{"id":48510,"date":"2018-06-28T09:19:48","date_gmt":"2018-06-28T07:19:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48510"},"modified":"2020-09-15T11:52:21","modified_gmt":"2020-09-15T09:52:21","slug":"familienentlastungsgesetz-bundeskabinett-beschliesst-steuerentlastungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/familienentlastungsgesetz-bundeskabinett-beschliesst-steuerentlastungen\/","title":{"rendered":"Familienentlastungsgesetz: Bundeskabinett beschlie\u00dft Steuerentlastungen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Bis zu zehn Milliarden Euro f\u00fcr Familien<\/h2>\n<p>Familien weiter st\u00e4rken, Steuerzahler sp\u00fcrbar entlasten. Diese Anliegen sind der Bundesregierung sehr wichtig. Sie hat deshalb das Familienentlastungsgesetz auf den Weg gebracht und damit finanzielle Erleichterungen von rund zehn Milliarden Euro j\u00e4hrlich beschlossen.<\/p>\n<p>Gute Nachrichten f\u00fcr Familien: Ab dem 1. Juli 2019 steigen Kindergeld und Freibetr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Eltern sind aufgrund ihrer Familienpflichten finanziell oft weniger leistungsf\u00e4hig als kinderlose Menschen. Das muss bei der Bemessung der Einkommensteuer &#8211; vor allem beim Kinderfreibetrag und Kindergeld &#8211; angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Mit dem Familienentlastungsgesetz geht die Bundesregierung \u00fcber das verfassungsrechtlich Notwendige deutlich hinaus und leistet \u2013 wie im Koalitionsvertrag vereinbart &#8211; einen sp\u00fcrbaren Beitrag zur finanziellen St\u00e4rkung von Familien.<\/p>\n<\/article>\n<article>\n<h2>Kindergeld und Freibetr\u00e4ge steigen<\/h2>\n<p>Das Kindergeld steigt um rund f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n<p>Ab 1. Juli 2019 steigt das Kindergeld in der ersten Stufe um zehn Euro monatlich. Das entspricht einer Erh\u00f6hung von rund f\u00fcnf Prozent. Eine zweite Stufe ist zum 1. Januar 2021 vorgesehen.<\/p>\n<p>Die Kindergelderh\u00f6hung wird beim steuerlichen Kinderfreibetrag nachvollzogen. Als Jahresbetrag w\u00e4chst er daher in zwei gleichen Teilen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 um jeweils 192 Euro.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Erwachsene steigt der Grundfreibetrag: 2019 auf 9.168 Euro und 2020 auf 9.408 Euro. Auf diesen Teil des Einkommens muss keine Einkommensteuer gezahlt werden.<\/p>\n<p><b><strong>Eine Beispielrechnung:<\/strong><\/b>\u00a0Eine Familie mit einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro wird ab 2019 um 9,36 Prozent entlastet, das bedeutet f\u00fcr sie 251 Euro mehr im Jahr. Bei einem Familieneinkommen von 120.000 Euro brutto soll die Entlastung 380 Euro im Jahr betragen.<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">aktuell<br \/>\nin Euro<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">ab 2019<br \/>\nin Euro<\/th>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\">ab 2020<br \/>\nin Euro<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Grundfreibetrag und Unterhaltsh\u00f6chstbetrag<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">9.000<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">9.168<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">9.408<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Kinderfreibetrag<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">7.428<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">7.620<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">7.812<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Kindergeld (monatlich)<br \/>\n1. und 2. Kind<br \/>\n3. Kind<br \/>\n4. Kind und weitere<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n194<br \/>\n200<br \/>\n225<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n204<br \/>\n210<br \/>\n235<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n204<br \/>\n210<br \/>\n235<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/article>\n<h2>&#8222;Kalte Progression&#8220; einged\u00e4mmt<\/h2>\n<p>Die sogenannte &#8222;kalte Progression&#8220; soll k\u00fcnftig nicht mehr zu einer h\u00f6heren Steuerlast f\u00fchren. Es kommt vor, dass manche trotz Lohnerh\u00f6hung real nicht mehr Geld zur Verf\u00fcgung haben. Hintergrund ist die Berechnung der Einkommensteuer mittels Einkommensstufen. Diese Belastungswirkung bereinigt die Bundesregierung und passt den Grundfreibetrag und den Kinderfreibetrag f\u00fcr 2019 und 2020 entsprechend an.<\/p>\n<p>Bundestag und der Bundesrat m\u00fcssen dem Familienentlastungsgesetz noch zustimmen.<\/p>\n<p>Verfassungsrechtlich geboten sind die Anpassung von Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag an die Vorgaben des j\u00e4hrlichen Existenzminimumberichts. Der Koalitionsvertrag sieht vor, den Kinderfreibetrag an die Kindergeld-Erh\u00f6hung zu koppeln. Der Freibetrag steigt 2019 und 2020 deshalb st\u00e4rker als das Kindes-Existenzminimum. Bedingt durch den Abbau der kalten Progression geht auch die Grundfreibetrags-Erh\u00f6hung f\u00fcr 2019 \u00fcber das Existenzminimum f\u00fcr Erwachsene hinaus. Als Basis f\u00fcr die Erh\u00f6hungen des Grundfreibetrags f\u00fcr Erwachsene und f\u00fcr den Umfang der Inflation dienen aktuell noch vorl\u00e4ufige Daten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Quelle: Bundesregierung, Pressemitteilung vom 27.06.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis zu zehn Milliarden Euro f\u00fcr Familien Familien weiter st\u00e4rken, Steuerzahler sp\u00fcrbar entlasten. Diese Anliegen sind der Bundesregierung sehr wichtig. Sie hat deshalb das Familienentlastungsgesetz auf den Weg gebracht und damit finanzielle Erleichterungen von rund zehn Milliarden Euro j\u00e4hrlich beschlossen. Gute Nachrichten f\u00fcr Familien: Ab dem 1. Juli 2019 steigen Kindergeld und Freibetr\u00e4ge. 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