorspann\">\u00a0Eine lang umstrittene Rechtsfrage im Geb\u00fchrenrecht hat der BGH in einer nun ver\u00f6ffentlichten Entscheidung gekl\u00e4rt: die Frage, ob ein Rechtsanwalt, der f\u00fcr seinen Mandanten ein Testament entwirft, daf\u00fcr eine Gesch\u00e4ftsgeb\u00fchr gem. Nr. 2300 VV-RVG oder eine Beratungsgeb\u00fchr nach \u00a7 34 RVG verlangen kann.<\/div>\n<\/article>\n<article>Die erstgenannte Ansicht wurde viele Jahre \u00fcberwiegend in der Literatur vertreten. Der BGH hat nun &#8211; mit der j\u00fcngeren instanzgerichtlichen Rechtsprechung &#8211; entschieden, dass das Entwerfen eines Testaments in der Regel eine Beratungsgeb\u00fchr gem. \u00a7 34 RVG ausl\u00f6st.<\/article>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<p>Praktisch relevant ist auch der zweite Leitsatz der Entscheidung: \u201eTeilt der Rechtsanwalt dem Mandanten eine den gesetzlichen Anforderungen formal entsprechende, aber inhaltlich falsche Berechnung seiner Verg\u00fctung mit, kann er die tats\u00e4chlich entstandene Verg\u00fctung einfordern, soweit sie die berechnete Verg\u00fctung nicht \u00fcbersteigt.&#8220; Berechnungsfehler \u00e4ndern also nichts an der Wirksamkeit einer Honorarabrechnung. Der Anwalt kann dann allerdings nur die tats\u00e4chlich entstandenen Geb\u00fchren verlangen.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Entscheidung war eine Honorarklage zweier Anw\u00e4lte, die f\u00fcr ihre Mandantin und deren Lebensgef\u00e4hrten Testamente und Vorsorgevollmachten entworfen hatten. Nach Zur\u00fcckverweisung wird nunmehr das LG Wiesbaden zu kl\u00e4ren haben, wie die Verg\u00fctung konkret zu bemessen ist.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<article>\n<ul class=\"linkList\">\n<li class=\"icon pdf \">\n<h3><a href=\"http:\/\/juris.bundesgerichtshof.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;nr=82228&amp;pos=0&amp;anz=1\">BGH, Urteil IX ZR 115\/17 vom 22.02.2018<\/a><\/h3>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/article>\n<p>Quelle: BRAK, Mitteilung vom 11.04.2018 zum BGH, Urteil IX ZR 115\/17 vom 22.02.2018<\/p>\n<article>\u00a0<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Eine lang umstrittene Rechtsfrage im Geb\u00fchrenrecht hat der BGH in einer nun ver\u00f6ffentlichten Entscheidung gekl\u00e4rt: die Frage, ob ein Rechtsanwalt, der f\u00fcr seinen Mandanten ein Testament entwirft, daf\u00fcr eine Gesch\u00e4ftsgeb\u00fchr gem. Nr. 2300 VV-RVG oder eine Beratungsgeb\u00fchr nach \u00a7 34 RVG verlangen kann. Die erstgenannte Ansicht wurde viele Jahre \u00fcberwiegend in der Literatur vertreten. Der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bgh-beratungsgebuehr-fuer-entwurf-eines-testaments\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">RVG: Beratungsgeb\u00fchr f\u00fcr Entwurf eines Testaments<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-47818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47818\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}