{"id":48192,"date":"2018-05-17T10:30:17","date_gmt":"2018-05-17T08:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48192"},"modified":"2018-05-17T10:30:17","modified_gmt":"2018-05-17T08:30:17","slug":"importfahrzeuge-inlaendischer-listenpreis-darf-geschaetzt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/importfahrzeuge-inlaendischer-listenpreis-darf-geschaetzt-werden\/","title":{"rendered":"Importfahrzeuge: Inl\u00e4ndischer Listenpreis darf gesch\u00e4tzt werden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Importfahrzeuge: Inl\u00e4ndischer Listenpreis darf gesch\u00e4tzt werden<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils bei der 1-%-Methode ist der Listenpreis. Bei Importfahrzeugen darf der Listenpreis nach den typischen Bruttoabgabepreisen inl\u00e4ndischer Importeure gesch\u00e4tzt werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>X betrieb einen Gro\u00dfhandel. In seinem Betriebsverm\u00f6gen befand sich ein Ford Mustang. Diesen erwarb X zu einem Bruttopreis von 78.900 EUR. Der Autoh\u00e4ndler hatte den Mustang zulassungsfertig f\u00fcr brutto 75.999 EUR vom Importeur erworben.<\/p>\n<p>X ermittelte die private Nutzung mittels der 1-%-Regelung. Als Bemessungsgrundlage zog er den amerikanischen Listenpreis von umgerechnet 53.977 EUR heran, da es keinen inl\u00e4ndischen Listenpreis gab. Das Finanzamt legte jedoch als Bemessungsgrundlage die tats\u00e4chlichen Anschaffungskosten von 78.900 EUR zugrunde.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht ging von einem gesch\u00e4tzten inl\u00e4ndischen Bruttolistenpreis von 75.999 EUR aus.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesfinanzhof wies die Revision des X zur\u00fcck. Die gesetzliche Regelung stellt zur Bewertung der privaten Nutzungsentnahme nicht auf die tats\u00e4chlichen Anschaffungskosten des Fahrzeugs ab, sondern auf dessen Listenpreis. Der Bruttolistenpreis stellt die generalisierende Bemessungsgrundlage dar, die aus typisierten Neuanschaffungskosten den Nutzungsvorteil insgesamt bestimmt, der mehr umfasst als die \u00dcberlassung des genutzten Fahrzeugs selbst. Mit der Ankn\u00fcpfung an die Preisempfehlung des Herstellers hat der Gesetzgeber eine stark vereinfachende, typisierende und damit f\u00fcr alle gleichen Fahrzeuge einheitliche Grundlage f\u00fcr die Bewertung der Nutzungsvorteile geschaffen.<\/p>\n<p>Deshalb ist nach Ansicht des Bundesfinanzhofs die Sch\u00e4tzung des Bruttolistenpreises durch das Finanzgericht nicht zu hoch. Da es keinen inl\u00e4ndischen Bruttolistenpreis gab, konnte das Finanzgericht dazu die inl\u00e4ndischen Endverkaufspreise freier Importeure heranziehen. Es musste nicht den Wert ansetzen, den ein deutscher Kunde h\u00e4tte aufbringen m\u00fcssen, wenn er ohne Ber\u00fccksichtigung verschiedener Handelsstufen das Fahrzeug zum amerikanischen Listenpreis importiert. Der generalisierende Bruttolistenpreis schlie\u00dft die Handelsstufe des Neuwagenh\u00e4ndlers und dessen Verkaufsmarge mit ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Importfahrzeuge: Inl\u00e4ndischer Listenpreis darf gesch\u00e4tzt werden \u00a0 Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils bei der 1-%-Methode ist der Listenpreis. Bei Importfahrzeugen darf der Listenpreis nach den typischen Bruttoabgabepreisen inl\u00e4ndischer Importeure gesch\u00e4tzt werden. \u00a0 Hintergrund X betrieb einen Gro\u00dfhandel. In seinem Betriebsverm\u00f6gen befand sich ein Ford Mustang. 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