{"id":48530,"date":"2018-06-28T09:30:54","date_gmt":"2018-06-28T07:30:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48530"},"modified":"2018-06-28T09:30:58","modified_gmt":"2018-06-28T07:30:58","slug":"einstufung-von-nahrungsergaenzungsmittel-in-position-2106-der-kombinierten-nomenklatura","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einstufung-von-nahrungsergaenzungsmittel-in-position-2106-der-kombinierten-nomenklatura\/","title":{"rendered":"Einstufung von Nahrungserg\u00e4nzungsmittel  in Position 2106 der Kombinierten Nomenklatura"},"content":{"rendered":"<div class=\"bsbold VersatztNachLinks\">\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dd>1. Einstufung von Nahrungserg\u00e4ngzungsmitteln in Position 2106 der Kombinierten Nomenklatura, so dass die Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nicht gem. \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. der lfd. Nr. 33 der Anlage 2 dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterfallen.<\/p>\n<p>2. Qualifizierung von Kaffeefarten als Reiseleistungen<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>Revision eingelegt &#8211; BFH-Az.: V R 54\/17<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bssmall\">Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 5. Senat, Urteil vom 19.01.2017, 5 K 128\/15, ECLI:DE:FGNI:2017:0119.5K128.15.00<\/p>\n<p class=\"bssmall\">\u00a7 12 Abs 2 Nr 1 UStG, Anl 2 Nr 33 UStG, \u00a7 25 UStG<\/p>\n<div>\n<h4 class=\"doc\">TATBESTAND<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_1\"><\/a>1<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin wurde im Jahr 1992 gegr\u00fcndet. Gegenstand ihres Unternehmens ist die Beschaffung und der Handel mit Textilien und Waren aller Art sowie die Planung und Organisation von Werbeveranstaltungen sowie Tages- und Mehrtagesfahrten. In diesem Rahmen veranstaltet die Kl\u00e4gerin (landl\u00e4ufig sog.) Kaffeefahrten.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_2\"><\/a>2<\/dt>\n<dd>Im Rahmen einer Au\u00dfenpr\u00fcfung traf der Beklagte folgende Feststellungen f\u00fcr die Streitjahre (siehe BP-Bericht vom 04.07.2014):<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_3\"><\/a>3<\/dt>\n<dd><strong>1. Steuersatz f\u00fcr das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel \u201e<\/strong><strong><em>XY<\/em><\/strong><strong>\u00a0plus\u201c<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_4\"><\/a>4<\/dt>\n<dd>F\u00fcr das Produkt seien keine Zolltarifausk\u00fcnfte vorgelegt worden. Die Nachweispflicht f\u00fcr die Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes obliege der Kl\u00e4gerin. Mangels eines entsprechenden Nachweises komme der erm\u00e4\u00dfigte Steuersatz nicht zur Anwendung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_5\"><\/a>5<\/dt>\n<dd>Die mitverkauften Lachs\u00f6lkapseln hat die Au\u00dfenpr\u00fcfung im Rahmen einer Sch\u00e4tzung mit 20 % den Ums\u00e4tzen zum erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz zugeordnet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_6\"><\/a>6<\/dt>\n<dd>Die Au\u00dfenpr\u00fcfung \u00e4nderte die Besteuerungsgrundlagen wie folgt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_7\"><\/a>7<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"5\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2001<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2002<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2003<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2004<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">mehr Umsatz 16 v.H.<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">weniger Umsatz 7 v.H.<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_8\"><\/a>8<\/dt>\n<dd>Die Ermittlung dieser Besteuerungsgrundlagen ergibt sich aus einer Aufstellung des Pr\u00fcfers, die der Beklagte mit Schriftsatz vom 13.01.2017 \u00fcbersandt hat. Danach hat der Pr\u00fcfer &#8211; ausgehend von den erkl\u00e4rten Ums\u00e4tzen zu 7% &#8211;\u00a0\u00a0(z.B.: DM \u2026 f\u00fcr 2001) zun\u00e4chst die Ums\u00e4tze in Abzug gebracht, f\u00fcr die eine Bescheinigung (unverbindliche Zolltarifauskunft) mit 7% vorlag. Der sich danach ergebende Wert \u201eohne Bescheinigung\u201c (DM \u2026 f\u00fcr 2001) wurde entsprechend des Verh\u00e4ltnisses 80 % (Regelsteuersatz) zu 20 % (erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz) aufteilt, so dass regelbesteuerte Ums\u00e4tze z.B. f\u00fcr 2001 in H\u00f6he von DM \u2026 ermittelt wurden (42,65 % der Gesamtums\u00e4tze). Unter Anwendung dieses Aufteilungsma\u00dfstabs auf die Nettoums\u00e4tze \u201eGesundheitspaket\u201c ermittelte der Pr\u00fcfer dann die \u201emehr-Ums\u00e4tze\u201c zu 16 % bzw. die \u201eweniger-Ums\u00e4tze\u201c zu 7 % (z.B. f\u00fcr 2001: \u201emehr-Umsatz 16 v.H.\u201c in H\u00f6he von \u2026 DM und \u201eweniger-Umsatz 7 %\u201c in H\u00f6he von \u2026 DM\u201c).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_9\"><\/a>9<\/dt>\n<dd><strong>2. Aufteilung von Gesamtkaufpreisen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_10\"><\/a>10<\/dt>\n<dd>Auf den Verkaufsveranstaltungen der Kl\u00e4gerin seien Warenpakete zu einem Gesamtverkaufspreis angeboten worden. Die Zusammenstellung dieser Warenpakete falle je nach Verkaufssprecher und Veranstaltung unterschiedlich aus. Soweit die Warenpakete Gegenst\u00e4nde enthielten, die dem erm\u00e4\u00dfigten und dem vollen Steuersatz unterlagen, habe die Kl\u00e4gerin der Wareneinsatz nach den folgenden Aufschlags\u00e4tzen aufgeteilt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_11\"><\/a>11<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Nahrungserg\u00e4nzungsmittel (<em>XY<\/em>) 7 %:<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">650 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Verkaufsartikel 16 %:<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">476 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Zugaben 16 %<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">100 %.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_12\"><\/a>12<\/dt>\n<dd>Im Rahmen der Au\u00dfenpr\u00fcfung vertrat die Kl\u00e4gerin nunmehr die Auffassung, dass der Verkaufserl\u00f6s bei solchen Warenpakete haupts\u00e4chlich f\u00fcr die erm\u00e4\u00dfigt zu besteuern Waren entrichtet wurden, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen lediglich als Zugabe anzusehen seien.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_13\"><\/a>13<\/dt>\n<dd>Nach den Feststellungen der Au\u00dfenpr\u00fcfung seien dieser Artikel bei den Verkaufsveranstaltungen jedoch auch einzeln bzw. als Hauptartikel ver\u00e4u\u00dfert worden. Ein einheitlicher Aufschlagsatz f\u00fcr einzelne Artikel sei kaum zu ermitteln, da dieser stark von den Verkaufsteams und der Verkaufssituation (Teilnehmerkreis, Kauflaune, etc.) der einzelnen Verkaufsveranstaltung abh\u00e4ngig sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_14\"><\/a>14<\/dt>\n<dd>Einen Antrag auf Trennung der Entgelte nach \u00a7 63 UStDV habe die Kl\u00e4gerin f\u00fcr den Pr\u00fcfungszeitraum nicht gestellt. Die \u00dcberpr\u00fcfung der Aufschlagss\u00e4tze durch die Au\u00dfenpr\u00fcfung habe ergeben, dass bei Einzelverk\u00e4ufen von Nahrungserg\u00e4nzungsmittel ein Aufschlagsatz in H\u00f6he von 549 % bzw. 564 % erzielt wurde. Bei (isolierten) Verk\u00e4ufen von sog. Zugabeartikeln habe die Kl\u00e4gerin Aufschlags\u00e4tze von 191 % bis 781 % erzielt, wobei ein Aufschlagsatz von unter 300 % eher die Ausnahme gewesen sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_15\"><\/a>15<\/dt>\n<dd>Die Au\u00dfenpr\u00fcfung sah es als fraglich an, ob die bisher angewandte Methode als \u201eeinfachstm\u00f6gliche\u201c Aufteilungsmethode angesehen werden k\u00f6nne. Angesichts der langen Verfahrensdauer und des weit zur\u00fcckliegenden Pr\u00fcfungszeitraums erscheine es aber sachgerecht, den bisherigen Aufteilungsma\u00dfstab beizubehalten, da sich die von der Kl\u00e4gerin angesetzten Aufschlags\u00e4tze noch im Rahmen der von der Au\u00dfenpr\u00fcfung ermittelten Aufschlags\u00e4tze bewegten.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_16\"><\/a>16<\/dt>\n<dd><strong>3. Busleistungen als Reisevorleistungen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_17\"><\/a>17<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin ist der Auffassung, dass Vorsteuern aus den eingekauften Bus- und Verpflegungsleistungen zu gew\u00e4hren seien. Die Tagesausfl\u00fcge h\u00e4tten nur der F\u00f6rderung des Warenverkaufs gedient (Nebenleistungen zum Verkauf). Selbst wenn \u00a7 25 UStG anzuwenden w\u00e4re, st\u00fcnden ihr die Vorsteuern aus den Buskosten zu, da sie die Busse mit Busfahrern anmiete und die Busunternehmer keinerlei Einfluss auf die Route und das Reiseziel h\u00e4tten.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_18\"><\/a>18<\/dt>\n<dd>Die Au\u00dfenpr\u00fcfung sah es demgegen\u00fcber als unerheblich an, dass einziger Zweck der durchgef\u00fchrten Tagesausfl\u00fcge die F\u00f6rderung des Warenverkaufs auf den Verkaufsveranstaltungen sei. Die Leistungen, die die Kl\u00e4gerin im Rahmen ihrer Bustouren erbringe, seien nach den Grunds\u00e4tzen des \u00a7 25 UStG zu besteuern.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_19\"><\/a>19<\/dt>\n<dd>Nach Abschn. 272 Abs. 8 UStR 2008 gelte \u00a7 25 UStG nur bei der Inanspruchnahme von Reisevorleistungen durch den Reiseunternehmer, nicht jedoch, soweit dieser Reiseleistungen durch den Einsatz eigener Mittel (Eigenleistungen) erbringe.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_20\"><\/a>20<\/dt>\n<dd>Das Finanzamt habe die beauftragten Busunternehmen angeschrieben und gebeten, unter Verwendung eines von der Kl\u00e4gerin gefertigten Vordrucks zu bescheinigen, ob es sich hinsichtlich der durchgef\u00fchrten Busfahrten um eine Anmietung von Bussen (Gestellung von Bussen) oder um eine Bef\u00f6rderungsleistung gehandelt habe. Ausweislich der abgegebenen Best\u00e4tigungen der Busunternehmer habe es sich nicht um \u201eBef\u00f6rderungsleistungen\u201c, sondern um die \u201eAnmietung von Bussen\u201c gehandelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_21\"><\/a>21<\/dt>\n<dd>Trotz der Best\u00e4tigungen der Busunternehmen hielt das Finanzamt daran fest, die Busleistungen als Reisevorleistungen (Bef\u00f6rderungsleistungen) und nicht als (vorsteuerabzugsberechtigte) Eigenleistungen zu bewerten. Als Begr\u00fcndung f\u00fchrt die Au\u00dfenpr\u00fcfung an:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_22\"><\/a>22<\/dt>\n<dd>&#8211; die Eingangsrechnungen wiesen i.d.R. ein konkretes Fahrziel aus,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_23\"><\/a>23<\/dt>\n<dd>&#8211; f\u00fcr Fahrten ins Ausland erfolgte eine Aufteilung des auf das Inland entfallenden Entgeltanteils (vgl.\u00a0\u00a0\u00a7 3b Abs. 1 Satz 4 UStG),<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_24\"><\/a>24<\/dt>\n<dd>&#8211; die Kl\u00e4gerin sei nicht im Besitz einer Genehmigung nach \u00a7 4 Abs. 1 Nr. 4 Personenbef\u00f6rderungsgesetz (PBefG),<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_25\"><\/a>25<\/dt>\n<dd>&#8211; die Kl\u00e4gerin mache Ausfallentsch\u00e4digung im Fall nicht ordnungsgem\u00e4\u00df durchgef\u00fchrter Reisen geltend,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_26\"><\/a>26<\/dt>\n<dd>&#8211; die Kl\u00e4gerin hafte nicht f\u00fcr Unf\u00e4lle; Reparaturen und Sch\u00e4den an den Bussen seien von ihr nicht getragen worden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_27\"><\/a>27<\/dt>\n<dd>Dementsprechend k\u00fcrzte die Au\u00dfenpr\u00fcfung die Vorsteuern aus den Busleistungen in folgender H\u00f6he:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_28\"><\/a>28<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"6\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2001<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2002<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2003<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2004<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2005<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2006<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 DM<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 \u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 \u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 \u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 \u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u2026 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_29\"><\/a>29<\/dt>\n<dd>Das Finanzamt wertete diese Feststellungen mit entsprechenden \u00c4nderungsbescheiden vom 05.08.2014 aus.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_30\"><\/a>30<\/dt>\n<dd>Hiergegen richtet sich die Klage.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_31\"><\/a>31<\/dt>\n<dd><strong>1. Steuersatz f\u00fcr die Kur \u201e<\/strong><strong><em>XY plus<\/em><\/strong><strong>\u201c<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_32\"><\/a>32<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin ist der Auffassung, dass die von ihr verkaufte Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel anzusehen sei und die Ums\u00e4tze daher nur mit 7 % zu besteuern seien.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_33\"><\/a>33<\/dt>\n<dd>Das streitgegenst\u00e4ndliche Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sei von dem benannten Zeugen A. entwickelt wurden. Es sei zun\u00e4chst durch das Unternehmen Georg G. GmbH, \u2026, sp\u00e4ter durch das Unternehmen S. GmbH \u2026 nach der Rezeptur des Entwicklers hergestellt wurden. Es enthalte folgende Inhaltsstoffe: \u2026 .<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_34\"><\/a>34<\/dt>\n<dd>Das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sei nach Angaben des Entwicklers nicht unmittelbar trinkbar, sondern m\u00fcsse laut Verzehrempfehlung mit Wasser verd\u00fcnnt zu sich genommen werden, da der S\u00e4uregehalt des Produkts zu hoch und daher eine unverd\u00fcnnte Zusichnahme ausgeschlossen sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_35\"><\/a>35<\/dt>\n<dd>Auf der Grundlage der o.g. Inhaltsstoffe habe die zolltechnische ZPLA M\u00fcnchen am 06.06.2008 eine unverbindliche Zolltarifauskunft f\u00fcr Umsatzsteuerzwecke erteilt und das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel als \u201eLebensmittelzubereitung anderweitig weder genannt noch inbegriffen\u201c in die Position 2016 KN (7 %) eingeordnet. Grund f\u00fcr die Einordnung sei der hohe S\u00e4uregehalt des Inhalts der Trinkfl\u00e4schchen, der eine unmittelbare Verwendung als Getr\u00e4nk ausschlie\u00dfe. So enthalte die Zolltarifauskunft des ZLPA M\u00fcnchen vom 06.06.2008 den ausdr\u00fccklichen Hinweis: \u201eAufgrund des hohen S\u00e4uregehalts (8% Zitronens\u00e4ure) ist der Inhalt der Trinkflasche f\u00fcr die unmittelbare Verwendung als Getr\u00e4nk nicht geeignet und eine Einreihung in Kap. 22 der KN (Kombinierte Nomenklatura) ausgeschlossen\u201c. Best\u00e4tigt werde die Zolltarifauskunft des ZLPA M\u00fcnchen durch die eidesstattliche Versicherung des Herrn A., wonach die \u201eTrinkbarkeit des Produkts in Reinform stets ausgeschlossen und die Konsumenten darauf auch hingewiesen worden seien\u201c.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_36\"><\/a>36<\/dt>\n<dd>Zwar ergebe sich aus der vom Finanzamt vorgelegten Zolltarifauskunft der ZLPA Berlin vom 07.07.2003 ein Umsatzsteuersatz von 16% f\u00fcr das Produkt \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c. Die unterschiedliche steuerliche Behandlung in den Zolltarifausk\u00fcnften sei indes darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass es unterschiedliche Rezepturen f\u00fcr eine bestimmte Kur gebe. Die Kl\u00e4gerin habe nachweislich nur Kuren von der Fa. G. erworben, die mit Hilfe der Rezeptur von der Fa. L. GmbH hergestellt worden seien. Hierf\u00fcr liege dem Gericht eine entsprechende eidesstattliche Versicherung vom 06.01.2015 vor, die von Herrn A., dem Projektentwickler und Prokurist der mittlerweile aufgel\u00f6sten L. GmbH abgegeben worden sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_37\"><\/a>37<\/dt>\n<dd>Die Tarifauskunft ZLPA Berlin vom 07.07.2003 sei mangels vollst\u00e4ndiger Auflistung der verwendeten Zutaten als Nachweis ungeeignet. Ausweislich der unter Ziff. 7 \u201eWarenbeschreibung\u201c befindlichen Angaben sei in der Tarifauskunft vom 07.07.2003 der Verpackungsaufdruck des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels lediglich auszugsweise zitiert. Ein Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit lasse sich daraus nicht herleiten. Ob ein S\u00e4uerungsmittel in der Probe tats\u00e4chlich enthalten gewesen sei, sei mangels vollst\u00e4ndiger Auflistung der Inhaltsstoffe nicht mehr aufkl\u00e4rbar.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_38\"><\/a>38<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin benennt Herrn A. und Frau B. (Leitung, Vertrieb und Produktmanagement der S. GmbH, \u2026) als Zeugen daf\u00fcr, dass die Kl\u00e4gerin nur die von Herrn A. entwickelte Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c mit den o.g. Inhaltsstoffen verkauft habe. Sie f\u00fchrt hierzu in ihrem Schriftsatz vom 09.01.2017 folgendes aus:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_39\"><\/a>39<\/dt>\n<dd>\u00a0\u201e<em>c) die Rezeptur f\u00fcr das streitige Nahrungserg\u00e4nzungsmittel wurde von dem Zeugen A. vor dem Jahr 1998 entwickelt. Diese Tatsache ergibt sich aus der dem Finanzgericht vorliegenden eidesstattlichen Versicherung vom 06.01.2015. Das Unternehmen G., \u2026, das vormals auch eigene Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nach eigenen Rezepturen herstellte und vertrieb, wurde beauftragt, als Lohnunternehmen u.a. das streitbefangene Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nach der Rezeptur des Zeugen A. herzustellen.<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_40\"><\/a>40<\/dt>\n<dd><em>In der verwendeten Rezeptur ist unter anderem Zitronens\u00e4ure als Antioxidationsmittel enthalten. Zitronens\u00e4ure dient u.a. dazu, Vitamine und Farbe der Trinkemulsion zu erhalten. Die wesentlichen Bestandteile der Rezeptur wurden im Laufe der Jahre nicht ver\u00e4ndert. Es gab lediglich kleinere Optimierungen, um das Produkt zu verbessern. Nachdem das Unternehmen G. die Herstellung des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels eingestellt hatte, \u00fcbernahm das Unternehmen S. GmbH, \u2026 die weitere Herstellung. Verwendet wurde f\u00fcr die Herstellung des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels ausschlie\u00dflich die Rezeptur des Zeugen A..\u201c<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_41\"><\/a>41<\/dt>\n<dd>Im Ergebnis sei festzustellen, dass die Angaben der Kl\u00e4gerin und des Entwicklers in analoger Anwendung des EuGH-Urteils vom 28.04.2016 (C-233\/15 &#8211; Oniors Bio) als Nachweis daf\u00fcr geeignet seien, dass die fragliche Lebensmittelzubereitung nicht als \u201eunmittelbar trinkbar\u201c eingestuft werden k\u00f6nne. Diese Angaben w\u00fcrden durch die unverbindliche Zolltarifauskunft der ZLPA Berlin vom 07.07.2003 nicht in Frage gestellt, weil diese Zolltarifauskunft offensichtlich unvollst\u00e4ndig sei. Ma\u00dfgebend sei vielmehr die Zolltarifauskunft der ZLPA M\u00fcnchen vom 06.06.2008.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_42\"><\/a>42<\/dt>\n<dd>Im \u00dcbrigen berufe sich das Finanzamt zu Unrecht auf die BFH-Rechtsprechung (Urteil vom 16.8.2012 VII R 8\/11 und vom 30.03.2010 VII R 35\/09). Nach der dort ge\u00e4u\u00dferten Ansicht des BFH komme die Einreihung eines Produkts in die KN als Getr\u00e4nk (Regelsteuersatz) nur dann in Betracht, wenn es ohne Verd\u00fcnnung oder sonstiger Beigabe \u201etrinkbar und zum unmittelbaren menschlichen Verzehr geeignet\u201c sei. Die Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c sei in den streitgegenst\u00e4ndlichen Jahren aber zu keiner Zeit \u201eunmittelbar trinkbar bzw. zum menschlichen Verzehr bestimmt\u201c gewesen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_43\"><\/a>43<\/dt>\n<dd>Ungeachtet dessen f\u00fchrten die beiden BFH-Urteile zu einer nicht hinzunehmenden Rechtsanwendungspraxis, wonach jede irgendwie trinkbare Fl\u00fcssigkeit von einer der Auffangpositionen f\u00fcr Getr\u00e4nke (2202 oder 2208 KN) subsumiert werden k\u00f6nne. Richtigerweise seien Nahrungserg\u00e4nzungsmittel aber in die speziellere beg\u00fcnstigte Position 2106 KN zu tarifieren.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_44\"><\/a>44<\/dt>\n<dd><strong>2. Aufteilung von Gesamtkaufpreisen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_45\"><\/a>45<\/dt>\n<dd><strong>a) Aufteilung des Warenpakets (\u201e<\/strong><strong><em>XY plus<\/em><\/strong><strong>\u201c zuz\u00fcglich Lachs\u00f6lkapseln)<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_46\"><\/a>46<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin wendet sich gegen die vom Finanzamt im Einspruchsbescheid ermittelte Quote der 7 %-Ums\u00e4tze.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_47\"><\/a>47<\/dt>\n<dd>Zun\u00e4chst sei anzumerken, dass das Finanzamt sich an der Preisliste der Firma G., nicht aber an den Einkaufsrechnungen der Kl\u00e4gerin orientiert habe.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_48\"><\/a>48<\/dt>\n<dd>Geliefert worden seien in einem Warenpaket jeweils 84 Fl\u00e4schchen (\u201e<em>XY plus<\/em>\u201c) x 15 ml sowie 3 Dosen mit jeweils 60 Lachs\u00f6lkapseln (insg. 180 Kapseln &#8211; Kapsel mit jeweils 500 mg Lachs\u00f6l-Konzentrat). Im Rahmen der Kalkulation der Einzelpreise habe der Beklagte dann f\u00e4lschlicherweise nicht das Produkt \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c, sondern ein komplett anderes Produkt, n\u00e4mlich Gele\u00e9 Royal (26,99 DM\/30 Fl\u00e4schchen) in Bezug genommen und sei so zu unzutreffenden Werten gelangt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_49\"><\/a>49<\/dt>\n<dd>Au\u00dferdem betrage der Gesamtpreis f\u00fcr dieses Warenpaket ausweislich der vorgelegten Eingangsrechnungen 72,00 DM, w\u00e4hrend der Pr\u00fcfer einen Einkaufspreis von 90,72 DM errechnet habe.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_50\"><\/a>50<\/dt>\n<dd>Richtigerweise sei aufgrund der vorgelegten Einkaufsrechnung folgende Preisfindung ma\u00dfgebend:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_51\"><\/a>51<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">tats\u00e4chlicher EK Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c zuz\u00fcgl. Lachs\u00f6lkapsel (s. Rechnung)<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM 72,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Lachs\u00f6lkapseln einfach lt. BP 60 St\u00fcck<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM\u00a0\u00a0\u00a05,04<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">3 \u00d7 60\u00a0\u00a0= 180 St\u00fcck<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM 15,12<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">DM 15,12 : DM 72,00<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">entspricht<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a021 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_52\"><\/a>52<\/dt>\n<dd>Das Finanzamt habe sich bei der Kostenaufteilung an den Preisen normaler Lachs\u00f6lkapseln orientiert. Dies sei unzutreffend, da die Kl\u00e4gerin ausschlie\u00dflich Kapseln mit Lachs\u00f6l-Konzentrat verkauft habe. Die Kosten f\u00fcr den Einkauf von Lachs\u00f6l-Konzentratkapseln seien naturgem\u00e4\u00df h\u00f6her als die Kosten f\u00fcr normale Lachs\u00f6lkapseln. Nach den vorgelegten Unterlagen von Stiftung Warentest sei von einem Faktor von 2,4 auszugehen. Multipliziere man den o.g. Wareneinkauf f\u00fcr die normalen Lachs\u00f6lkapseln in H\u00f6he von 15,12 DM mit dem Faktor 2,4, so ergebe sich f\u00fcr das Lachs\u00f6l-Konzentrat ein Betrag von DM 63,29 der im Rahmen der Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c anzusetzen sei. Auf die Lachs\u00f6l-Kapseln als Konzentrat entfielen DM 63,29, was zu einem Faktor von \u00fcber 50 % bei der Aufteilung des Gesamtpreises f\u00fchre. Im Ergebnis unterfielen damit mindestens die H\u00e4lfte der Ums\u00e4tze aus den Warenpaketen (\u201e<em>XY plus<\/em>\u201c zuz\u00fcglich Lachs\u00f6lkapseln) dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_53\"><\/a>53<\/dt>\n<dd><strong>b) Abgabe von Zugabeartikeln<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_54\"><\/a>54<\/dt>\n<dd>Die Zugabeartikel, die zusammen mit den Hauptprodukten der Kl\u00e4gerin in Warnpaketen zu einem einheitlichen Gesamtkaufpreis verkauft wurden, seien als durchlaufende Posten zu behandeln.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_55\"><\/a>55<\/dt>\n<dd>Das Finanzamt sei dem nicht gefolgt und habe bei der Aufteilung des Gesamtpreises die\u00a0\u00a0Zugabeartikel mit einem zu hohen Aufschlagsatz versehen. Dies sei unzutreffend, weil es sich bei den Zugabeartikeln lediglich um sog. \u201eVerkaufshilfen\u201c gehandelt habe. Verkaufshilfen dienten der F\u00f6rderung des Verkaufs der Hauptprodukte der Kl\u00e4gerin, insbesondere des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c. Die Teilnehmer der Verkaufsveranstaltungen der Kl\u00e4gerin sollten durch die \u201e Gratis-Zugaben\u201c zum Kauf bewegt werden. Der Schwerpunkt der Verkaufst\u00e4tigkeit habe damit auf dem margentr\u00e4chtigen Verkauf des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels gelegen. Nur um den noch unentschlossenen Kunden das Angebot schmackhaft zu machen, sei zus\u00e4tzlich z.B. ein Topf-set in das Paket gelegt worden. Es stehe somit au\u00dfer Frage, dass es den Teilnehmern der Verkaufsveranstaltungen beim Kauf der Warenpakete gerade nicht um den Erwerb der Zugabeartikel, sondern um das Hauptprodukt (Nahrungserg\u00e4nzungsmittel) gegangen sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_56\"><\/a>56<\/dt>\n<dd>Mithin sei es sachgerecht, den Anteil der Verkaufs- und Zugabeartikel am Gesamtverkaufspreis der Warenpakete nur mit dem Einkaufspreis zu bemessen und damit im Ergebnis als durchlaufende Posten zu behandeln.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_57\"><\/a>57<\/dt>\n<dd>Auf dieser Grundlage hat die Kl\u00e4gerin eine entsprechende Aufteilung der Gesamtentgelte vorgenommen (Schriftsatz vom 10.01.2017 &#8211; Anlagen 12k a-f). Dabei ist die Kl\u00e4gerin von den Ums\u00e4tzen ausgegangen, die von den Verkaufsteams insgesamt j\u00e4hrlich erzielt wurden (Ums\u00e4tze \u201eGesundheitspaket\u201c zuzgl. Zugaben). Wegen der Einzelheiten wird auf den weiteren Schriftsatz der Kl\u00e4gerin vom 17.01.2017 Bezug genommen, in welchem die Ums\u00e4tze im Einzelnen angegeben sind.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_58\"><\/a>58<\/dt>\n<dd><strong>3. Busleistungen als Reisevorleistungen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_59\"><\/a>59<\/dt>\n<dd>Das Finanzamt sei der Auffassung, dass die Bus- und Verpflegungsleistungen als Reisevorleistungen i.S.d. \u00a7 25 UStG vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen seien. Diese Rechtsauffassung beruhe auf der rechtsirrigen Annahme des Finanzamts, die Bustransferleistungen nicht als Eigenleistung der Kl\u00e4gerin anzusehen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_60\"><\/a>60<\/dt>\n<dd>Nach \u00a7 25 Abs. 4 Satz 1 UStG sei der Unternehmer nicht berechtigt, die ihm f\u00fcr die Reisevorleistungen gesondert in Rechnung gestellten Steuerbetr\u00e4ge als Vorsteuer abzuziehen. Es komme also im vorliegenden Streitverfahren darauf an, ob die Gestellung der Busse seitens der Omnibusunternehmung als Reisevorleistungen oder als Eigenleistungen der Kl\u00e4gerin anzusehen seien.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_61\"><\/a>61<\/dt>\n<dd>Nach Abschn. 25.1 Abs. 8 Satz 4 UStAE seien eigene Mittel auch dann gegeben, wenn der Unternehmer einen Omnibus ohne Fahrer oder im Rahmen eines Gestellungsvertrages ein bemanntes Bef\u00f6rderungsmittel anmiete. Nach Satz 8 erbringe der Unternehmer dagegen keine Reiseleistung unter Einsatz eigener Mittel, wenn er sich zur Ausf\u00fchrung einer Bef\u00f6rderung eines Omnibusunternehmers bediene, der die Bef\u00f6rderung im eigenen Namen unter eigener Verantwortung und f\u00fcr eigene Rechnung ausf\u00fchre.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_62\"><\/a>62<\/dt>\n<dd>Bei Anwendung dieser &#8211; den Beklagten bindenden Verwaltungsauffassung &#8211; sei in den Streitverfahren davon auszugehen, dass die Busunternehmer die Gestellung eines bemannten Bef\u00f6rderungsmittels schuldeten. Hierf\u00fcr spr\u00e4chen insbesondere die folgenden Aspekte:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_63\"><\/a>63<\/dt>\n<dd>&#8211; Die Kl\u00e4gerin miete jeweils im Rahmen eines Gestellungsvertrages die Busse nebst Fahrer und aller erforderlichen Genehmigungen zu einem kilometerunabh\u00e4ngigen Pauschalpreis und trete gegen\u00fcber ihren Kunden stets eigenverantwortlich auf. In diesem Zusammenhang sei besonders darauf hinzuweisen, dass die Abrechnung \u00fcber die Busanmietungen \u2013 typisch f\u00fcr Fahrzeugvermietungen \u2013 stets zu einem konstanten Festpreis erfolgte, v\u00f6llig ungeachtet des Reiseziels, auch wenn ein solches gelegentlich in der Rechnung mit angegeben worden sei. Der in Rechnung ausgewiesene Festpreis oder auch Tagespreis incl. Fahrer habe seinerzeit regelm\u00e4\u00dfig \u2026 DM (sp\u00e4ter: \u2026 \u20ac) betragen. Aus der Festpreisvereinbarung folge, dass die Kl\u00e4gerin berechtigt sei, ohne zeitliches Limit und ohne Kilometerbeschr\u00e4nkung (aber unter Beachtung der Lenk- und Ruhezeiten) den Bus nebst Fahrer nach dem von ihr gew\u00fcnschten Ablauf f\u00fcr ihre unternehmerischen Aktivit\u00e4ten einzusetzen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_64\"><\/a>64<\/dt>\n<dd>&#8211; Wenn bei mangelhaften Busleistungen, z.B. weil der Fahrer verschlafen oder eine Haltestelle nicht angefahren habe, ein pauschaler Betrag als Schadensersatz gegen den Busunternehmer geltend gemacht worden sei, ergebe sich diese Rechtsfolge bereits aus dem Mietrecht. So st\u00fcnden dem Mieter Minderungsanspr\u00fcche zu, wenn die Mietsache nicht in vertragsgem\u00e4\u00dfen Zustand \u00fcbergeben worden sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_65\"><\/a>65<\/dt>\n<dd>&#8211; F\u00fcr etwaige von Kunden erlittene Sch\u00e4den bei einem solchen Transfer (z.B. infolge eines Unfalls) w\u00e4re die Kl\u00e4gerin aufgekommen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_66\"><\/a>66<\/dt>\n<dd>&#8211; Der jeweils beauftragte Busunternehmer habe vollst\u00e4ndig den Weisungen der Kl\u00e4gerin unterlegen. Eigens hierf\u00fcr sei ein Mitarbeiter der Kl\u00e4gerin abgestellt worden, der eine Bustour von Anfang an \u00fcberwache und dem jeweiligen Busfahrer Weisungen erteile. In dem Er\u00f6rterungstermin vom 12.10.2006 habe die Kl\u00e4gerin diesbez\u00fcglich unwidersprochen ausgef\u00fchrt: \u201e<em>Der Busfahrer bekommt den entsprechenden Plan erst am Tag der Reise. Erst bei Aufnahme der Reise werden die endg\u00fcltigen Haltestellen bestimmt. So kann es sein, dass die Kunden auch zu diesem Zeitpunkt telefonische \u00c4nderungsw\u00fcnsche angegeben haben.<\/em>\u201c Die Kl\u00e4gerin sei also in der Lage, w\u00e4hrend der Dauer der Anmietung des bemannten Fahrzeugs den Halter (Omnibusunternehmer) von jeglicher Einflussnahme auszuschlie\u00dfen. Leistungspr\u00e4gend sei somit die entgeltliche Zurverf\u00fcgungstellung des Bef\u00f6rderungsmittels nebst Fahrer.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_67\"><\/a>67<\/dt>\n<dd>Die vom Finanzamt angef\u00fchrten Argumente f\u00fcr die Annahme einer \u201eVermietungsleistung\u201c \u00fcberzeugten nicht:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_68\"><\/a>68<\/dt>\n<dd>&#8211; Irref\u00fchrend sei die Behauptung des Finanzamts, dass die Busunternehmen, bei denen die Kl\u00e4gerin ihre Busse anmiete, keine \u201eVermietungsgesellschaften\u201c seien. Richtig und allgemein \u00fcblich sei vielmehr, dass Anbieter von Busreisen ihre Reisebusse auch vermieten.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_69\"><\/a>69<\/dt>\n<dd>&#8211; Separate schriftliche Mietvertr\u00e4ge zwischen der Kl\u00e4gerin und den Busunternehmen gebe es nicht. Schriftliche Vertr\u00e4ge seien in der Branche un\u00fcblich und unter Ber\u00fccksichtigung der regelm\u00e4\u00dfigen Gesch\u00e4ftsbeziehungen der Kl\u00e4gerin zu den Busunternehmen auch nicht erforderlich. Streitfragen k\u00f6nnten unter Heranziehung der gesetzlichen Regelungen zu Mietvertr\u00e4gen gel\u00f6st werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_70\"><\/a>70<\/dt>\n<dd>&#8211; Die streitgegenst\u00e4ndliche Frage \u201eBusanmietung\u201c sei zivilrechtlicher Natur und unabh\u00e4ngig vom Vorliegen einer m\u00f6glichweise erforderlichen Genehmigung nach Personenbef\u00f6rderungsgesetz (PBefG) zu beurteilen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_71\"><\/a>71<\/dt>\n<dd>Unabh\u00e4ngig davon seien die Bustranfer- und Verpflegungsleistungen im Rahmen der Verkaufsveranstaltungen ohnehin \u201enur\u201c Nebenleistungen zur Hauptleistung \u201eWarenverkauf\u201c. Hauptleistung der Kl\u00e4gerin sei stets und ohne jeden Zweifel der Verkauf von Waren im Rahmen von sog. Kaffeefahrten gewesen. Bustranfer- und Verpflegungsleistungen seien ausschlie\u00dflich Mittel zum Zweck, die Hauptleistung der Kl\u00e4gerin unter optimalen Bedingungen (Stichwort: Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re) zu erbringen. Diese Nebenleistungen zum \u201eWarenverkauf\u201c k\u00f6nnen mithin nicht als eigenst\u00e4ndige Reisevorleistungen i.S.d. \u00a7 25 UStG angesehen werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_72\"><\/a>72<\/dt>\n<dd>Ungeachtet der Trennung zwischen Haupt- und Nebenleistung fehle es bei den sog. Kaffeefahrten der Kl\u00e4gerin auch an einer f\u00fcr die Annahme einer Reiseleitung erforderlichen Unterbringungsleistung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_73\"><\/a>73<\/dt>\n<dd>Zudem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass keine touristischen Zwecke verfolgt w\u00fcrden. Im Vordergrund einer jeden von der Kl\u00e4gerin durchgef\u00fchrten Fahrt habe vielmehr einzig und allein der Verkauf von Waren im Rahmen von mehrst\u00fcndigen Verkaufsveranstaltungen gestanden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_74\"><\/a>74<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_75\"><\/a>75<\/dt>\n<dd>&#8211; den Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 2001 vom 27.02.2015,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_76\"><\/a>76<\/dt>\n<dd>&#8211; die Umsatzsteuerbescheide f\u00fcr 2002-2005 vom 26.10.2009, zuletzt ge\u00e4ndert durch die Bescheide vom 05.08.2014 und<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_77\"><\/a>77<\/dt>\n<dd>&#8211; den Untersteuerbescheid 2006 vom 22.11.2007, zuletzt ge\u00e4ndert durch den Bescheid vom 05.08.2014,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_78\"><\/a>78<\/dt>\n<dd>jeweils in der Fassung des Einspruchsbescheides vom 16.04.2015 aufzuheben, soweit<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_79\"><\/a>79<\/dt>\n<dd>a) auf Ums\u00e4tze aus dem Verkauf von Nahrungserg\u00e4nzungsmittel namens \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c der Regelsteuersatz gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 1 UStG angewandt wurde und beantragt die Umsatzsteuer auf diese Ums\u00e4tze mit dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 2 UStG neu festzusetzen,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_80\"><\/a>80<\/dt>\n<dd>b) bei der Ermittlung des dem Regelsteuersatz gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 1 UStG unterliegenden Umsatzanteils der in Warenpaketen zu einem Gesamtverkaufspreis mitverkaufen Zugabeartikel nicht der Einkaufspreis der Zugabeartikel, sondern der Einkaufspreis zuz\u00fcglich eines Aufschlags zugrunde gelegt wurde,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_81\"><\/a>81<\/dt>\n<dd>c) der Vorsteuerabzug auf Leistungen im Zusammenhang mit Verkaufsveranstaltungen &#8211; insbesondere Bustransfer- und Verpflegungskosten &#8211; versagt wurde, weil diese Leistungen als Reisevorleistungen i.S.d.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a7 25 UStG qualifiziert wurden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_82\"><\/a>82<\/dt>\n<dd>Der Beklagte beantragt,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_83\"><\/a>83<\/dt>\n<dd>die Klage abzuweisen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_84\"><\/a>84<\/dt>\n<dd>Der Beklagte tr\u00e4gt folgendes vor:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_85\"><\/a>85<\/dt>\n<dd><strong>1. Steuersatz f\u00fcr die Kur \u201e<\/strong><strong><em>XY plus<\/em><\/strong><strong>\u201c<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_86\"><\/a>86<\/dt>\n<dd>Die von der Kl\u00e4gerin vorgelegte \u201eEidesstattliche Versicherung\u201c eines Produktentwicklers des Nahrungserg\u00e4nzungsmittel \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c (Fa. L. GmbH) f\u00fchre zu keiner anderen Beurteilung. Aus dem Schriftst\u00fcck ergebe sich insbesondere nicht, dass die streitgegenst\u00e4ndliche Fl\u00fcssigkeit ungenie\u00dfbar sei. Vielmehr sei der \u201eEidesstattlichen Versicherung\u201c lediglich zu entnehmen, dass in einem Begleitschreiben die Einnahme der Trinkemulsion (XY) durch Aufl\u00f6sung in 200-250 ml Fl\u00fcssigkeit empfohlen werde.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_87\"><\/a>87<\/dt>\n<dd>Die objektive Beschaffenheit als Getr\u00e4nk, insbesondere die unmittelbare Trinkbarkeit, werde aber nicht durch Verzehrempfehlungen aufgehoben (BFH-Urteil vom 30.03.2010 VII R 35\/09, BStBl II 2011, 74). Diese Rechtsprechung des BFH stehe auch im Einklang mit der der Rechtsprechung des EuGH.\u00a0\u00a0So habe der EuGH mit Urteil vom 26.03.1981 (114\/80, Slg 1981, 895) entschieden:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_88\"><\/a>88<\/dt>\n<dd><em>\u201eNach dem System des Gemeinsamen Zolltarifs muss der Ausdruck &#8222;andere Getr\u00e4nke&#8220; in der Tarifnummer 22.02 als Gattungsbegriff verstanden werden, mit dem alle zum menschlichen Genuss bestimmten Fl\u00fcssigkeiten gemeint sind, soweit sie nicht von einer anderen spezifischen Einteilung erfasst werden.\u201c<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_89\"><\/a>89<\/dt>\n<dd>Der Inhalt dieses Begriffs sei nach objektiven und nachpr\u00fcfbaren Kriterien zu bestimmen. Folglich d\u00fcrfe seine Tragweite nicht von rein subjektiven und ver\u00e4nderlichen Faktoren abh\u00e4ngig gemacht werden, wie zum Beispiel von der Art und Weise, in der ein Erzeugnis eingenommen wird, oder vom Zweck seiner Einnahme.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_90\"><\/a>90<\/dt>\n<dd>Der in der \u201eEidesstattlichen Versicherung\u201c behauptete S\u00e4uregehalt ergebe sich au\u00dferdem nicht aus der Zolltarifauskunft vom 07.07.2003, der \u2013 anders als der Zolltarifauskunft vom 06.06.2008 \u2013 eine vorgelegte Warenprobe zugrunde gelegen habe. Danach sei die unmittelbar trinkbare Fl\u00fcssigkeit \u201eschwach s\u00fc\u00df, s\u00e4uerlich, bitter und fruchtig schmeckend\u201c und nicht ungenie\u00dfbar.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_91\"><\/a>91<\/dt>\n<dd><strong>2. Aufteilung von Gesamtkaufpreisen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_92\"><\/a>92<\/dt>\n<dd>Das verkaufte Warenpaket bestehe aus 84 Fl\u00e4schchen einer Fl\u00fcssigkeit und 180 Lachs\u00f6lkapseln. Diese Menge sei unstreitig.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_93\"><\/a>93<\/dt>\n<dd>Die Fl\u00fcssigkeit bestehe lt. der unverbindlichen Zolltarifauskunft u.a. aus den Zutaten Gelee Royal und Coenzym XY. Aus dem seinerzeitigen (Stand Oktober 2001) Bestellschein der Firma G. ergebe sich der Preis des Produkts \u201e<em>ABC<\/em>\u201c im Einkauf. Eine zutreffendere Fl\u00fcssigkeit sei weder aus der Preisliste noch aus dem Vortrag der Kl\u00e4gerin ersichtlich.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_94\"><\/a>94<\/dt>\n<dd>Nach dem Bestellschein werde das Produkt \u201e<em>ABC<\/em>\u201c in einer Menge von 30 Flaschen \u00e1 15 ml angeboten. Das Produkt \u201eLachs\u00f6l-Kapseln\u201c werde u.a. in Dosen \u00e1 60 Kapseln angeboten. Nach diesen Zahlen sei zun\u00e4chst der rechnerische Preis f\u00fcr ein Fl\u00e4schchen und eine Kapsel ermittelt worden, um anschlie\u00dfend den rechnerischen Preis f\u00fcr 84 Fl\u00e4schchen und 180 Kapseln zu ermitteln.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_95\"><\/a>95<\/dt>\n<dd>Der sich hieraus ergebende prozentuale Anteil der Fl\u00e4schchen und der Kapseln an den Einzeleinkaufspreisen sei dann auf den Gesamtverkaufspreis angewendet worden. Diese Aufteilungsmethode sei \u201eeinfachstm\u00f6glich\u201c im Sinne des BFH Urteils vom 03.04.2013 (V B 125\/12).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_96\"><\/a>96<\/dt>\n<dd>In den von der Kl\u00e4gerin vorgelegten Einkaufsrechnungen sei nur ein Gesamteinkaufspreis in H\u00f6he von 72 DM f\u00fcr beide Waren (<em>XY plus<\/em>\u00a0und Lachs\u00f6l-Kapseln) benannt. Einzelverkaufspreise seien aus der Rechnung nicht ersichtlich.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_97\"><\/a>97<\/dt>\n<dd>Hinsichtlich der Zugabeartikel bleibt der Beklagte bei seiner Auffassung, dass eine Aufteilung des Gesamtkaufpreises unter Ber\u00fccksichtigung des Einkaufswerts dieser Artikel nicht sachgerecht w\u00e4re.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_98\"><\/a>98<\/dt>\n<dd><strong>3. Busleistungen als Reisevorleistungen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_99\"><\/a>99<\/dt>\n<dd>Der Beklagte geht weiterhin von nicht zum Vorsteuerabzug berechtigenden Reisevorleistungen aus.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_100\"><\/a>100<\/dt>\n<dd>Die Busunternehmer h\u00e4tten gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin Personenbef\u00f6rderungen mit Mietomnibussen i.S.v. \u00a7 49 des Personenbef\u00f6rderungsgesetzes (PBefG) durchgef\u00fchrt. Verkehr mit Mietomnibussen sei die Bef\u00f6rderung von Personen mit Kraftomnibussen, die nur im Ganzen zur Bef\u00f6rderung angemietet w\u00fcrden und mit denen der Unternehmer Fahrten ausf\u00fchre, deren Zweck, Ziel und Ablauf der Mieter bestimme. Die Teilnehmer m\u00fcssten ein zusammengeh\u00f6riger Personenkreis und \u00fcber Ziel und Ablauf der Fahrt einig sein (\u00a7 49 Abs. 1 PBefG).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_101\"><\/a>101<\/dt>\n<dd>Nach dem BGH-Beschluss vom 18.06.1985 (4 StR 772\/83, NJW 1985, 3084) k\u00f6nnten Werbefahrten mit Ausschlusscharakter auch als Mietwagenverkehr im Sinne des \u00a7 49 Abs. 1 PBefG durchgef\u00fchrt werden, sodass der Vertriebsunternehmer bei entsprechendem Auftreten nach au\u00dfen als Veranstalter dieser Fahrten anzusehen sei (OFD Koblenz, Verf\u00fcgung vom 08.04.2013, S 7419 A-St 44 3).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_102\"><\/a>102<\/dt>\n<dd>In \u00a7 49 PBefG werde zwar von \u201eMietomnibus\u201c, \u201eMietwagen\u201c, \u201eMieter\u201c, \u201emieten\u201c gesprochen, tats\u00e4chlich habe diese Vertragsform zwischen dem Fahrgast und dem Bef\u00f6rderungsunternehmen mit der Miete nach \u00a7\u00a7 535 ff BGB aber nichts zu tun. Es l\u00e4ge n\u00e4mlich keine Gebrauchs\u00fcberlassung und keine Besitzeinr\u00e4umung vor. Besitzer bleibe der \u201eVermieter\u201c, also der Bef\u00f6rderungsunternehmer. Der Unternehmer stelle den Fahrer des Fahrzeugs. F\u00fcr das vom \u201eMieter\u201c geleistete Entgelt werde eine Bef\u00f6rderung zu einem bestimmten Ziel oder Zweck, eventuell auch die R\u00fcckfahrt geboten. Es handele sich bei dem Vertrag \u00fcber die Personenbef\u00f6rderung mit Mietomnibussen und Mietwagen daher um einen Werkvertrag (Fielitz\/Gr\u00e4tz, Kommentar zum Personenbef\u00f6rderungsrecht, \u00a7 49 PBefG, Rz. 3).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_103\"><\/a>103<\/dt>\n<dd>Im vorliegenden Fall habe die Kl\u00e4gerin als Veranstalter der sog. Kaffeefahrten sich lediglich der Bef\u00f6rderungsleistung der Busunternehmen bedient. Infolgedessen sei eine Betankung der Busse durch die Busunternehmer erfolgt. Sch\u00e4den seien durch die Kaskoversicherung der Busse abgedeckt gewesen. In F\u00e4llen mangelhafter Erf\u00fcllung des Bef\u00f6rderungsvertrages (Bus mangelhaft oder Verschulden des Fahrers) sei ein pauschaler Betrag als Schaden gegen\u00fcber dem Busunternehmer geltend gemacht worden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_104\"><\/a>104<\/dt>\n<dd>Im \u00dcbrigen w\u00e4ren die Aufwendungen f\u00fcr die Busreisen auch dann vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen, wenn die Margenbesteuerung nach \u00a7 25 UStG nicht zur Anwendung komme. So habe der BFH mit Urteil vom 19.03.2009 (XI B 84\/08) entschieden, dass die unentgeltliche Zuwendung eines Tagesausflugs, in dessen Rahmen eine Verkaufsveranstaltung stattfinde, ein Geschenk im Sinne des \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG sei. Sofern die spezialgesetzliche Regelung des \u00a7 25 UStG nicht anwendbar sei, sei der Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach \u00a7 15 Abs. 1a UStG i.v.m. \u00a7 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG einschl\u00e4gig, weil die Kl\u00e4gerin ihren Aufzeichnungspflichten nach \u00a7 4 Abs. 5 Nr. 1 und \u00a7 4 Abs. 7 EStG nicht nachgekommen sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4 class=\"doc\">ENTSCHEIDUNGSGR\u00dcNDE<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_105\"><\/a>105<\/dt>\n<dd>Die Klage ist unbegr\u00fcndet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_106\"><\/a>106<\/dt>\n<dd>Die angefochtenen Umsatzsteuerbescheide 2001 bis 2006 in der Fassung des Einspruchsbescheides vom 16.04.2014 sind rechtm\u00e4\u00dfig und verletzen die Kl\u00e4gerin nicht in ihren Rechten (\u00a7 100 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtordnung &#8211; FGO -).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_107\"><\/a>107<\/dt>\n<dd><strong>1. Steuersatz f\u00fcr das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel \u201e<\/strong><strong><em>XY plus<\/em><\/strong><strong>\u201c<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_108\"><\/a>108<\/dt>\n<dd>Zu Recht hat der Beklagte die streitgegenst\u00e4ndlichen Erzeugnisse in die Pos. 2202 KN eingereiht, so dass auf sie nach \u00a7 12 Abs. 1 UStG der Regelsteuersatz anzuwenden ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_109\"><\/a>109<\/dt>\n<dd>Die von der Kl\u00e4gerin in fl\u00fcssiger Form vertriebenen Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sind nicht in die Pos. 2106 KN einzureihen und unterfallen damit nicht dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz nach \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG in der in den Streitjahren geltenden Fassung i.V.m. Nr. 33 der Anlage zu dieser Vorschrift.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_110\"><\/a>110<\/dt>\n<dd>a) Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des EuGH ist das entscheidende Kriterium f\u00fcr die zollrechtliche Tarifierung von Waren allgemein in deren objektiven Merkmalen und Eigenschaften zu suchen, wie sie im Wortlaut der Positionen und Unterpositionen der KN und in den Anmerkungen zu den Abschnitten oder Kapiteln festgelegt sind (vgl. AV 1 und 6). Dazu gibt es nach dem \u00dcbereinkommen zum Harmonisierten System Erl\u00e4uterungen und Einreihungsavise (Tarifavise), die ebenso wie die Erl\u00e4uterungen zur KN ein wichtiges, wenn auch nicht verbindliches Erkenntnismittel f\u00fcr die Auslegung der einzelnen Tarifpositionen sind (vgl. EuGH-Urteile vom 14. Juli 2011 C-196\/10 &#8211;Paderborner Brauerei Haus Cramer&#8211; Zeitschrift f\u00fcr Z\u00f6lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2011, 242; vom 27. November 2008 C-403\/07 &#8211;Metherma&#8211;, ZfZ 2009, 15 und BFH-Urteil vom 17. November 1998 VII R 50\/97, BFH\/NV 1999, 688).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_111\"><\/a>111<\/dt>\n<dd>Nach dem Wortlaut der Unterpos. 2208 90 69 KN fallen darunter &#8222;andere alkoholhaltige Getr\u00e4nke&#8220;. Nach der Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 26.03.1981, C-114\/80, Slg. 1981, 895), der sich der BFH (Urteile vom 16. August 2012 VII R 8\/11, BFH\/NV 2013, 99; 30. M\u00e4rz 2010 VII R 35\/09, BStBl II 2011, 74) ausdr\u00fccklich angeschlossen hat, handelt es sich bei dem Ausdruck &#8222;andere Getr\u00e4nke&#8220; der Tarifnr. 22.02 des Gemeinsamen Zolltarifs um einen Gattungsbegriff, mit dem alle zum menschlichen Genuss geeigneten und bestimmten Fl\u00fcssigkeiten gemeint sind, soweit sie nicht von einer anderen spezifischen Einteilung erfasst werden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_112\"><\/a>112<\/dt>\n<dd>Der Inhalt dieses Begriffs ist nach objektiven Kriterien zu bestimmen, ohne dass es auf die Art und Weise der Einnahme, die eingenommene Menge oder die besonderen Zwecke ankommt, denen die verschiedenen Arten genie\u00dfbarer Fl\u00fcssigkeiten dienen k\u00f6nnen. Die fl\u00fcssige Beschaffenheit der Ware und ihre Bestimmung zum menschlichen Genuss m\u00fcssen als die objektive Beschaffenheit der Ware bestimmende Eigenschaften im Zeitpunkt der \u00dcberf\u00fchrung der Ware in den zollrechtlich freien Verkehr vorhanden und feststellbar sein (BFH-Urteil vom 11. M\u00e4rz 2004 VII R 20\/01, BFH\/NV 2004, 1305).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_113\"><\/a>113<\/dt>\n<dd>In Bezug auf eine in Trinkfl\u00e4schchen oder Ampullen abgef\u00fcllte Fl\u00fcssigkeit, die aufgrund ihrer Zusammensetzung &#8211;evtl. nach einer Verd\u00fcnnung mit Wasser&#8211; zum menschlichen Verzehr geeignet und bestimmt war, hat der BFH (Urteil vom 16. August 2012 VII R 8\/11, BFH\/NV 2013, 99; vom 30. M\u00e4rz 2010 VII R 35\/09, BStBl II 2011, 74) ausdr\u00fccklich ausgef\u00fchrt, der Annahme der Trinkbarkeit und der Einreihung in Kap. 22 KN stehe der Umstand nicht entgegen, dass eine Verd\u00fcnnung der Fl\u00fcssigkeit vor dem Verbrauch empfehlenswert sei. Ein Erzeugnis k\u00f6nne nur dann als nicht trinkbar angesehen werden, wenn es jedem Durchschnittsverbraucher unm\u00f6glich w\u00e4re &#8211;aus gesundheitlichen oder geschmacklichen Gr\u00fcnden&#8211; das Erzeugnis unmittelbar, ohne Verd\u00fcnnung oder sonstige Beigabe zu trinken. Aus alledem folgt, dass es f\u00fcr die Qualifizierung einer Ware als Getr\u00e4nk auf ihre Eigenschaft &#8222;fl\u00fcssig&#8220; und ihre objektive Eignung zum Verzehr ankommt, nicht aber auf die Art und Weise, wie sie verzehrt wird.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_114\"><\/a>114<\/dt>\n<dd>Der BFH hat diese Rechtsprechung mit Urteil vom 24. September 2014 (VII R 54\/11, BStBl II 2015, 169) noch einmal ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt und ausgef\u00fchrt, dass die Lieferung von di\u00e4tischen Lebensmitteln in fl\u00fcssiger Form (sog. Sondennahrung) in die Pos. 2202 KN einzureihen sind. Auch der besondere Verwendungszweck der Produkte und ihre der menschlichen Ern\u00e4hrung dienenden Inhaltsstoffe rechtfertigten die Einreihung in die Pos. 2106 KN nicht.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_115\"><\/a>115<\/dt>\n<dd>b) Der erkennende Senat ist unter Anwendung der oben genannten Rechtsgrunds\u00e4tze zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass es sich bei der streitgegenst\u00e4ndliche Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c um eine zum menschlichen Genuss geeignete und bestimmten Fl\u00fcssigkeit i.S.d. der Tarifnr. 22.02 des Gemeinsamen Zolltarifs handelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_116\"><\/a>116<\/dt>\n<dd>Der besondere Verwendungszweck der Produkte als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel und ihre der menschlichen Ern\u00e4hrung dienenden Inhaltsstoffe rechtfertigten die Einreihung in die Pos. 2106 KN entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin nicht.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_117\"><\/a>117<\/dt>\n<dd>Die streitgegenst\u00e4ndliche Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c stimmt in den entscheidungserheblichen Eigenschaften, n\u00e4mlich<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_118\"><\/a>118<\/dt>\n<dd>&#8211; XY-Mittel in fl\u00fcssiger Form in Trinkfl\u00e4schchen vertrieben,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_119\"><\/a>119<\/dt>\n<dd>&#8211; als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gekennzeichnet,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_120\"><\/a>120<\/dt>\n<dd>&#8211; unmittelbar zum Trinken geeignet,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_121\"><\/a>121<\/dt>\n<dd>&#8211; auch wenn es nach den Empfehlungen des Herstellers nur in kleinen Mengen oder mit einer bestimmten Menge Wasser einzunehmen ist,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_122\"><\/a>122<\/dt>\n<dd>mit dem Nahrungserg\u00e4nzungsmittel \u00fcberein, \u00fcber die der BFH mit Urteil vom 30.03.2010 (VII R 35\/09, BStBl II 2010, 74) zu entscheiden hatte. Entscheidendes Kriterium f\u00fcr die Abgrenzung einer Ware als Getr\u00e4nk i.S. des Kap. 22 KN von &#8222;Lebensmittelzubereitungen&#8220; des Kap. 21 KN ist danach allein die Darreichung in trinkbarer Form. Unerheblich ist insoweit, ob das Getr\u00e4nk nur in verd\u00fcnnter Form eingenommen werden soll oder kann.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_123\"><\/a>123<\/dt>\n<dd>Best\u00e4tigt wird dies Ergebnis durch die unverbindliche Zolltarifauskunft der ZLPA Berlin vom 07.07.2003. Darin wird das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c in den Zolltarif 2208 9069 (Umsatzsteuersatz: 16 %) eingeordnet. Zur Beschaffenheit der vorgelegten Warenprobe wird ausgef\u00fchrt: \u201e<em>orangefarbene, tr\u00fcbe, unmittelbar trinkbare Fl\u00fcssigkeit, schwach s\u00fc\u00df s\u00e4uerlich, bitter und fruchtig schmeckend<\/em>\u201c.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_124\"><\/a>124<\/dt>\n<dd>Der Vortrag der Kl\u00e4gerin f\u00fchrt im Ergebnis zu keiner anderen Beurteilung. Selbst wenn in der streitgegenst\u00e4ndlichen Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c 8 % Citronens\u00e4ure enthalten gewesen sein sollte, w\u00e4re es weiterhin als Getr\u00e4nk i.S. des Kap. 22 KN anzusehen. Entscheiden ist insoweit allein die Darreichung in trinkbarer Form unabh\u00e4ngig davon, ob das Getr\u00e4nk nur in verd\u00fcnnter Form eingenommen werden soll.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_125\"><\/a>125<\/dt>\n<dd>Die entgegenstehende unverbindliche Zolltarifauskunft der ZLPA M\u00fcnchen vom 08.06.2008 hat den Charakter eines Sachverst\u00e4ndigengutachtens und bindet als Verwaltungsauffassung das Gericht nicht (BFH-Beschluss vom 11.02.2010 VII B 234\/09, BFH\/NV 2010, 1139).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_126\"><\/a>126<\/dt>\n<dd>Die \u201eEidesstattliche Versicherung\u201c von Herrn A. als Entwickler von \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c, wonach das Nahrungserg\u00e4nzungsmittel mit 8 % Zitronens\u00e4ure versetzt und stets nur mit Fl\u00fcssigkeit verd\u00fcnnt eingenommen werden d\u00fcrfe, ist daher nicht entscheidungsrelevant.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_127\"><\/a>127<\/dt>\n<dd>Insofern war auch dem Beweisantrag der Kl\u00e4gerin, Herrn A. und Frau B. (Vertrieb und Produktmanagement der S. GmbH) als Zeugen dar\u00fcber zu vernehmen, dass in der streitgegenst\u00e4ndlichen Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c 8 % Citronens\u00e4ure enthalten war, nicht nachzugehen. Vielmehr kann diese in Frage stehende Tatsache als wahr unterstellt werden (z.B. BFH-Urteil vom 24.04.2007 I R 64\/06, BFH\/NV 2007, 1893; weitere Nachweise siehe Gr\u00e4ber\/Herbert, FGO, \u00a7 76 Rz. 28).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_128\"><\/a>128<\/dt>\n<dd><strong>2. Aufteilung von Gesamtkaufpreisen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_129\"><\/a>129<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin hat f\u00fcr den Verkauf der Warenpakete (\u201e<em>XY plus<\/em>\u201c + Lachs\u00f6lkapseln) ein einheitliches Entgelt erhalten. Der Beklagte hat dies &#8211; wie vom BFH gefordert &#8211;\u00a0\u00a0\u201eeinfachstm\u00f6glich\u201c auf die zutreffenden Steuers\u00e4tze aufgeteilt. F\u00fcr eine weitere &#8211; von der Kl\u00e4gerin begehrte &#8211; Erh\u00f6hung der 7 %-Ums\u00e4tze besteht keine sachliche Rechtfertigung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_130\"><\/a>130<\/dt>\n<dd>a) Durch die Zusammenstellung der Kur \u201e<em>XY plus<\/em>\u201c (84 Fl\u00e4schchen) und der Lachs\u00f6lkapseln (180 Kapseln) zu einem sog. \u201eWaren- bzw. Gesundheitspaket\u201c kommt es umsatzsteuerrechtlich nicht zu einer einzigen Lieferung; es ist vielmehr von zwei unterschiedlich zu besteuernden Lieferungen auszugehen. Dementsprechend ist der einheitliche Preis f\u00fcr das Warenpaket in zwei Entgeltbestandteile aufzuteilen, die ihrerseits mit dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz (Lachs\u00f6lkapseln) bzw. mit dem Regelsteuersatz (<em>XY plus<\/em>) zu besteuern sind.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_131\"><\/a>131<\/dt>\n<dd>Wie der EuGH in seinem Urteil vom 25. Februar 1999 (C-349\/96, CPP, Slg. 1999, I-973 Rdnr. 31) entschieden hat, ist, wenn &#8222;Kunden trotz des einheitlichen Preises aus ihrer Sicht zwei gesonderte Dienstleistungen erwerben, n\u00e4mlich eine Versicherungsdienstleistung und eine Kartenregistrierungsdienstleistung, &#8230; der Teil des einheitlichen Preises, der sich auf die Versicherungsdienstleistung bezieht und jedenfalls von der Steuer befreit bliebe, herauszurechnen&#8220;. Dabei ist die &#8222;einfachstm\u00f6gliche Berechnung- oder Bewertungsmethode&#8220; zu verwenden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_132\"><\/a>132<\/dt>\n<dd>Nach dieser Rechtsprechung, der sich der BFH angeschlossen hat (Beschluss vom 03. April 2013, BStBl II 2013, 973), ist ein einheitliches Entgelt, das f\u00fcr zwei unterschiedlich zu besteuernde Leistungen entrichtet wird, zum einen aufzuteilen, wobei zum anderen die Aufteilungsmethode zu verwenden ist, die &#8222;einfachstm\u00f6glich&#8220; ist. Dementsprechend hat der BFH im Fall eines Schnellrestaurantbetreibers, der sog. \u201eSpar-Men\u00fcs\u201c verkauft, entschieden, dass der Gesamtverkaufspreis grunds\u00e4tzlich nach Ma\u00dfgabe der Einzelverkaufspreise aufzuteilen ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_133\"><\/a>133<\/dt>\n<dd>b) Im vorliegenden Streitfall liegen keine Einzelverkaufspreise vor. Die Kl\u00e4gerin hat die streitgegenst\u00e4ndlichen Warenpakete zu einem einheitlichen Preis erworben, sodass auch keine Einzeleinkaufspreise vorliegen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_134\"><\/a>134<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin hat auch keine Aufzeichnungen nach \u00a7 22 UStG \u00fcber die Aufteilung der Gesamteinkaufs- und Gesamtverkaufspreise gef\u00fchrt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_135\"><\/a>135<\/dt>\n<dd>Sie ver\u00e4u\u00dferte ausweislich der vorliegenden Kaufvertr\u00e4ge u.a. gemeinsam mit Produkten, die dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterlagen, auch Gegenst\u00e4nde, die eine eigenst\u00e4ndige Lieferung darstellen, weil sie nicht als Sachgesamtheit, verbundene Sachen, Naturalrabatt, Werbegeschenk, blo\u00dfe Zugabe, Zubeh\u00f6r zum Kaufgegenstand oder unselbst\u00e4ndige Nebenleistung angesehen werden k\u00f6nnen, und die dem Regelsteuersatz unterliegen. Dies betrifft insbesondere Betten jeglicher Art, Fernseher, B\u00fcgeleisen, Uhren, Fahrr\u00e4der, DVD-Player, Sessel, Staubsauger, T\u00f6pfe, Grills, Werkzeugen, \u00d6fen, Bohrmaschinen etc.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_136\"><\/a>136<\/dt>\n<dd>Die Kaufvertr\u00e4ge enthalten separate Spalten f\u00fcr Menge, Artikel-Bezeichnung, Farbe\/Gr\u00f6\u00dfe, Einzelpreis und Gesamtpreis.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_137\"><\/a>137<\/dt>\n<dd>Die Unterlagen haben die folgenden Gemeinsamkeiten:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_138\"><\/a>138<\/dt>\n<dd>&#8211; Die Spalten \u201eMenge und Artikelbezeichnung\u201c sind ausgef\u00fcllt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_139\"><\/a>139<\/dt>\n<dd>&#8211; Die Spalte \u201eGesamtpreis\u201c ist ausgef\u00fcllt, weist aber \u00fcberwiegend nur einen Preis f\u00fcr alle von den Vertr\u00e4gen betroffenen Waren aus (h\u00e4ufig markiert mit geschweifter Klammer -{-).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_140\"><\/a>140<\/dt>\n<dd>&#8211; Preise i.S.d. Preisangabenverordnung (PAngV) f\u00fcr einzelne Waren ergeben sich aus den Unterlagen nicht.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_141\"><\/a>141<\/dt>\n<dd>&#8211; Der jeweils in der Spalte \u201eGesamtpreis\u201c ausgewiesene Preis f\u00fcr alle von den Vertr\u00e4gen betroffenen Gegenst\u00e4nde ist oftmals ein Schwellenpreis (z.B. DM 2.998,&#8211; oder DM 998,&#8211;).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_142\"><\/a>142<\/dt>\n<dd>c) Vor diesem Hintergrund ist die vom Finanzamt vorgenommene Aufteilung des Gesamtkaufpreises nicht zu beanstanden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_143\"><\/a>143<\/dt>\n<dd>aa) Aufteilung des Warenpakets (\u201e<em>XY plus<\/em>\u201c zuz\u00fcglich Lachs\u00f6lkapseln)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_144\"><\/a>144<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin hat die streitbefangenen Warenpakete von der Firma G. bezogen. Das Finanzamt hat sich bei der Aufteilung des Gesamtkaufpreises an der damaligen Preisliste der Firma G. (Stand Oktober 2001) orientiert. Dabei hat es &#8211; mangels anderer vergleichbarer Produkte &#8211; den Preis des Produkts \u201e\u2026\u201c und f\u00fcr Lach\u00f6lkapsel (500 mg) zugrunde gelegt. Auf dieser Grundlage wurde der anteilige Preis f\u00fcr die 84 Fl\u00e4schchen Q10 (DM 75,50 = 83.33 %) und die 180 Lachs\u00f6lkapseln (DM 15,12 = 16,67 %) ermittelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_145\"><\/a>145<\/dt>\n<dd>Aus den von der Kl\u00e4gerin vorgelegten Einkaufsrechnungen ergibt sich lediglich, dass die Kl\u00e4gerin die Warenpakete g\u00fcnstiger (72,00 DM statt 90,72 DM) erworben hat. Einzeleinkaufspreise sind diesen Einkaufsrechnungen aber nicht zu entnehmen, sodass es bei der vom Finanzamt vorgenommene Aufteilung verbleibt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_146\"><\/a>146<\/dt>\n<dd>Der Einwand der Kl\u00e4gerin, sie habe ausschlie\u00dflich h\u00f6herwertige Ware, n\u00e4mlich Kapseln mit \u201eLachskonzentrat\u201c in dem Warenpaket abgegeben, \u00fcberzeugt das Gericht nicht. Zum einen ergibt sich aus der unverbindlichen Zolltarifauskunft der ZPLA Hamburg vom 13.06.2003 (Bl. 69 der Einspruchsheftung), dass die Kapseln \u201enur\u201c jeweils 500 mg Lachs\u00f6l enthielten. Ihr Vortrag, dass er sich dabei um besonders wertvolles und hochkonzentriertes Lachs\u00f6lkonzentrat\u00a0gehandelt haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Konzentration ist allein die Menge des Wirkstoffs (gemessen in mg), der sich in den Kapseln befindet. Dies sind im Streitfall 500 mg.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_147\"><\/a>147<\/dt>\n<dd>bb) Abgabe von Zugabeartikeln<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_148\"><\/a>148<\/dt>\n<dd>Die umsatzsteuerlichen Aufzeichnungsvorschriften gehen vom Grundsatz der Einzelaufzeichnung aus. Es muss ersichtlich sein, wie sich die einzelnen Entgelte auf steuerfreie und steuerpflichtige Ums\u00e4tze und auf Waren mit verschiedenen Steuers\u00e4tzen verteilen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_149\"><\/a>149<\/dt>\n<dd>Einen Antrag auf Erleichterung bei der Trennung der Bemessungsgrundlagen nach \u00a7 22 Abs. 6 UStG, \u00a7 62 Abs. 4 UStDV hat die Kl\u00e4gerin weder gestellt noch das Finanzamt eine entsprechende Genehmigung erteilt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_150\"><\/a>150<\/dt>\n<dd>Erbringt ein Unternehmer Lieferungen oder sonstige Leistungen, ist die Kassenf\u00fchrung nicht ordnungsgem\u00e4\u00df, wenn die Ums\u00e4tze zum erm\u00e4\u00dfigten und zum vollen Steuersatz nicht getrennt aufgezeichnet werden. Erfasst er die Entgelte ohne Aufzeichnungen gem\u00e4\u00df \u00a7 22 UStG, unterl\u00e4sst er die vorgeschriebene Aufzeichnung. Mangels nachpr\u00fcfbare Aufzeichnung im Sinne des \u00a7 158 AO muss gesch\u00e4tzt werden (BFH-Urteil vom 14. Dezember 2011 XI R 5\/10, BFH\/NV 2012,1921).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_151\"><\/a>151<\/dt>\n<dd>Bei der Aufteilung des Gesamtentgelts hat der Pr\u00fcfer im Sch\u00e4tzungswege die von der Kl\u00e4gerin zun\u00e4chst erkl\u00e4rten Aufschlags\u00e4tze \u00fcbernommen (siehe Tz. 23.1 des BP Berichts vom 04.07.2014: Nahrungserg\u00e4nzungsmittel 7 % = 650 %; Verkaufsartikel 16 % = 476 %; Zugaben 16 % = 100 %).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_152\"><\/a>152<\/dt>\n<dd>Im Rahmen der Au\u00dfenpr\u00fcfung hatte der Pr\u00fcfer das Jahr 2005 zur Verprobung der Vollst\u00e4ndigkeit der Einnahmen kalkuliert. Er hat zu diesem Zweck zun\u00e4chst die Wareneink\u00e4ufe des Jahres 2005 erfasst und einen durchschnittlichen Einkaufspreis f\u00fcr jeden eingekauften Gegenstand ermittelt. Er hat sodann &#8211; getrennt nach Sprecherteams &#8211; punktuell ermittelt, welche Aufschlags\u00e4tze f\u00fcr den Gesamtkaufpreis einzelner Vertr\u00e4ge erzielt wurden. Hiernach schwankten die Aufschlags\u00e4tze f\u00fcr jeden Vertrag und f\u00fcr jedes Team. Der Pr\u00fcfer ermittelte Aufschlags\u00e4tze in einer Bandbreite zwischen 191-781 %.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_153\"><\/a>153<\/dt>\n<dd>Aus den vom Pr\u00fcfer punktuell ermittelten Vertr\u00e4gen mit Verk\u00e4ufen des Nahrungserg\u00e4nzungsmittel (\u201eWarenpaket Gesundheit\u201c) ergibt sich ein Aufschlagsatz von 459,17 %; aus dem Vertr\u00e4gen ohne Verk\u00e4ufe des Nahrungserg\u00e4nzungsmittels (\u201enur\u201c Verkaufsartikel) ergab sich denn auch Schlusssatz von 418,16 % (vgl. die vom Beklagten mit Schriftsatz vom 10.01.2017 vorgelegten BP-Berechnungsunterlagen).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_154\"><\/a>154<\/dt>\n<dd>Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn der Pr\u00fcfer in den Streitjahren 2001-2006 aus Vereinfachungsgr\u00fcnden die von der Kl\u00e4gerin zun\u00e4chst selbst ermittelten Aufschlags\u00e4tze \u00fcbernimmt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_155\"><\/a>155<\/dt>\n<dd>Eine weitere Reduzierung des Aufschlagsatzes f\u00fcr die Verkaufsartikel und Zugaben kommt entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin nicht in Betracht. Die von ihr als \u201eVerkaufshilfe\u201c bezeichnete Abgabe von Verkaufsartikel und Zugaben zum Einstandspreis ist vom Pr\u00fcfer in keinen einzigen Fall festgestellt worden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_156\"><\/a>156<\/dt>\n<dd>Es ist auch keinesfalls zwingend, dass es den Kunden \u201enur\u201c um den Kauf des \u201eGesundheitspakets\u201c ging und sie nicht auch an dem Erwerb der Verkaufs- bzw. Zugabeartikel (Toaster, Bohrmaschine, Kaffeeservice etc.) interessiert und auch bereit waren, hierf\u00fcr ein Entgelt oberhalb des Einkaufspreises der Waren zu zahlen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_157\"><\/a>157<\/dt>\n<dd>Im Ergebnis kann daher der von der Kl\u00e4gerin favorisierten Aufteilungsmethode nach dem \u201eRestwert\u201c nicht gefolgt werden. Sofern sie zu Aufteilungszwecken die Verkaufspreise f\u00fcr die Verkaufsartikel und die Zugaben mit den Einkaufspreisen kalkuliert und diese von den Gesamtums\u00e4tzen in Abzug bringt, mit der Folge, dass die restlichen Ums\u00e4tze den Kuren (\u201eWarenpakete Gesundheit\u201c) zugeordnet werden, ist eine solche Aufteilung weder angemessen noch sachgerecht.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_158\"><\/a>158<\/dt>\n<dd><strong>3. Busleistungen als Reisevorleistungen<\/strong><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_159\"><\/a>159<\/dt>\n<dd>Die von der Kl\u00e4gerin durchgef\u00fchrten sog. Kaffeefahrten sind als Reiseleistungen einzustufen. Die aus diesem Anlass durchgef\u00fchrten Busreisen stellen Reisevorleistungen dar, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_160\"><\/a>160<\/dt>\n<dd>a) \u00a7\u00a025 UStG gilt f\u00fcr Reiseleistungen eines Unternehmers, die nicht f\u00fcr das Unternehmen des Leistungsempf\u00e4ngers bestimmt sind, soweit der Unternehmer dabei gegen\u00fcber dem Leistungsempf\u00e4nger im eigenen Namen auftritt und Reisevorleistungen in Anspruch nimmt (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 UStG).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_161\"><\/a>161<\/dt>\n<dd>Reisevorleistungen sind Leistungen Dritter (sog. Leistungstr\u00e4ger), die den Reisenden unmittelbar zugute kommen (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a01 Satz\u00a05 UStG).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_162\"><\/a>162<\/dt>\n<dd>Eine Reiseleistung des Unternehmers ist als sonstige Leistung anzusehen (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 UStG). Erbringt der Unternehmer an einen Leistungsempf\u00e4nger im Rahmen einer Reise mehrere Leistungen dieser Art, gelten sie als eine einheitliche sonstige Leistung (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a01 Satz\u00a03 UStG). Die sonstige Leistung bemisst sich nach dem Unterschied zwischen dem Betrag, den der Leistungsempf\u00e4nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, und dem Betrag, den der Unternehmer f\u00fcr die Reisevorleistungen aufwendet (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 UStG). Abweichend von \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 UStG ist der Unternehmer nicht berechtigt, die ihm f\u00fcr die Reisevorleistungen gesondert in Rechnung gestellten Steuerbetr\u00e4ge als Vorsteuer abzuziehen (\u00a7\u00a025 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_163\"><\/a>163<\/dt>\n<dd>Bei \u00a7\u00a025 UStG handelt es sich um eine Sonderregelung nur f\u00fcr die Versteuerung der von Dritten bezogenen und vom Unternehmer an seine Leistungsempf\u00e4nger weitergeleisteten Reisevorleistungen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_164\"><\/a>164<\/dt>\n<dd>b) Der Begriff der Reise, der die Reiseleistung zugeordnet werden kann, oder der Reiseleistung selbst ist weder in \u00a7 25 UStG noch in der MwStSystRL definiert. Der EuGH (Urteil vom 13.10.2005, C-200\/04 &#8211; iSt, BFH\/NV Beilage 06, 34, Rn. 26, 34) spricht von \u201emit Reisen verbundenen Dienstleistungen\u201c.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_165\"><\/a>165<\/dt>\n<dd>Als Reiseleistungen werden daher die im Zusammenhang mit einer Reise \u00fcblicherweise anfallenden Leistungen der Reiseunternehmen angesehen. Insbesondere z\u00e4hlen zu den Reiseleistungen die Bef\u00f6rderung mit Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus zum Zielort (einschlie\u00dflich Transfer), Unterbringung und Verpflegung, Betreuung der Reisenden durch Reiseleiter sowie Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen f\u00fcr die Reisenden, wie z.\u00a0B. Besichtigungsfahrten, F\u00fchrungen, Sprachkurse (Sch\u00fcler-T\u00e4sch in S\u00f6lch\/Ringleb, UStG, \u00a7\u00a025 Rz.\u00a038). Danach sind die Leistungen in Gestalt der Bustouren, Bewirtungen und Besichtigungen, die die Kl\u00e4gerin gegen\u00fcber den Teilnehmern der Tagesausfl\u00fcge erbracht hat, Reiseleistungen i.\u00a0S.\u00a0von \u00a7\u00a025 UStG. Empf\u00e4nger dieser Reiseleistungen waren Endverbraucher.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_166\"><\/a>166<\/dt>\n<dd>Zweck und Dauer einer Reise spielen f\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7 25 keine Rolle (Sch\u00fcler-T\u00e4sch in S\u00f6lch\/Ringleb, UStG, \u00a7\u00a025 Rz 34 mwN.). Es ist daher unerheblich, welcher Zweck mit der Inanspruchnahme von Reiseleistungen verfolgt wird (Urlaub, Bildung, Sport, Erholung) oder ob ein Zweck \u00fcberhaupt feststellbar ist. Die Einwendung der Kl\u00e4gerin, dass den von ihr durchgef\u00fchrten Reisen kein touristischer Zweck zugrunde liege, ist daher unerheblich. Die Anwendung des \u00a7 25 UStG ist gerade nicht dadurch ausgeschlossen, dass der alleinige Zweck der von einem Verkaufsveranstalter durchgef\u00fchrten Reiseleistungen darin besteht, den Warenverkauf bei der Verkaufsveranstaltungen zu f\u00f6rdern (FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_167\"><\/a>167<\/dt>\n<dd>c) Warenlieferungen und Tagesausfl\u00fcge stellen auch bei Verkaufsfahrten keine unselbst\u00e4ndigen Nebenleistungen zur jeweils anderen Leistung dar (FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493). Demnach liegen zwei Hauptleistungen vor, die Lieferung von Waren und die Durchf\u00fchrung von Reisen, die der Besteuerung nach \u00a7 25 UStG unterliegen<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_168\"><\/a>168<\/dt>\n<dd>Etwas anderes ergibt sich f\u00fcr den Streitfall auch nicht aus der Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) und des BFH zur einheitlichen Beurteilung von Leistungen, die zueinander im Verh\u00e4ltnis von Haupt- und (unselbst\u00e4ndiger) Nebenleistung stehen. Danach darf eine wirtschaftlich einheitliche Leistung nicht k\u00fcnstlich aufgespaltet werden (z.B. EuGH-Urteil vom 25. Februar 1999 Rs. C-349\/96, Card Protection Plan Ltd., Slg. 1999, I-973; BFH-Urteil vom 6. Dezember 2007 V R 66\/05, BFH\/NV 2008, 716, m.w.N.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_169\"><\/a>169<\/dt>\n<dd>Eine unselbst\u00e4ndige Nebenleistung liegt vor, wenn eine Leistung im Vergleich zur Hauptleistung nebens\u00e4chlich ist, sie wirtschaftlich erg\u00e4nzt, abrundet und \u00fcblicherweise zusammen mit der Hauptleistung ausgef\u00fchrt wird. Eine Leistung ist auch dann als Nebenleistung zu einer Hauptleistung anzusehen, wenn sie f\u00fcr den Leistungsempf\u00e4nger keinen eigenen Zweck hat, sondern das Mittel darstellt, um die Hauptleistung des Leistungserbringers unter optimalen Bedingungen in Anspruch zu nehmen (BFH-Urteile vom 7. M\u00e4rz 1995 XI R 46\/93, BStBl II 1995, 429; vom 29. April 1999 V R 72\/98, BFH\/NV 1999, 1523; vom 24. Januar 2008 V R 12\/05, BFH\/NV 2008, 909).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_170\"><\/a>170<\/dt>\n<dd>Aus der Sicht eines Verbrauchers steht ein ihm zugewendeter Tagesausflug als selbst\u00e4ndige Leistung neben der etwaigen Lieferung von Waren, bei der es sich nicht um eine Reiseleistung handelt. Der Tagesausflug hat f\u00fcr den Verbraucher eine eigenst\u00e4ndige Bedeutung. Er verliert f\u00fcr ihn nicht deshalb seine Selbst\u00e4ndigkeit, weil er im Rahmen des Tagesausflugs die M\u00f6glichkeit hat, bei einer Verkaufsveranstaltung Waren zu kaufen. Die beiden Leistungen sind auch nicht dergestalt miteinander verbunden, dass der Tagesausflug den Warenkauf inhaltlich oder wirtschaftlich erg\u00e4nzt. Hierf\u00fcr reicht es nicht aus, dass die Verkaufsveranstaltung im Rahmen des Tagesausflugs stattfindet. F\u00fcr einen Verbraucher ist es zudem nicht optimal, Waren w\u00e4hrend eines Tagesausflugs zu kaufen, da die Vergleichs- und Auswahlm\u00f6glichkeiten schlechter sind als beispielsweise bei einem Kauf im Warenhaus oder im Internet. Die Reiseleistungen bilden daher jedenfalls aus Sicht des Durchschnittsverbrauchers keine wirtschaftliche Einheit mit etwaigen K\u00e4ufen von Waren. Dass aus Sicht des Direktvertriebsunternehmers die Tagesausfl\u00fcge Hilfscharakter zu den Verkaufsveranstaltungen haben und ein untrennbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen beiden besteht, ist unerheblich. Denn ma\u00dfgeblich ist nicht die Sicht des Unternehmers, sondern die Sicht des Durchschnittsverbrauchers (BFH-Urteil vom 06.12.2007 V R 66\/05, BStBl II 2008, 638).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_171\"><\/a>171<\/dt>\n<dd>In diesem Zusammenhang ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass die Kl\u00e4gerin in den Einladungsflyern ihre Verkaufsveranstaltung selbst als Reise bewarb und dabei Begriffe verwendete wie z.B. \u201eherrlichste Reisezeit des Jahres\u201c, \u201eromantische Busfahrt\u201c, \u201etraumhafte Landschaft\u201c, \u201eherrlicher Urlaubstag\u201c, \u201eAusflugsfahrt\u201c, etc.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_172\"><\/a>172<\/dt>\n<dd>d) Der Anwendung des \u00a7 25 UStG steht nicht entgegen, dass die Empf\u00e4nger der Reiseleistungen keine oder nur geringe Geldbetr\u00e4ge aufgewendet haben, um an den Tagesausfl\u00fcgen teilzunehmen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_173\"><\/a>173<\/dt>\n<dd>\u00a7 25 UStG enth\u00e4lt die Entgeltlichkeit nicht als Tatbestandsmerkmal. Anders als in \u00a7\u00a025a Abs. 1 UStG wird in \u00a7 25 UStG nicht auf \u00a7\u00a01 Abs. 1 Nr. 1 UStG verwiesen. Daher ist davon auszugehen, dass Vertriebsunternehmen, die Reisen als sog. Kaffeefahrten unentgeltlich durchf\u00fchren, Reiseleistungen erbringen, f\u00fcr die die Sonderregelungen der Besteuerung nach \u00a7 25 UStG einschlie\u00dflich des Ausschlusses des Vorsteuerabzugs aus den Reisevorleistungen gelten (FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493, ebenso OFD Koblenz vom 08.04.2003, UR 2003, 562 &#8211; Ziff. 5 zu unentgeltlichen Gewinnreisen).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_174\"><\/a>174<\/dt>\n<dd>Bei Anwendung des \u00a7 25 UStG auch auf unentgeltliche Reiseleistungen ist der Kl\u00e4gerin in allen Streitjahren der Vorsteuerabzug aus den Rechnungen \u00fcber die Bustouren, Bewirtungen und Besichtigungen zu versagen. \u00a7 25 Abs. 4 Satz 1 UStG schlie\u00dft das Recht des Unternehmers, die ihm f\u00fcr Reisevorleistungen gesondert in Rechnung gestellten Steuerbetr\u00e4ge als Vorsteuer abzuziehen, unabh\u00e4ngig davon aus, ob die Verrechnung der Summe der f\u00fcr Reisevorleistungen aufgewendeten Betr\u00e4ge mit der Summe der Umsatzerl\u00f6se, die aus der Erbringung von Reiseleistungen erzielt werden, zu einer Bemessungsgrundlage i.S.v. \u00a7 25 Abs. 3 UStG f\u00fchrt, bei der Umsatzsteuer anf\u00e4llt. Ist die Summe der f\u00fcr Reisevorleistungen aufgewendeten Betr\u00e4ge h\u00f6her als die Summe der Umsatzerl\u00f6se (negative Marge) hat dies lediglich zur Folge, dass keine Umsatzsteuer anf\u00e4llt (FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493). Eine Erstattung des fiktiven Steuerbetrags, der sich aus einer negativen Marge errechnen l\u00e4sst, ist in \u00a7 25 UStG nicht vorgesehen (Sch\u00fcler-T\u00e4sch in S\u00f6lch\/Ringleb, UStG, \u00a7\u00a025 Rz.\u00a0193).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_175\"><\/a>175<\/dt>\n<dd>e) Die Vorsteuern aus den Rechnungen der Busunternehmen waren nicht zum Abzug zuzulassen, weil es sich um Reisevorleistungen (Bef\u00f6rderungsleistungen) und nicht um Eigenleistungen handelt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_176\"><\/a>176<\/dt>\n<dd>Nach \u00a7 25 Abs. 4 Satz 1 UStG ist der Unternehmer nicht berechtigt, die ihm f\u00fcr die Reisevorleistungen gesondert in Rechnung gestellten Steuerbetr\u00e4ge als Vorsteuer abzuziehen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_177\"><\/a>177<\/dt>\n<dd>Es kommt also vorliegend darauf an, ob die Gestellung der Busse seitens der Omnibusunternehmung als Reisevorleistungen anzusehen ist. Abzugrenzen sind die Reisevorleistungen von den Eigenleistungen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_178\"><\/a>178<\/dt>\n<dd>Nach Abschnitt 25.1 Abs. 8 Satz 4 UStAE sind eigene Mittel (Eigenleistung) auch dann gegeben, wenn der Unternehmer einen Omnibus ohne Fahrer oder im Rahmen eines Gestellungsvertrages ein bemanntes Bef\u00f6rderungsmittel anmietet. Nach Satz 8 erbringt der Unternehmer dagegen keine Reiseleistung unter Einsatz eigener Mittel, wenn er sich zur Ausf\u00fchrung einer Bef\u00f6rderung eines Omnibusunternehmers bedient, der die Bef\u00f6rderung im eigenen Namen unter eigener Verantwortung und f\u00fcr eigene Rechnung ausf\u00fchrt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_179\"><\/a>179<\/dt>\n<dd>aa) Bef\u00f6rdern ist die r\u00e4umliche Fortbewegung von Personen oder Gegenst\u00e4nden, wobei die Art des Bef\u00f6rderungsmittels nicht von Bedeutung ist (z.B. BFH-Urteile vom 2. M\u00e4rz 2011 XI R 25\/09, BStBl II 2011, 737; vom 1. August 1996 V R 58\/94, BStBl II 1997, 160, m.w.N.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_180\"><\/a>180<\/dt>\n<dd>Durch die Rechtsprechung ist bereits gekl\u00e4rt, dass die Art des Bef\u00f6rderungsmittels nicht von Bedeutung ist (BFH-Urteil vom 2. M\u00e4rz 2011 XI R 25\/09, BStBl II 2011, 737) und dass Taxifahrten Bef\u00f6rderungsleistungen sind (BFH-Urteile vom 31. Mai 2007 V R 18\/05, BStBl II 2008, 206; vom 19. Juli 2007 V R 68\/05, BStBl II 2008, 208). Auch steht der Beurteilung als Bef\u00f6rderungsleistung nicht entgegen, dass das Taxi vereinbarungsgem\u00e4\u00df zwischen mehreren Bef\u00f6rderungen auf den Kunden wartet. Die Beurteilung als Bef\u00f6rderungsleistung ist nach der Rechtsprechung weiter nicht deswegen ausgeschlossen, weil dem Kunden w\u00e4hrend der Bef\u00f6rderung zus\u00e4tzliche Annehmlichkeiten geboten werden. So beeinflusst z.B. die Qualit\u00e4t der Verpflegung und Unterbringung auf einem Schiff grunds\u00e4tzlich nicht die Art der Personenbef\u00f6rderung, sondern nur die Umst\u00e4nde, unter denen sie durchgef\u00fchrt wird (BFH-Urteil vom 2. M\u00e4rz 2011 XI R 25\/09, BStBl II 2011, 737). Die Verschaffung eines angenehmen Reiseerlebnisses steht der Beurteilung als Bef\u00f6rderung nicht entgegen (BFH-Urteil vom 08. September 2011 V R 5\/10, BStBl II 2012, 620 &#8211; Chauffeurservice).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_181\"><\/a>181<\/dt>\n<dd>bb) Bei Anwendung dieser Rechtsgrunds\u00e4tze ist im Streitfall von Bef\u00f6rderungsleistungen auszugehen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_182\"><\/a>182<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin hat die Reisenden zu im Voraus festgelegten Abfahrtzeiten an den vereinbarten Haltestellen abgeholt, zu den jeweiligen Verkaufsstellen (Cafe, Lokal o.\u00e4.) bef\u00f6rdert und anschlie\u00dfend wieder an den vereinbarten Haltestellen abgesetzt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Kl\u00e4gerin dem Busunternehmer die Haltestellen am Abend vorher mitgeteilt hat, oder ob der \u201eSprecher\u201c (Verk\u00e4ufer vor Ort) den Busfahrer hinsichtlich der Haltestellen bzw. Zusteigestationen noch am Reisetag angewiesen bzw. sich die Kl\u00e4gerin das Recht zur Erweiterung der Haltestellen vorbehalten hat.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_183\"><\/a>183<\/dt>\n<dd>Die vereinbarte Qualit\u00e4t der Fahrzeuge (Busse) und die Auswahl der Fahrer waren f\u00fcr die Kl\u00e4gerin von wesentlicher Bedeutung. Die Kl\u00e4gerin hat hierzu ausgef\u00fchrt, dass sie gro\u00dfen Wert auf saubere und moderne Reisebusse und darauf gelegt habe, dass nur zuverl\u00e4ssige Busfahrer die Reisen durchf\u00fchren. Sofern dies ausnahmsweise nicht der Fall war, also z.B. der Bus den vorherigen Absprachen oder vereinbarten Standards nicht entsprach oder der Busfahrer erst versp\u00e4tet erschien, wurde der Reisepreis entsprechend gemindert.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_184\"><\/a>184<\/dt>\n<dd>Der von der Kl\u00e4gerin vorgetragene Umstand der streckenunabh\u00e4ngigen Verg\u00fctung f\u00fchrt zu keiner anderen Beurteilung. Zwar kann die streckenunabh\u00e4ngige Verg\u00fctung f\u00fcr die Annahme eines Mietvertrages sprechen, weil der Preis f\u00fcr Bef\u00f6rderungsleistungen regelm\u00e4\u00dfig von der L\u00e4nge der zu fahrende Strecke abh\u00e4ngt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_185\"><\/a>185<\/dt>\n<dd>Im Streitfall steht jedoch fest f\u00fcr den Senat fest, dass die Beteiligten die \u201eFestpreisabrede\u201c nur aus Vereinfachungsgr\u00fcnden geschlossen haben. Vereinbart wurde regelm\u00e4\u00dfig das Fahrtziel und ein Festpreis pro Tag f\u00fcr Bus und Fahrer (in den Streitjahren \u2026 DM, anschlie\u00dfend \u2026 \u20ac), unabh\u00e4ngig von den tats\u00e4chlich gefahrenen Kilometerzahl. Die Kl\u00e4gerin hat diese \u201eFestpreisabrede\u201c damit begr\u00fcndet, dass sie nicht in jedem Fall habe pr\u00fcfen k\u00f6nnen und wollen, wieviele Kilometer der Busunternehmer tats\u00e4chlich gefahren sei. Insofern sei statt einer Abrechnung nach gefahrenen Kilometern aus Vereinfachungsgr\u00fcnden eine \u201eFestpreisabrede\u201c getroffen worden.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_186\"><\/a>186<\/dt>\n<dd>Zudem handelt es sich bei Vertr\u00e4gen \u00fcber eine Personenbef\u00f6rderung mit Mietomnibussen gerade nicht um Miete im Sinne der \u00a7\u00a7 535 ff. sondern um einen Werkvertrag handele (Fielitz\/Gr\u00e4tz, Kommentar zum Personenbef\u00f6rderung, \u00a7 49 PBefG, Rz. 3; Heinze\/Fehling\/Fiedler, Personenbef\u00f6rderungsgesetz, \u00a7 49 Rz. 2). Zu ber\u00fccksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Omnibusunternehmen &#8211; und nicht die Kl\u00e4gerin &#8211; den Bus auftankten. Auch spricht der Umstand, dass f\u00fcr den Fall der Schlechterf\u00fcllung des Vertrages (Bus nicht die vereinbarte Qualit\u00e4t \/ Fahrer hat verschlafen oder Bushaltestelle nicht angefahren) ein pauschaler Betrag von der Kl\u00e4gerin bei Rechnungszahlung abgezogen bzw. einbehalten wurde, f\u00fcr die Annahme eines Bef\u00f6rderungsvertrages.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_187\"><\/a>187<\/dt>\n<dd>Schlie\u00dflich f\u00e4llt auf, dass in den Abrechnungen bei Fahrten ins Ausland (z.B. Holland) regelm\u00e4\u00dfig die Gesamtkilometer sowie die inl\u00e4ndischen Kilometer angegeben wurden, wobei nur die inl\u00e4ndischen Kilometer vom Busunternehmer der Umsatzsteuer unterworfen wurden. Auch dies spricht f\u00fcr die Annahme einer Bef\u00f6rderungsleistung, da bei einer Bef\u00f6rderungsleistung die Steuerbarkeit auf die Bewirkung der Strecke im Inland beschr\u00e4nkt ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_188\"><\/a>188<\/dt>\n<dd>Festzuhalten ist damit, dass im Streitfall nicht zeitbezogene Gestellungsvertr\u00e4ge abgeschlossen wurden, sondern streckenbezogene Bef\u00f6rderungsvertr\u00e4ge.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_189\"><\/a>189<\/dt>\n<dd>f) Selbst wenn \u00a7 25 UStG vorliegend ausgeschlossen sein sollte, weil er auf unentgeltliche Reiseleistungen keine Anwendung finden (so Stadie, UStG, \u00a7 25 Rz. 35) oder jedenfalls insofern unanwendbar w\u00e4re, als Reisen im Unternehmen eingesetzt werden, z.B. als Geschenk f\u00fcr Kunden oder Gesch\u00e4ftsfreunde (so z.B. Sch\u00fcler-T\u00e4sch in S\u00f6lch\/Ringleb, UStG, \u00a7 25 Rz. 98) oder die Bef\u00f6rderungsleistungen entgegen der oben vertretenen Auffassung nicht als Bef\u00f6rderungsleistungen, sondern als Eigenleistungen der Kl\u00e4gerin anzusehen und der Vorsteuerabzug nicht nach \u00a7 25 Abs. 4 Satz 1 UStG ausgeschlossen w\u00e4re, k\u00f6nnte die Kl\u00e4gerin wegen der Vorsteuerabzugsbeschr\u00e4nkung gem. \u00a7 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG i. V. m. \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1, Abs. 7 EStG dennoch keine Vorsteuern abziehen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_190\"><\/a>190<\/dt>\n<dd>\u00a7 3 Abs. 9a Satz 1 Nr. 2 1. Alternative UStG stellt nur die unentgeltliche Erbringung einer sonstigen Leistung durch den Unternehmer f\u00fcr Zwecke, die au\u00dferhalb des Unternehmens liegen, einer sonstigen Leistung gegen Entgelt i.S.v. \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG gleich. Anders als unentgeltliche Lieferungen i.S. des \u00a7 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 3 UStG sind unentgeltliche sonstige Leistungen f\u00fcr Zwecke des Unternehmens nicht steuerbar.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_191\"><\/a>191<\/dt>\n<dd>Die von der Kl\u00e4gerin durchgef\u00fchrten Tagesausfl\u00fcge bestanden aus mehreren sonstigen Leistungen (Busfahrt, Bewirtung und ggf. Besichtigung). Die Kl\u00e4gerin verfolgte mit der unentgeltlichen Erbringung dieser sonstigen Leistungen unternehmerische Zwecke. Gegenstand des gewerblichen Unternehmens der Kl\u00e4gerin war der Vertrieb von Waren aller Art. Sie sah in den Teilnehmern der Tagesausfl\u00fcge potentielle K\u00e4ufer der von ihr vertriebenen Waren. Alle Teilnehmer sollten auch an den Verkaufsveranstaltungen im Rahmen der Tagesausfl\u00fcge teilnehmen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_192\"><\/a>192<\/dt>\n<dd>Da die von der Kl\u00e4gerin f\u00fcr Zwecke ihres Unternehmens unentgeltlich erbrachten sonstigen Leistungen nicht unter \u00a7 3 Abs. 9a Satz 1 Nr. 2 1. Alternative UStG fallen, sind sie nicht steuerbar. Dennoch bleibt der Vorsteuerabzug f\u00fcr die Kl\u00e4gerin erhalten, wenn die Vorsteuerbetr\u00e4ge die Voraussetzungen des \u00a7 15 Abs. 1 UStG erf\u00fcllen und au\u00dferdem nicht das Vorsteuerabzugsverbot in \u00a7 15 Abs. 1a UStG eingreifen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_193\"><\/a>193<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin hat dem Beklagten Rechnungen \u00fcber Bustouren mit offenem Umsatzsteuerausweis vorgelegt und den Vorsteuerabzug geltend gemacht. Sie hat diese Leistungen nach \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG f\u00fcr Zwecke ihres Unternehmens bezogen, um damit Tagesausfl\u00fcge f\u00fcr eine Vielzahl von Personen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Tagesausfl\u00fcge dienten erkennbar dazu, m\u00f6glichst viele Personen als potentielle K\u00e4ufer bei ihren Verkaufsveranstaltungen zu haben und dadurch m\u00f6glichst hohe Verkaufsums\u00e4tze zu erzielen. Ein Leistungsbezug f\u00fcr das Unternehmen der Kl\u00e4gerin scheitert nicht daran, dass die Teilnehmer der Tagesausfl\u00fcge die Busfahrten zu nichtunternehmerischen Zwecken in Anspruch nahmen. Vielmehr bleibt der vom Unternehmer verfolgte Zweck auch dann ma\u00dfgebend, wenn der Bedachte die erhaltene Leistung zu nichtunternehmerischen Zwecken verwendet. Gerade die private Verwendung durch den Bedachten kann im unternehmerischen Interesse liegen (ebenso FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493)<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_194\"><\/a>194<\/dt>\n<dd>Nach \u00a7 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG sind Vorsteuerbetr\u00e4ge nicht abziehbar, die auf Aufwendungen entfallen, f\u00fcr die das Abzugsverbot des \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 4, 7, Abs. 7 EStG gilt. Diese Beschr\u00e4nkung des Vorsteuerabzugs greift im Streitfall hinsichtlich der Aufwendungen der Kl\u00e4gerin zur Durchf\u00fchrung der Tagesausfl\u00fcge ein. Denn bei den Tagesausfl\u00fcgen handelte es sich um Geschenke i.S. des \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG, f\u00fcr die die Kl\u00e4gerin Aufwendungen get\u00e4tigt hat, die mangels Erf\u00fcllung der Aufzeichnungspflicht gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 7 EStG nicht als Betriebsausgaben abzugsf\u00e4hig sind.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_195\"><\/a>195<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin wendete den Teilnehmern die jeweiligen Tagesausfl\u00fcge aus betrieblichen Gr\u00fcnden unentgeltlich zu. Dies f\u00fchrte zu einer objektiven Bereicherung der Bedachten. Denn ein Tagesausflug, der \u2013 wie hier \u2013 Busfahrt, Bewirtung und ggf. Besichtigung einschlie\u00dft, wird in dieser Form auch gegen Entgelt angeboten und besitzt damit im Wirtschaftsverkehr einen Geldwert. Die Bereicherung stammte aus dem Verm\u00f6gen der Kl\u00e4gerin, da diese die Tagesausfl\u00fcge finanzierte. Die Zuwendung einer Reise in Gestalt eines Tagesausflugs ist als Sachleistung nicht anders zu beurteilen als die Zuwendung eines Gutscheins f\u00fcr einen von einem Reiseb\u00fcro durchgef\u00fchrten Tagesausflug oder die Zuwendung von Geld mit der Auflage, den betreffenden Tagesausflug durchzuf\u00fchren (FG Bremen, Urteil vom 09.07.2008 2 K 220\/07, EFG 2008, 1493 unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 23.06.1993 I R 14\/93, BStBl II 1993, 806).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_196\"><\/a>196<\/dt>\n<dd>Ob eine Verm\u00f6genszuwendung unentgeltlich als Geschenk oder entgeltlich im Hinblick auf eine Gegenleistung des Empf\u00e4ngers gemacht wird, entscheidet nach b\u00fcrgerlichem Recht die hier\u00fcber zwischen den Beteiligten getroffene Vereinbarung. Als Gegenleistungen kommen im vorliegenden Zusammenhang alle Handlungen in Betracht, die im betrieblichen Interesse des Zuwendenden liegen. Die erwartete oder bereits erbrachte Gegenleistung muss hinreichend konkretisiert sein. Daran fehlt es, wenn die Zuwendung nur die Aufgabe hat, Gesch\u00e4ftsverbindungen anzukn\u00fcpfen, zu sichern oder zu verbessern (BFH-Urteil vom 23.06.1993 I R 14\/93, BStBl II 1993, 806). Der vom Zuwendenden verfolgte Zweck \u2013 n\u00e4mlich das Wohlwollen des Bedachten zu erringen, um daraus Vorteile f\u00fcr den eigenen Betrieb zu ziehen \u2013 steht der Unentgeltlichkeit der Zuwendung nicht entgegen. Auch auf Zweckgeschenke sind die zivilrechtlichen Bestimmungen \u00fcber die Schenkung uneingeschr\u00e4nkt anwendbar (vgl. BFH-Urteil vom 18. Februar 1982 IV R 46\/78, BStBl II 1982, 394, m.w.N.).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_197\"><\/a>197<\/dt>\n<dd>Im Streitfall wurden die Tagesausfl\u00fcge den Teilnehmern im Hinblick auf die im Rahmen der Tagesausfl\u00fcge durchgef\u00fchrten Verkaufsveranstaltungen zugewendet. Hierdurch sollte erreicht werden, dass m\u00f6glichst viele Personen an den Verkaufsveranstaltungen teilnahmen und es zu m\u00f6glichst vielen Verk\u00e4ufen kam. Die Tagesausfl\u00fcge waren typische Zweckgeschenke im Vorfeld von Gesch\u00e4ftsabschl\u00fcssen. Die Teilnahme des Ausflugsteilnehmers an den Verkaufsveranstaltungen war keine Gegenleistung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Tagesausflugs. Denn die Verkaufsveranstaltung war Bestandteil des zugewendeten Tagesausflugs und minderte allenfalls dessen Wert. Etwaige K\u00e4ufe von Waren bei den Verkaufsveranstaltungen waren ebenfalls keine Gegenleistung des Teilnehmers f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Tagesausflugs. Aus Sicht sowohl des Teilnehmers eines Tagesausflugs als auch der Kl\u00e4gerin handelte es sich bei jedem Warenkauf um ein selbst\u00e4ndig neben dem Tagesausflug stehendes entgeltliches Rechtsgesch\u00e4ft, bei dem ein Austauschverh\u00e4ltnis nur zwischen der jeweils gekauften Ware und dem daf\u00fcr hingegebenen Geld vorlag.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_198\"><\/a>198<\/dt>\n<dd>Die Vorsteuern w\u00e4ren mithin auch dann vom Abzug ausgeschlossen, wenn &#8211; entgegen der vom Senat vertretenen Auffassung &#8211; keine Reiseleistungen nach \u00a7 25 UStG anzunehmen w\u00e4ren.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_199\"><\/a>199<\/dt>\n<dd>4. Die Kostenentscheidung ergibt sich aus \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Einstufung von Nahrungserg\u00e4ngzungsmitteln in Position 2106 der Kombinierten Nomenklatura, so dass die Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nicht gem. \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i.V.m. der lfd. Nr. 33 der Anlage 2 dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterfallen. 2. Qualifizierung von Kaffeefarten als Reiseleistungen Revision eingelegt &#8211; BFH-Az.: V R 54\/17 Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 5. Senat, Urteil vom 19.01.2017, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einstufung-von-nahrungsergaenzungsmittel-in-position-2106-der-kombinierten-nomenklatura\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Einstufung von Nahrungserg\u00e4nzungsmittel  in Position 2106 der Kombinierten Nomenklatura<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-48530","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48530\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}