{"id":48286,"date":"2018-06-03T11:10:51","date_gmt":"2018-06-03T09:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48286"},"modified":"2018-06-03T11:10:51","modified_gmt":"2018-06-03T09:10:51","slug":"zur-frage-der-steuerpflicht-von-zinsen-aus-einer-kapitallebensversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zur-frage-der-steuerpflicht-von-zinsen-aus-einer-kapitallebensversicherung\/","title":{"rendered":"Zur Frage der Steuerpflicht von Zinsen aus einer Kapitallebensversicherung"},"content":{"rendered":"<h3 id=\"nrwetitle\">Finanzgericht D\u00fcsseldorf, 15 K 2050\/16 F<\/h3>\n<div id=\"enclosingDiv\" class=\"maindiv\">\n<div class=\"feldbezeichnung\">Datum:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">06.09.2017<\/div>\n<div class=\"feldbezeichnung\">Gericht:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">Finanzgericht D\u00fcsseldorf<\/div>\n<div class=\"feldbezeichnung\">Spruchk\u00f6rper:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">15. Senat<\/div>\n<div class=\"feldbezeichnung\">Entscheidungsart:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">Urteil<\/div>\n<div class=\"feldbezeichnung\">Aktenzeichen:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">15 K 2050\/16 F<\/div>\n<div class=\"feldbezeichnung\">ECLI:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">ECLI:DE:FGD:2017:0906.15K2050.16F.00<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"borderBottom\"><\/div>\n<div class=\"maindiv\">\n<div class=\"feldbezeichnung\">Tenor:<\/div>\n<div class=\"feldinhalt\">\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt die Kosten des Verfahrens.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"borderBottom\"><\/div>\n<div class=\"maindiv\"><span class=\"absatzRechts\">1<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">\u00a0<strong>Tatbestand<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">2<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Streitig ist die Steuerpflicht von Zinsen aus einer Kapitallebensversicherung.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">3<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Der Kl\u00e4ger erwarb gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau (A) mit notariellem Kaufvertrag vom 26.11.1998 das Einfamilienhaus \u201eB\u201c zu einem Kaufpreis von 329.400 DM (= 168.420 \u20ac). Die gesamten Anschaffungskosten\/Herstellungskosten betrugen 360.812 DM (= 184.480,24 \u20ac). Das Einfamilienhaus wird seit 1999 vermietet.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">4<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Zur Finanzierung der Anschaffung des Einfamilienhauses nahmen der Kl\u00e4ger und seine damalige Ehefrau u.a. Darlehen bei der C i.H.v. 185.000 DM (= 94.589 \u20ac) und der D (Darlehens-Nr. ..) i.H.v. 76.000 DM (= 38.858 \u20ac) auf.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">5<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Im M\u00e4rz 2006 \u00fcbernahm der Kl\u00e4ger den Anteil von seiner damaligen Frau.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">6<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Am 17.11.2006 schloss der Kl\u00e4ger mit der D ein Forward-Darlehen \u00fcber einen Betrag i.H.v. 112.000 \u20ac ab, mit dem die Ursprungsdarlehen zum 01.07.2009 abgel\u00f6st werden sollten. Die bereitstellungszinsfreie Zeit betrug 32 Monate. Anschlie\u00dfend sollten Bereitstellungszinsen i.H.v. 3 % p.a. anfallen.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">7<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Mit Schreiben vom 21.07.2008 k\u00fcndigte der Kl\u00e4ger gegen\u00fcber E &#8211; als Rechtsnachfolgerin der C \u2013 den Darlehensvertrag zum 01.07.2009. Daraufhin wurde dem Kl\u00e4ger im August 2008 mitgeteilt, eine K\u00fcndigung k\u00f6nne vertragsgem\u00e4\u00df erst zum 06.07.2010 erfolgen.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">8<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Am 05.07.2010 valutierte die D den Darlehensbetrag i.H.v. 112.000 \u20ac auf ein Konto der damaligen Eheleute. Am gleichen Tag nahm der Kl\u00e4ger eine sog. \u201eeilige \u00dcberweisung\u201c i.H.v. 80.322,45 \u20ac an die E vor, mit der u.a. der Darlehensrestbetrag abgel\u00f6st wurde. F\u00fcr diese \u00dcberweisung fielen Geb\u00fchren i.H.v. 9,50 \u20ac (Target 2-\u00dcberweisung) an. Die D buchte vom Konto der damaligen Ehegatten zugleich einen Betrag i.H.v. 3.248 \u20ac f\u00fcr Bereitstellungszinsen (= 3 % von 112.000 \u20ac f\u00fcr die Zeit vom 17.07.2009 bis 05.07.2010) aus dem Forward-Darlehen ab. Mit Gutschrift i.H.v. 26.979,89 \u20ac (Tilgungsanteil: 26.904,45 \u20ac und Zinsanteil: 75,44 \u20ac) am 06.07.2010 l\u00f6ste der Kl\u00e4ger das Ursprungsdarlehen bei der D ab.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">9<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Mit einer Anzeige nach \u00a7 29 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (EStDVO) vom 16.07.2010 zeigte die D dem Beklagten an, dass der Kl\u00e4ger ihr zur Tilgung und Sicherung des Abl\u00f6sedarlehens\/Forward-Darlehens mit Vereinbarung vom 21.06.2010 seine Anspr\u00fcche aus einer Kapitallebensversicherung bei der F i.H.v. 38.000\u00a0\u20ac abgetreten habe.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">10<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Am 06.10.2014 erlie\u00df der Beklagte einen Bescheid \u00fcber die gesonderte Feststellung der Steuerpflicht der Zinsen aus der Kapitallebensversicherung. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte der Beklage an, die umfassende Steuerpflicht der Zinsen folge aus der Mitfinanzierung folgender Aufwendungen:<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">11<\/span><\/p>\n<ul class=\"absatzLinks\">\n<li><span class=\"absatzRechts\">12<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Target 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 9,50 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">13<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Zinsen f\u00fcr das abgel\u00f6ste Darlehen bei D\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 75,44 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">14<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Verwendung unbekannt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1.400,16 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"absatzRechts\">15<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Die Bagatellgrenze nach \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a letzter Hs EStG a.F. gelte nur im Fall der erstmaligen Finanzierung von AK\/HK. F\u00fcr Umschuldungsdarlehen k\u00f6nne sie nicht erneut in Anspruch genommen werden (Verweis auf BMF-Schreiben v. 15.06.2000, Tz. 43).<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">16<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Hiergegen wandte sich der Kl\u00e4ger mit dem Einspruch. Von der Summe des Abl\u00f6sedarlehens i.H.v. 112.000 \u20ac habe er 107.226,90 \u20ac f\u00fcr die Abl\u00f6sung der Ursprungsdarlehen verwandt. Von dem Differenzbetrag i.H.v. 4.773,10 \u20ac habe er 3.248 \u20ac f\u00fcr Bereitstellungszinsen aufgewandt. Diese Bereitstellungszinsen seien bank\u00fcbliche einmalige Finanzierungskosten, die er steuerunsch\u00e4dlich habe mitfinanzieren d\u00fcrfen. Dies gelte (unter Verweis auf FG K\u00f6ln, Urt. v. 22.06.2006 \u2013 10 K 3478\/02, Entscheidungen der Finanzgerichte \u2013EFG- 2006, 1509) auch in sog. Neuf\u00e4llen (Darlehensvalutierung des umzuschuldenden Darlehens und Abtretung nach dem 13.02.1992). Die Bereitstellungszinsen seien nicht mit in die Bagatellgrenze einzubeziehen. Zudem sei die Bereitstellungsprovision in seinem Fall selbst ein Darlehen und erm\u00f6gliche die Anwendung der Tz. 48 des BMF-Schreibens vom 15.06.2000. Lediglich den verbleibenden Restbetrag i.H.v. 1.525,10 \u20ac (= 1.440,16 \u20ac [andere mit der Umschuldung im Zusammenhang stehende Kosten] + 75,44 \u20ac [Zinsen Ursprungsdarlehen D + 9,50 \u20ac [\u00dcberweisungskosten]) habe er steuersch\u00e4dlich verwandt. Dieser Betrag falle jedoch unter die Bagatellgrenze von 5.000 DM (= 2.556 \u20ac), die nach der Rechtsprechung auch in Umschuldungsf\u00e4llen gelte.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">17<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Mit Einspruchsentscheidung vom 06.07.2016 wies der Beklagte den Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Die Steuersch\u00e4dlichkeit resultiere daraus, dass ein Fall der \u00dcberfinanzierung vorliege. Mit Urteil vom 19.01.2010 \u2013 VIII R 40\/06, Bundessteuerblatt \u2013BStBl- II 2011, 254 habe der Bundesfinanzhof \u2013 BFH \u2013 u.a. entschieden, dass auch in Umschuldungsf\u00e4llen bank\u00fcbliche Finanzierungskosten mitfinanziert werden k\u00f6nnten. Mitfinanzierte einmalige Finanzierungskosten i.S.d. Tz. 15 des BMF-Schreibens vom 15.06.2000, d.h. Disagio, Aufwendungen f\u00fcr Zinsbegrenzungsvereinbarungen etc., seien auf die Bagatellgrenze von 2.556 \u20ac anzurechnen. Dies habe zur Folge, dass immer dann, wenn einmalige Finanzierungskosten i.d.S. von mehr als 2.556 \u20ac mitfinanziert w\u00fcrden, die Bagatellgrenze, die alle denkbaren Aufwendungen einschlie\u00dflich privater Verwendungen umfasse, \u00fcberschritten werde (BFH, Urt. v. 12.10.2005 \u2013 VIII R 19\/04, Sammlung amtlich nicht ver\u00f6ffentlichter Entscheidungen des BFH \u2013 BFH\/NV- 2006, 288).<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">18<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Der Kl\u00e4ger verfolgt sein Begehren mit der Klage unter Verweis auf sein vorprozessuales Vorbringen weiter.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">19<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">20<\/span><\/p>\n<ul class=\"absatzLinks\">\n<li><span class=\"absatzRechts\">21<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">1. den Feststellungsbescheid vom 6.10.2014 \u00fcber die gesonderte Feststellung der Steuerpflicht von Zinsen aus Kapitallebensversicherung in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 06.07.2016 aufzuheben,<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">22<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">2. den Beklagten zu verurteilen, die au\u00dferrechnungsm\u00e4\u00dfigen und rechnungsm\u00e4\u00dfigen Zinsen aus den in den Beitr\u00e4gen zur Versicherung des Kl\u00e4gers bei der F enthaltenen Sparanteilen als nicht einkommensteuerpflichtig anzuerkennen,<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">23<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">3. hilfsweise die Revision zuzulassen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"absatzRechts\">24<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Der Beklagte beantragt,<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">25<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Klage abzuweisen<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">26<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Erg\u00e4nzend zu den Gr\u00fcnden im Einspruchsverfahren weist er darauf hin, dass die vom Kl\u00e4ger zitierte E-Mail der Oberfinanzdirektion \u2013OFD- vom 16.01.2015, in der diese dem Beklagten zu einer Abhilfe des Einspruchs geraten habe, nicht den vorliegenden, sondern einen anderen Steuerfall betreffe.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">27<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Das Gericht hat die Steuerakten zum Verfahren beigezogen. Auf den \u00fcbersandten Verwaltungsvorgang und auf die Schrifts\u00e4tze der Beteiligten wird wegen der weiteren Einzelheiten Bezug genommen<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">28<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\"><strong>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">29<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Die Klage ist unbegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">30<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Der Bescheid \u00fcber die gesonderte Feststellung der Steuerpflicht von Zinsen aus Kapitallebensversicherungen vom 06.10.2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 06.07.2016 ist rechtm\u00e4\u00dfig und verletzt den Kl\u00e4ger nicht in seinen Rechten, \u00a7 100 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung \u2013FGO-.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">31<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Nach \u00a7 179 Abs. 1 und \u00a7 180 Abs. 2 der Abgabenordnung \u2013AO- i.V.m. \u00a7 9 der Verordnung \u00fcber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach \u00a7 180 Abs. 2 AO i.d.F. der Zweiten Verordnung zur \u00c4nderung der Verordnung \u00fcber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach \u00a7 180 Abs. 2 AO vom 16.12.1994 (BStBl I 1995, 3) stellt das f\u00fcr die Einkommensbesteuerung des Versicherungsnehmers zust\u00e4ndige Finanzamt die Steuerpflicht der au\u00dferrechnungsm\u00e4\u00dfigen und rechnungsm\u00e4\u00dfigen Zinsen aus den in den Beitr\u00e4gen enthaltenen Sparanteilen (\u00a7 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG) gesondert fest, wenn f\u00fcr die Beitr\u00e4ge zur Versicherung auf den Erlebens- oder Todesfall die Voraussetzungen f\u00fcr den Sonderausgabenabzug nach \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 EStG nicht erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">32<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Zinsen aus den Sparanteilen, die in den Beitr\u00e4gen zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall enthalten sind, sind nach \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 EStG steuerpflichtig. Nach Satz 2 der Vorschrift gilt dies nicht f\u00fcr Zinsen aus Versicherungen i.S. des \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG, die mit Beitr\u00e4gen verrechnet oder im Versicherungsfall oder im Fall des R\u00fcckkaufs des Vertrages nach Ablauf von zw\u00f6lf Jahren seit dem Vertragsabschluss ausgezahlt werden. Die Beitr\u00e4ge zu den Versicherungen i.S. des \u00a7 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG k\u00f6nnen mit den in Abs. 2 derselben Vorschrift aufgef\u00fchrten Einschr\u00e4nkungen als Sonderausgaben abgezogen werden.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">33<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Nach \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 3 EStG i.d.F. des Steuer\u00e4nderungsgesetzes (St\u00c4ndG) 1992 vom 25. Februar 1992 (BStBl. I 1992, 146) &#8211;nachfolgend bis zum 31. Dezember 2004: \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 4 EStG&#8211; gilt die Steuerbefreiung nach Satz 2 in den F\u00e4llen des \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 EStG nur, wenn die Voraussetzungen f\u00fcr den Sonderausgabenabzug nach \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a, b oder c EStG erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">34<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Zwischen den Beteiligten ist \u2013 weil sie zutreffend davon ausgehen, dass alle anderen Tatbestandsvoraussetzungen erf\u00fcllt sind \u2013 allein streitig, ob die Voraussetzungen des \u00a7\u00a010 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG \u2013 der einzig f\u00fcr den Sonderausgabenabzug in Betracht kommenden Norm \u2013 gegeben sind.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">35<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Das setzt voraus, dass das Darlehen unmittelbar und ausschlie\u00dflich der Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes dient, das dauernd zur Erzielung von Eink\u00fcnften bestimmt und keine Forderung ist, und dass die ganz oder zum Teil zur Tilgung oder Sicherung verwendeten Anspr\u00fcche aus Versicherungsvertr\u00e4gen nicht die mit dem Darlehen finanzierten Anschaffungs- oder Herstellungskosten \u00fcbersteigen; dabei ist unbeachtlich, wenn diese Voraussetzungen bei Darlehen oder bei zur Tilgung oder Sicherung verwendeten Anspr\u00fcchen aus Versicherungsvertr\u00e4gen jeweils insgesamt f\u00fcr einen Teilbetrag bis zu 2.556 \u20ac nicht erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">36<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Diese Voraussetzungen des \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG sind indes nicht gegeben, weil mit dem Abl\u00f6sungsdarlehen \u00fcber 112.000 \u20ac Aufwendungen finanziert wurden, die nicht zur G\u00e4nze zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts geh\u00f6ren und weil der anderweitig verwendete Teil der finanzierten Aufwendungen \u00fcber die Bagatellgrenze von 2.556 \u20ac nach \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG hinausgeht.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">37<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">F\u00fcr die Frage, ob ein Darlehen ganz oder teilweise f\u00fcr Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts verwendet worden ist, kommt es nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung auf die tats\u00e4chliche Verwendung der Darlehensmittel an (BFH, Urt. vom 02.12.2014 \u2013 VIII R 16\/12, zitiert nach juris, Rz. 23 m.w.N.).<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">38<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Vorliegend hat der Kl\u00e4ger die Summe des Abl\u00f6sedarlehens i.H.v. 112.000 \u20ac wie folgt verwandt:<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">39<\/span><\/p>\n<ul class=\"absatzLinks\">\n<li><span class=\"absatzRechts\">40<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Abl\u00f6sung der Ursprungsdarlehen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 107.226,90 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">41<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Bereitstellungszinsen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 3.248,00 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">42<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Andere Kosten der Umschuldung \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 1.440,16 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">43<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Zinsen Ursprungsdarlehen D\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 75,44 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<li><span class=\"absatzRechts\">44<\/span>\n<p class=\"absatzLinks\">Target 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 9,50 \u20ac<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"absatzRechts\">45<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Allein die tats\u00e4chliche Mitfinanzierung der Bereitstellungszinsen i.H.v. 3.248 \u20ac als neu anfallende Finanzierungskosten ist aus Sicht des Senats steuersch\u00e4dlich (vgl.\u00a0<em>S\u00f6hn<\/em>\u00a0in K\/S\/M, EStG, \u00a7 10 Rz. P 123 und Rz. P 252 (M\u00e4rz 2005);\u00a0<em>Lindberg<\/em>\u00a0in Frotscher, EStG, \u00a7 10 Rz. 203 (M\u00e4rz 2014);\u00a0<em>Bauschatz<\/em>\u00a0in Korn, EStG, \u00a7 10 Rz. 250 (September 2015);\u00a0<em>Horlemann<\/em>, DStR 2001, S. 337 (338); BMF-Schreiben vom 15.06.2000, Rz. 44 a.E.). Insofern ist der Beklagte im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass ein Fall der \u00dcberfinanzierung vorliegt.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">46<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Dem steht auch nicht der Hinweis des Kl\u00e4gers auf das Urteil des FG K\u00f6ln v. 22.06.2006 \u2013 10 K 3478\/02, EFG 2006, 1509, welches im Revisionsverfahren im Ergebnis vom BFH (Urt. v. 19.10.2010 \u2013 VIII R 40\/06, BStBl II 2011, 254) best\u00e4tigt wurde, entgegen. Denn diese Urteile betreffen nicht die Finanzierung von Bereitstellungszinsen, sondern die Anschlussfinanzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten durch Neudarlehen mit Disagiovereinbarung. Hierin sieht der BFH, wie er in seinem Urteil vom 12.10.2011 \u2013 VIII R 49\/09, BStBl II 2014, 156 ausdr\u00fccklich festgestellt hat, einen Sonderfall, der nach Ansicht des Senats nicht auf die Finanzierung von Bereitstellungszinsen zu \u00fcbertragen ist. Mit der tats\u00e4chlichen Verwendung der Darlehensmittel f\u00fcr die angefallenen Bereitstellungszinsen hat der Kl\u00e4ger vielmehr Finanzierungskosten mit Darlehensmitteln beglichen. Damit hat er das Darlehen nicht in der vom Gesetz geforderten Weise verwendet mit der Folge, dass keine \u201eunmittelbare und ausschlie\u00dfliche\u201c Verwendung f\u00fcr den beg\u00fcnstigten Zweck gegeben ist (vgl. BFH, Urt. v. 12.10.2011 \u2013 VIII R 7\/09, BFH\/NV 2012, 564).<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">47<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Ungeachtet der fehlenden Bindungswirkung von BMF-Schreiben f\u00fcr das Gericht ist der Hinweis des Kl\u00e4gers auf Tz. 48 des BMF-Schreibens vom 15.06.2000 ebenfalls nicht zielf\u00fchrend. Zun\u00e4chst ist unstreitig, dass \u2013 wie in Satz 1 von Tz. 48 des BMF-Schreibens vom 15.06.2000 festgehalten \u2013 mehrere Darlehen durch ein Darlehen umgeschuldet werden k\u00f6nnen. Satz 2 der Tz. 48 des BMF-Schreibens vom 15.06.2000 lautet: Sollen ein umzuschuldendes Darlehen prolongiert und ein oder weitere Darlehen umgeschuldet werden, kann das zu prolongierende Darlehen um das oder die umzuschuldenden Darlehen aufgestockt werden. Ein solcher Fall ist vorliegend offensichtlich nicht gegeben. Dass f\u00fcr das Abl\u00f6sedarlehen Bereitstellungszinsen anfielen, steht nicht der Aufnahme eines weiteren Darlehens gleich.<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">48<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Da die sch\u00e4dliche Verwendung der Darlehensmittel f\u00fcr die Bereitstellungszinsen bereits die Bagatellgrenze nach \u00a7 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG \u00fcbersteigt, kann offen bleiben, ob diese \u00fcberhaupt in Umschuldungsf\u00e4llen Anwendung findet (vgl. hierzu FG Niedersachsen, Urt. v. 28.01.2003 \u2013 15 K 904\/99, EFG 2003, 1478 und FG M\u00fcnster, Urt. v. 13.03.2007 \u2013 1 K 3976\/05 F, zitiert nach juris).<\/p>\n<p><span class=\"absatzRechts\">49<\/span><\/p>\n<p class=\"absatzLinks\">Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<\/p>\n<div class=\"maindiv\">\n<p class=\"absatzLinks\"><span class=\"absatzRechts\">50<\/span><\/p>\n<p>Die Revision war nicht zuzulassen, da ein Grund i.S. von \u00a7 115 Abs. 2 FGO nicht vorliegen. Das Urteil beruht auf einer Anwendung der Grunds\u00e4tze der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finanzgericht D\u00fcsseldorf, 15 K 2050\/16 F Datum: 06.09.2017 Gericht: Finanzgericht D\u00fcsseldorf Spruchk\u00f6rper: 15. Senat Entscheidungsart: Urteil Aktenzeichen: 15 K 2050\/16 F ECLI: ECLI:DE:FGD:2017:0906.15K2050.16F.00 Tenor: Die Klage wird abgewiesen. Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt die Kosten des Verfahrens. 1 \u00a0Tatbestand 2 Streitig ist die Steuerpflicht von Zinsen aus einer Kapitallebensversicherung. 3 Der Kl\u00e4ger erwarb gemeinsam mit seiner damaligen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zur-frage-der-steuerpflicht-von-zinsen-aus-einer-kapitallebensversicherung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zur Frage der Steuerpflicht von Zinsen aus einer Kapitallebensversicherung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48286"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48286\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}