{"id":48173,"date":"2018-05-16T09:29:55","date_gmt":"2018-05-16T07:29:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48173"},"modified":"2018-05-16T09:29:55","modified_gmt":"2018-05-16T07:29:55","slug":"gruenderzuschuesse-des-exist-programms-fuehren-nicht-zu-sonderbetriebseinnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gruenderzuschuesse-des-exist-programms-fuehren-nicht-zu-sonderbetriebseinnahmen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnderzusch\u00fcsse des EXIST-Programms f\u00fchren nicht zu Sonderbetriebseinnahmen"},"content":{"rendered":"<article>\n<div id=\"vorspann\"><\/div>\n<\/article>\n<article>\n<h2>Der 14. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster hat mit Urteil vom 13. April 2018 (Az. 14 K 3906\/14 F) entschieden, dass an Gesellschafter einer GbR gezahlte Existenzgr\u00fcnderzusch\u00fcsse des EXIST-Programms keine Sonderbetriebseinnahmen darstellen.<\/h2>\n<p>Die Kl\u00e4gerin ist eine GbR, deren ebenfalls klagende zwei Gesellschafter Stipendiatenvertr\u00e4ge mit einer Universit\u00e4t abschlossen. Danach erhielten die Gesellschafter Mittel aus dem Programm \u201eExistenzgr\u00fcndungen aus der Wissenschaft (EXIST)&#8220; zur Realisierung eines Gr\u00fcndungsvorhabens im Bereich der Softwareentwicklung. Nach dem jeweiligen Stipendiatenvertrag sollte das Stipendium den Gesellschaftern erm\u00f6glichen, sich ganz der Verfolgung und Realisierung ihrer Gr\u00fcndungsidee zu widmen. Es war weder als Verg\u00fctung noch als Arbeitsentgelt ausgestaltet, sondern diente vielmehr allein der Sicherung des Lebensunterhalts und einer angemessenen Absicherung gegen das finanzielle Risiko von Krankheit des Existenzgr\u00fcnders w\u00e4hrend der Phase der Weiterverfolgung und Realisierung der Gr\u00fcndungsidee.<\/p>\n<p>Die nach diesen Vereinbarungen an die beiden Gesellschafter gezahlten Stipendien in H\u00f6he von 18.000 Euro bzw. 16.800 Euro behandelte das Finanzamt als Sonderbetriebseinnahmen aus ihrer Mitunternehmerschaft bei der GbR.<\/p>\n<p>Der hiergegen erhobenen Klage gab der Senat in vollem Umfang statt. Die Stipendien seien nicht als Sonderbetriebseinnahmen der Gesellschafter anzusehen. Dies folge bereits daraus, dass die Betr\u00e4ge bei der GbR nicht zu einer Gewinnminderung gef\u00fchrt h\u00e4tten. Dar\u00fcber hinaus stellten die Stipendien auch keine Verg\u00fctungen von der Gesellschaft dar, da sie von der Universit\u00e4t gew\u00e4hrt worden seien. Sie seien auch nicht als Zahlungen von dritter Seite anzusehen, da keine Veranlassung durch das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis gegeben sei. Die Stipendiatenvertr\u00e4ge h\u00e4tten die Kl\u00e4ger vielmehr unabh\u00e4ngig von ihrer Eigenschaft als Gesellschafter der GbR mit der Universit\u00e4t abgeschlossen. Da die Stipendien der Sicherung des Lebensunterhalts und einer angemessenen Absicherung gegen das finanzielle Risiko von Krankheit der Gesellschafter gedient h\u00e4tten, sei nicht davon auszugehen, dass die Zahlungen der GbR zugutekommen sollten. Der Senat hat zur Fortbildung des Rechts die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: FG M\u00fcnster, Mitteilung vom 15.05.2018 zum Urteil 14 K 3906\/14 F vom 13.04.2018<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 14. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster hat mit Urteil vom 13. 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