{"id":48540,"date":"2018-06-28T09:34:35","date_gmt":"2018-06-28T07:34:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48540"},"modified":"2018-06-28T09:34:35","modified_gmt":"2018-06-28T07:34:35","slug":"gleichmaessige-verteilung-einer-einmaligen-zuzahlung-des-arbeitnehmers-zu-den-anschaffungskosten-eines-zur-privatnutzung-ueberlassenen-betrieblichen-kfz-auf-die-zwischen-arbeitnehmer-und-arbeitgeber-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gleichmaessige-verteilung-einer-einmaligen-zuzahlung-des-arbeitnehmers-zu-den-anschaffungskosten-eines-zur-privatnutzung-ueberlassenen-betrieblichen-kfz-auf-die-zwischen-arbeitnehmer-und-arbeitgeber-v\/","title":{"rendered":"Gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung einer einmaligen Zuzahlung des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines zur Privatnutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Kfz auf die zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbarte Nutzungsdauer des Kfz"},"content":{"rendered":"<div class=\"bsbold VersatztNachLinks\">\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dd>Entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung (vgl. Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 Lohnsteuerrichtlinien) ist eine in einer Summe erfolgende Zuzahlung eines Arbeitnehmers zur Anschaffung eines ihm auch zur Privatnutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Kfz auf die Nutzungsdauer des Kfz gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen. Die Zuzahlung mindert den monatlichen geldwerten Vorteil aus der privaten Kfz-Nutzung bereits auf der Einnahmenseite, wenn zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer die Dauer der Nutzungs\u00fcberlassung ausdr\u00fccklich vereinbart wurde (Parallelentscheidung in 9 K 210\/17).<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>Revision zugelassen<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"bssmall\">Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 9. Senat, Urteil vom 16.04.2018, 9 K 162\/17, ECLI:DE:FGNI:2018:0416.9K162.17.00<\/p>\n<p class=\"bssmall\">\u00a7 6 Abs 1 Nr 4 S 2 EStG, \u00a7 8 Abs 2 S 2 EStG<\/p>\n<div>\n<h4 class=\"doc\">TATBESTAND<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_1\"><\/a>1<\/dt>\n<dd>Zwischen den Beteiligten ist die H\u00f6he des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs und damit einhergehend streitig, ob der Kl\u00e4ger in den Streitjahren geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt war und aufgrund der durch den Arbeitgeber bislang erfolgten Pauschalversteuerung des Arbeitslohns Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit des Kl\u00e4gers in der Einkommensteuerveranlagung nicht erfasst werden d\u00fcrfen. Des Weiteren begehrt der Kl\u00e4ger mit seiner Klage die Anerkennung weiterer au\u00dfergew\u00f6hnlicher Belastungen unter Ber\u00fccksichtigung der neuesten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. Januar 2017 VI R 75\/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_2\"><\/a>2<\/dt>\n<dd>Der Kl\u00e4ger ist Rentner. In seiner Einkommensteuererkl\u00e4rung 2013 erkl\u00e4rte er neben gewerblichen Beteiligungseink\u00fcnften, Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen, Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung auch sonstige Eink\u00fcnfte aus Leibrenten sowie anderen wiederkehrenden Leistungen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_3\"><\/a>3<\/dt>\n<dd>Ferner machte er au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen f\u00fcr Fahrten wegen seines vollj\u00e4hrigen behinderten Sohnes in H\u00f6he von 3.000 \u20ac (10.000 km x 0,30 \u20ac) geltend.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_4\"><\/a>4<\/dt>\n<dd>Daneben erzielte der Kl\u00e4ger Eink\u00fcnfte aus nichtselbstst\u00e4ndiger Arbeit. Diesen Eink\u00fcnften lag eine Anstellung bei einer GmbH zu Grunde. Dort war der Kl\u00e4ger geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt. Die Lohnversteuerung erfolgte durch die GmbH pauschal nach \u00a7 40a Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) mit einem Pauschsteuersatz in H\u00f6he von 2% des Arbeitsentgelts. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der GmbH ist ein weiterer Sohn des Kl\u00e4gers. Seitens der GmbH wurde der monatliche Arbeitslohn des Kl\u00e4gers wie folgt ermittelt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_5\"><\/a>5<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Gehalt<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">75 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">geldwerter Vorteil PKW Nutzung<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">374 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">(574 \u20ac abzgl. vom Kl\u00e4ger gezahlter Zuschuss 200 \u20ac)<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">__________________________________________<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">______<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Bruttoverdienst:<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">449 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_6\"><\/a>6<\/dt>\n<dd>Der privaten PKW Nutzung lag ein am 5. Mai 2010 zwischen der GmbH und dem Kl\u00e4ger geschlossener Kraftfahrzeug\u00fcberlassungsvertrag als Erg\u00e4nzung zum bestehenden Arbeitsvertrag zu Grunde. Danach \u00fcberl\u00e4sst die GmbH dem Kl\u00e4ger das Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz, GLK. Insoweit ist zwischen den Beteiligten unstreitig, dass in dem Kfz-\u00dcberlassungsvertrag ein falsches Kennzeichen angegeben worden ist. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Vorf\u00fchrwagen, Erstzulassung Dezember 2009, der durch die GmbH im Mai 2010 f\u00fcr 36.848,74 \u20ac zzgl. Kosten f\u00fcr eine nachtr\u00e4glich angebaute Anh\u00e4ngerkupplung in H\u00f6he von 882,35 \u20ac mithin f\u00fcr insgesamt 37.731,09 \u20ac netto angeschafft worden war.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_7\"><\/a>7<\/dt>\n<dd>In \u00a7 2 Ziffer 6 des Kfz-\u00dcberlassungsvertrages hei\u00dft es:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_8\"><\/a>8<\/dt>\n<dd>\u201e<em>Der Arbeitnehmer leistet f\u00fcr die Anschaffung des Fahrzeugs eine einmalige Zuzahlung in H\u00f6he von 20.000 \u20ac, die er auf das Konto des Arbeitgebers \u00fcberweist. Die Zuzahlung wird f\u00fcr einen Zeitraum von 96 Monaten gezahlt. Sollte das Fahrzeug vorzeitig zur\u00fcckgegeben, ver\u00e4u\u00dfert oder getauscht werden, werden dem Arbeitnehmer f\u00fcr jeden nicht genutzten Monat 1\/96stel erstattet.\u201c<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_9\"><\/a>9<\/dt>\n<dd>Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Kfz-\u00dcberlassungsvertrag (Blatt 15 FG-Akte) verwiesen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_10\"><\/a>10<\/dt>\n<dd>Entsprechend hat der Kl\u00e4ger einmalig 20.000 \u20ac an die GmbH gezahlt. Diese hat die Einmalzahlung anschaffungskostenmindernd ber\u00fccksichtigt, sodass sie die Abschreibung f\u00fcr das Fahrzeug von einer um 20.000 \u20ac geminderten Bemessungsgrundlage vornahm.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_11\"><\/a>11<\/dt>\n<dd>Mit Bescheid vom 27. November 2014 veranlagte der Beklagte zun\u00e4chst erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00df zur Einkommensteuer 2013. Aufgrund eines schlichten Antrags auf \u00c4nderung des Prozessbevollm\u00e4chtigten vom 1. Dezember 2014 erlie\u00df der Beklagte am 10. Dezember 2014 einen hinsichtlich der Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung der H\u00f6he nach ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheid 2013. Sowohl der urspr\u00fcngliche als auch der ge\u00e4nderte Einkommensteuerbescheid 2013 stand nicht unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_12\"><\/a>12<\/dt>\n<dd>In der Zeit vom 2. Juni 2016 bis zum 10. Juni 2016 f\u00fchrte der Beklagte bei der GmbH eine Lohnsteuerau\u00dfenpr\u00fcfung f\u00fcr den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015 durch. Dabei berechnete der zust\u00e4ndige Au\u00dfenpr\u00fcfer den geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung des dem Kl\u00e4ger \u00fcberlassenen Firmenfahrzeugs wie folgt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_13\"><\/a>13<\/dt>\n<dd>Bruttolistenpreis Mercedes-Benz GLK 350 CDI 4 MATIC: 57.322 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_14\"><\/a>14<\/dt>\n<dd>privater Nutzungswert monatlich 1% des Bruttolistenpreises: 573 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_15\"><\/a>15<\/dt>\n<dd>Nutzungswert pro Jahr (573 \u20ac x 12) = 6.876 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_16\"><\/a>16<\/dt>\n<dd>Die Zuzahlung des Kl\u00e4gers zu den Anschaffungskosten des PKW ber\u00fccksichtigte der Betriebspr\u00fcfer dahingehend, dass er den geldwerten Vorteil aus der privaten Nutzungsm\u00f6glichkeit des Kraftfahrzeugs minderte. Dabei war er unter R\u00fcckgriff auf Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 3 der Lohnsteuerrichtlinien (LStR) der Auffassung, dass nach der Anrechnung im Zahlungsjahr verbleibende Zuzahlungen in den darauffolgenden Kalenderjahren auf den Privatnutzungswert f\u00fcr das Kraftfahrzeug angerechnet werden. Auf Basis dessen ber\u00fccksichtigte der Au\u00dfenpr\u00fcfer die Zuzahlung wie folgt:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_17\"><\/a>17<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Zuzahlung Arbeitnehmer<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">20.000 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">abzgl. geldwerter Vorteil 2010:<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">6.876 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">verbleiben<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">13.124 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">abzgl. geldwerter Vorteil 2011:<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">6.876 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">verbleiben<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">6.248 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">abzgl. geldwerter Vorteil 2012<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">6.248 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">verbleiben<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">0 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_18\"><\/a>18<\/dt>\n<dd>Entsprechend minderte die Zuzahlung des Kl\u00e4gers den privaten Nutzungswert bis Ende 2012, sodass nach Auffassung des Betriebspr\u00fcfers ab dem Kalenderjahr 2013 der geldwerte Vorteil aus der privaten Kfz Nutzung mit j\u00e4hrlich 6.876 \u20ac bei den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers zu ber\u00fccksichtigen sei. Vor diesem Hintergrund errechnete der Betriebspr\u00fcfer f\u00fcr die Kalenderjahre beginnend ab 2013 folgende Einnahmen aus nichtselbstst\u00e4ndiger Arbeit f\u00fcr den Kl\u00e4ger:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_19\"><\/a>19<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Gehalt (75 \u20ac x 12):<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">900 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">geldwerter Vorteil Kfz Nutzung<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">6.876 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Summe<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">7.776 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_20\"><\/a>20<\/dt>\n<dd>Der Beklagte folgte der Rechtsauffassung des Betriebspr\u00fcfers und \u00e4nderte mit Bescheid vom 19. Juli 2016 den Einkommensteuerbescheid 2013 nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO, indem er bei den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit des Kl\u00e4gers einen Bruttoarbeitslohn in H\u00f6he von 7.776 \u20ac ansetzte und davon den Arbeitnehmerpauschbetrag in H\u00f6he von 1.000 \u20ac zum Abzug brachte.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_21\"><\/a>21<\/dt>\n<dd>Die geltend gemachten au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen setzte der Beklagte in H\u00f6he von 1.536 \u20ac an, indem er eine zumutbare Eigenbelastung in H\u00f6he von 1.464 \u20ac (3% von 48.811 \u20ac) ber\u00fccksichtigte.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_22\"><\/a>22<\/dt>\n<dd>Dagegen legte der Kl\u00e4ger vertreten durch seinen Prozessbevollm\u00e4chtigten per E-Mail am 26. Juli 2016 Einspruch ein.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_23\"><\/a>23<\/dt>\n<dd>Aufgrund der Kfz-\u00dcberlassungsvereinbarung zwischen der GmbH und dem Kl\u00e4ger solle die Zuzahlung in H\u00f6he der vom Kl\u00e4ger geleisteten 20.000 \u20ac j\u00e4hrlich ratierlich auf die Anschaffungskosten des PKW geleistet werden. Demnach ergebe sich bei einer aufgrund der Kfz-\u00dcberlassungsvereinbarung vereinbarten Nutzungsdauer von 96 Monaten (8 Jahren) ein monatlicher Zuzahlungsbetrag in H\u00f6he von 208,33 \u20ac. Folglich sei die bislang durch die GmbH vorgenommene Berechnung des Bruttoarbeitslohns des Kl\u00e4gers, bei welcher der monatliche geldwerte Vorteil um 200 \u20ac gemindert wurde, korrekt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_24\"><\/a>24<\/dt>\n<dd>Da das Fahrzeug im Mai 2010 angeschafft worden sei, d\u00fcrften f\u00fcr das 1. Jahr der Nutzungs\u00fcberlassung lediglich 4.584 \u20ac als geldwerter Vorteil angesetzt werden, so das sich f\u00fcr das Kalenderjahr 2013 noch eine Minderung des geldwerten Vorteils in H\u00f6he von 1.664 \u20ac ergeben w\u00fcrde.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_25\"><\/a>25<\/dt>\n<dd>Dazu teilte der Beklagte am 14. November 2016 dem Kl\u00e4ger mit, dass die geleistete Zuzahlung bei Anschaffung des auch f\u00fcr Privatzwecke \u00fcberlassenen Fahrzeugs nach den Regelungen der Lohnsteuerrichtlinien zu behandeln sei. Nach Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 LStR sei der vom Arbeitnehmer geleistete Zuschuss mit dem geldwerten Vorteil aus der PKW-\u00dcberlassung im Jahr der Zahlung zu verrechnen. \u00dcbersteigende Zuzahlungsbetr\u00e4ge m\u00fcssten in den Folgejahren mit den Betr\u00e4gen der geldwerten Nutzung verrechnet werden bis der Zuzahlungsbetrag aufgebraucht sei. Eine vom Steuerpflichtigen bestimmte ratierliche Verrechnung des Zuschusses mit geldwerten Vorteilen sei hingegen nicht vorgesehen. F\u00fcr den Veranlagungszeitraum 2013 ergebe sich noch eine Verrechnungssumme in H\u00f6he von 1.664 \u20ac, sodass der zu versteuernde geldwerte Vorteil danach 5.212 \u20ac betrage und insgesamt ein Arbeitslohn in H\u00f6he von 6.112 \u20ac im Veranlagungszeitraum 2013 der Besteuerung zu unterwerfen sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_26\"><\/a>26<\/dt>\n<dd>Dazu teilte der Prozessbevollm\u00e4chtigte dem Beklagten mit, dass er weiterhin an seiner Rechtsauffassung festhalte und beantragte hilfsweise die Zuzahlungen durch den Kl\u00e4ger zum Werbungskostenabzug zuzulassen. Des Weiteren war der Prozessbevollm\u00e4chtigte der Auffassung, dass die vom Beklagten zitierte Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 LStR auf den vorliegenden Fall nicht zutr\u00e4fe, da es hier zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer eine Vereinbarung dar\u00fcber gebe, wie die Anzahlung der 20.000 \u20ac zu ber\u00fccksichtigen sei. Au\u00dferdem gebe es eine R\u00fcckzahlungsverpflichtung bei einem vorzeitigen Verkauf des Fahrzeugs. Dazu f\u00fcgte der Prozessbevollm\u00e4chtigte eine Kopie des Kfz-\u00dcberlassungsvertrages f\u00fcr den Beklagten bei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_27\"><\/a>27<\/dt>\n<dd>Ausweislich eines Aktenvermerks des Beklagten vom 24. Februar 2017 hat der Lohnsteuerau\u00dfenpr\u00fcfer im Rahmen der Pr\u00fcfung den Kfz-\u00dcberlassungsvertrag nicht in Augenschein genommen. Nach Auffassung des Au\u00dfenpr\u00fcfers k\u00f6nne die Vereinbarung jedoch keinen Unterschied machen, weil keine monatlichen Zahlungen geleistet wurden, sondern eine Einmalzahlung (vgl. Bl. 33 Einspruchsheftung).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_28\"><\/a>28<\/dt>\n<dd>Mit Schreiben vom 1. M\u00e4rz 2017 teilte der Beklagte dem Prozessbevollm\u00e4chtigten daher mit, dass auch die Vorlage des Kfz-\u00dcberlassungsvertrages nichts an seiner Rechtsauffassung \u00e4ndere. Denn auch hier seien keine monatlichen Zahlungen f\u00fcr die Kfz-\u00dcberlassung vereinbart worden, sondern eine einmalige Zuzahlung in H\u00f6he von 20.000 \u20ac. Dass die Zahlung f\u00fcr einen Zeitraum der Nutzung von 96 Monaten vereinbart wurde, \u00e4ndere nach Auffassung des Beklagten nichts an der Anwendung der Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 der Lohnsteuerrichtlinien. Vielmehr stelle diese Vereinbarung lediglich eine Rechnungsgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr eine eventuelle Erstattung der Zuzahlung bei vorzeitiger R\u00fcckgabe des Fahrzeugs an den Arbeitgeber dar.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_29\"><\/a>29<\/dt>\n<dd>Mit Einspruchsbescheid vom 28. M\u00e4rz 2017 setzte der Beklagte die Einkommensteuer 2013 von 9.159 \u20ac auf 8.588 \u20ac herab. Dabei ber\u00fccksichtigte der Beklagte noch einen Restbetrag des Zuzahlungsbetrages in H\u00f6he von 1.664 \u20ac bei der Ermittlung des Nutzungswerts der privaten PKW Nutzung. Im \u00dcbrigen wies der Beklagte den Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Gem\u00e4\u00df Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 LStR mindere ein Nutzungsentgelt, welches der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber f\u00fcr die Nutzung des Kraftfahrzeugs zahle, den Nutzungswert. Zusch\u00fcsse des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten k\u00f6nnten im Zahlungsjahr ebenfalls auf den privaten Nutzungswert angerechnet werden. Nach der Anrechnung verbleibende Zusch\u00fcsse k\u00f6nnten in den darauffolgenden Kalenderjahren auf den privaten Nutzungswert f\u00fcr das jeweilige Kraftfahrzeug angerechnet werden. Vorliegend habe der Kl\u00e4ger f\u00fcr die Kfz-\u00dcberlassung kein Entgelt f\u00fcr die Nutzung des Kraftfahrzeugs, sondern eine einmalige Zuzahlung in H\u00f6he von 20.000 \u20ac f\u00fcr die Anschaffung des PKW an den Arbeitgeber gezahlt. Daher sei diese Zahlung nicht auf einen pauschalen monatlichen Betrag beschr\u00e4nkt bei der Ermittlung des privaten Nutzungswerts zu ber\u00fccksichtigen, sondern in jedem Jahr voll auf den Nutzungswert anzurechnen, bis der Zuzahlungsbetrag verbraucht sei. Daran \u00e4ndere auch die Vereinbarung eines bestimmten Zeitraums f\u00fcr den die Zuzahlung gezahlt werden solle, nichts, weil diese Regelung nur dazu getroffen wurde, um eventuelle Erstattungsanspr\u00fcche des Kl\u00e4gers bei vorzeitiger Beendigung der Nutzungs\u00fcberlassung zu konkretisieren.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_30\"><\/a>30<\/dt>\n<dd>Dagegen wendet sich der Kl\u00e4ger mit seiner am 28. April 2017 bei dem Nieders\u00e4chsischen Finanzgericht eingegangenen Klage. Er ist der Auffassung, dass die Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 LStR auf den vorliegenden Fall keine Anwendung finde, da der Kl\u00e4ger mit seinem Arbeitgeber eine Vereinbarung getroffen habe, wonach er monatlich 200 \u20ac zum Abzug von dem nach der 1%-Regelung berechneten Betrag angerechnet bekomme. Hilfsweise beziehe sich der Kl\u00e4ger auf das BFH Urteil vom 18. Oktober 2007 Aktenzeichen VI R 59\/06, wonach die Zahlungssumme in H\u00f6he von 20.000 \u20ac f\u00fcr den Kl\u00e4ger zum Werbungskostenabzug \u00fcber 8 Jahre verteilt anzusetzen sei. Der Kl\u00e4ger verweist explizit auf Abs. 2 in \u00a7 2 Abs. 6 des Kfz-\u00dcberlassungsvertrages, wonach die Zuzahlung f\u00fcr einen Zeitraum von 96 Monaten gezahlt werde. Dieser Passus stelle eindeutig klar, dass die Zuzahlung f\u00fcr einen Zeitraum auf die zuk\u00fcnftigen 96 Monate bezogen werden m\u00fcsse. Satz 3 der Regelung betreffend die R\u00fcckzahlungsmodalit\u00e4ten komme erst dann zur Anwendung, wenn der Fall der vorzeitigen R\u00fcckgabe eintrete. Der Kl\u00e4ger und sein Arbeitgeber seien immer davon ausgegangen, dass sich die Zuzahlung auf den Zeitraum von 96 Monaten erstrecke.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_31\"><\/a>31<\/dt>\n<dd>Ferner sei zu ber\u00fccksichtigen, dass sich der Kl\u00e4ger f\u00fcr einen h\u00f6herwertigen PKW unter Zuzahlung von 20.000 \u20ac entschieden habe. H\u00e4tte er sich seinerzeit f\u00fcr einen PKW mit einem Bruttolistenpreis in H\u00f6he von 30.000 \u20ac ohne Zuzahlung entschieden, w\u00e4re die 1%-Prozent Regelung klar mit 300 \u20ac pro Monat angesetzt worden. Nun habe der Kl\u00e4ger jedoch eine Zuzahlung geleistet und der Vertrag habe diese auf einen Zeitraum von 96 Monaten bezogen. Dadurch habe er die M\u00f6glichkeit, bei Ausscheiden aus dem Dienstverh\u00e4ltnis einen R\u00fcckanspruch zu generieren. H\u00e4tte er diese Zuzahlung ohne weitere Vereinbarung geleistet, so h\u00e4tte ihm ein Ersatzanspruch bei Aufgabe des Arbeitsplatzes nicht zugestanden. Allein deshalb mache es nach Auffassung des Kl\u00e4gers Sinn, eine laufzeitabh\u00e4ngige Zuzahlung mit Dauer und eventuellem R\u00fcckanspruch zu vereinbaren. Insoweit seien die Vertragsbeteiligten v\u00f6llig frei in ihrer Vertragsgestaltung. Vor diesem Hintergrund m\u00fcsse dem Kl\u00e4ger eine Reduzierung der 1%-Prozent Besteuerung zugestanden werden, weil er ansonsten gegen\u00fcber demjenigen schlechter behandelt werde, der einen betrieblichen PKW privat nutzt, der einen um die Summe der Zuzahlung g\u00fcnstigeren Bruttolistenpreis ausweist. Insoweit komme es zu einer anderweitigen Besteuerung bei einem vergleichbaren Sachverhalt, was nach Auffassung des Kl\u00e4gers Art. 3 des Grundgesetzes widerspreche. Auch nach dem BMF-Schreiben vom 21. September 2017 (IV C 5-S 2334\/11\/10004-02) sei Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 und 3 LStR weiter anzuwenden. Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines ihm auch zur privaten Nutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Fahrzeugs k\u00f6nnten danach nicht nur im Zahlungsjahr, sondern auch in den darauffolgenden Kalenderjahren auf den privaten Nutzungswert f\u00fcr das jeweilige Kraftfahrzeug bis auf 0 \u20ac angerechnet werden. Wie in diesem BMF-Schreiben zitiert, h\u00e4tten der Kl\u00e4ger und auch der Arbeitgeber verfahren.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_32\"><\/a>32<\/dt>\n<dd>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_33\"><\/a>33<\/dt>\n<dd>1. den Einkommensteuerbescheid 2013 vom 19. Juli 2016 in der Fassung des Einspruchsbescheides vom 28. M\u00e4rz 2017 dahingehend zu \u00e4ndern, dass die Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit auf 0 \u20ac herabgesetzt werden, f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen die Staffelmethode entsprechend des Urteils des BFH vom 27. Januar 2017 VI R 75\/14 angewendet wird und die Einkommensteuer 2013 entsprechend herabgesetzt wird;<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_34\"><\/a>34<\/dt>\n<dd>2. die Hinzuziehung eines Bevollm\u00e4chtigten f\u00fcr das Vorverfahren f\u00fcr notwendig zu erkl\u00e4ren.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_35\"><\/a>35<\/dt>\n<dd>Der Beklagte beantragt,<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_36\"><\/a>36<\/dt>\n<dd>die Klage abzuweisen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_37\"><\/a>37<\/dt>\n<dd>Er h\u00e4lt weiter an seiner im Einspruchsbescheid ge\u00e4u\u00dferten Rechtsauffassung fest. Ferner weist der Beklagte darauf hin, dass es zum hiesigen Streitpunkt in R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 1-3 LStR eindeutige Regelungen g\u00e4be, an die der Beklagte gebunden sei. Vorliegend sei auch zu ber\u00fccksichtigen, dass die Zuzahlung des Kl\u00e4gers nicht in monatlichen Raten, sondern vielmehr in einer Summe an den Arbeitgeber erfolgte. Dies sei genau der Fall, der in R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR geregelt sei. Da der Nutzungswert des Kl\u00e4gers im entsprechenden Kalenderjahr unter dem Zuzahlungsbetrag gelegen habe, komme die vorgenannte Richtlinie zur Anwendung, wonach verbleibende Zusch\u00fcsse in den folgenden Kalenderjahren auf den privaten Nutzungswert f\u00fcr das jeweilige Fahrzeug angerechnet werden k\u00f6nnen. Entsprechend habe der Beklagte den Vorgang auch behandelt. Die Regelungen in \u00a7 2 Nummer 6 Abs. 2 und 3 des Kfz- \u00dcberlassungsvertrages regele nach Auffassung des Beklagten lediglich die R\u00fcckzahlungsanspr\u00fcche des Kl\u00e4gers f\u00fcr den Fall, dass der Arbeitgeber das Fahrzeug vor Ablauf eines bestimmten Nutzungszeitraums zur\u00fcckverlangen sollte. F\u00fcr die tats\u00e4chliche Zahlung des Zuschusses bei Anschaffung des Kraftfahrzeugs, die in einer Summe und eben nicht in Monatsraten erfolgt sei, h\u00e4tten die Regelungen des \u00dcberlassungsvertrages aber keinerlei Bedeutung. Die von dem Kl\u00e4ger vorgetragene Ungleichbehandlung sei f\u00fcr den Beklagten nicht ersichtlich. Denn wenn einem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber ein Fahrzeug zu einem um 20.000 \u20ac niedrigeren Bruttolistenpreis \u00fcberlassen werde, werde ihm auch nur dieser PKW zur Nutzung \u00fcberlassen und bei der 1%-Regelung ber\u00fccksichtigt. Demnach liege nach Auffassung des Beklagten also ein anderer Sachverhalt zu Grunde (weniger hochwertiges Fahrzeug) und somit k\u00f6nne es auch nicht zu einer Ungleichbehandlung kommen. Im \u00dcbrigen seien dem Kl\u00e4ger eine Reduzierung der 1%-Besteuerung auch zugestanden worden, indem die Zuzahlung in den Vorjahren entsprechend der Richtlinie 8.1 Abs. 9 Satz 2 und 3 LStR jeweils voll dem geldwerten Vorteil gegengerechnet worden sei.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_38\"><\/a>38<\/dt>\n<dd>Wegen der geltend gemachten Berechnung der zumutbaren Eigenbelastung bei den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen sei der Beklagte jedoch bereit, den streitgegenst\u00e4ndlichen Einkommensteuerbescheid entsprechend zu \u00e4ndern.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_39\"><\/a>39<\/dt>\n<dd>Dem Gericht haben die Steuerakten des Beklagten nebst Einspruchshefte sowie Ausz\u00fcgen aus den Unterlagen der Lohnsteuerau\u00dfenpr\u00fcfung bei dem Arbeitgeber des Kl\u00e4gers vorgelegen. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf diese sowie die wechselseitigen Schrifts\u00e4tze der Beteiligten gem\u00e4\u00df \u00a7 105 Abs. 3 Satz 2 Finanzgerichtsordnung (FGO) Bezug genommen.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4 class=\"doc\">ENTSCHEIDUNGSGR\u00dcNDE<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_40\"><\/a>40<\/dt>\n<dd>Die zul\u00e4ssige Klage ist vollumf\u00e4nglich begr\u00fcndet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_41\"><\/a>41<\/dt>\n<dd>Die Einkommensteuerbescheid 2013 vom 19. Juli 2016 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 28. M\u00e4rz 2017 ist rechtswidrig und verletzt den Kl\u00e4ger in seinen Rechten, \u00a7 100 Abs. 1 FGO.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_42\"><\/a>42<\/dt>\n<dd>Zu Unrecht hat der Beklagte in dem streitgegenst\u00e4ndlichen Bescheid Eink\u00fcnfte des Kl\u00e4gers aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit erfasst, obwohl der Kl\u00e4ger in den Streitjahren geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt war und sein Arbeitsentgelt mit Abgeltungswirkung durch die GmbH pauschal versteuert werden durfte. Ferner hat der Beklagte bei Berechnung der abziehbaren au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen die Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75\/14, BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) nicht ber\u00fccksichtigt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_43\"><\/a>43<\/dt>\n<dd>1. Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit des Kl\u00e4gers waren in den Streitjahren nicht in der Einkommensteuerveranlagung zu erfassen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_44\"><\/a>44<\/dt>\n<dd>Nach \u00a7 40a Abs. 5 EStG in Verbindung mit \u00a7 40 Abs. 3 Satz 2 EStG ist pauschal versteuerter Arbeitslohn bei der Veranlagung zur Einkommensteuer au\u00dfer Ansatz zu lassen, da die Steuer bereits durch den Pauschsteuersatz abgegolten ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_45\"><\/a>45<\/dt>\n<dd>Im Streitjahr hat die GmbH den Arbeitslohn des Kl\u00e4gers zu Recht pauschal nach \u00a7 40a Abs. 2 EStG versteuert.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_46\"><\/a>46<\/dt>\n<dd>Danach kann der Arbeitgeber unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (\u00a7 39e Abs. 4 Satz 2 EStG) oder die Vorlage einer Bescheinigung f\u00fcr den Lohnsteuerabzug (\u00a7 39 Abs. 3 oder \u00a7 39e Abs. 7 oder Abs. 8 EStG) die Lohnsteuer einschlie\u00dflich Solidarit\u00e4tszuschlag und Kirchensteuern (einheitliche Pauschsteuer) f\u00fcr das Arbeitsentgelt aus geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigungen im Sinne des \u00a7 8 Abs. 1 Nr. 1 oder des \u00a7 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch, f\u00fcr das er Beitr\u00e4ge nach \u00a7 168 Abs. 1 Nr. 1b oder 1c (geringf\u00fcgig versicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte) oder nach \u00a7 172 Abs. 3 oder 3a (versicherungsfrei geringf\u00fcgig Besch\u00e4ftigte) des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten hat, mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in H\u00f6he von insgesamt 2 Prozent des Arbeitsentgelts erheben.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_47\"><\/a>47<\/dt>\n<dd>Der Kl\u00e4ger war im Streitjahr geringf\u00fcgig besch\u00e4ftigt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_48\"><\/a>48<\/dt>\n<dd>Eine geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung liegt nach \u00a7 8 Abs. 1 Nr. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Besch\u00e4ftigung regelm\u00e4\u00dfig im Monat 450 \u20ac nicht \u00fcbersteigt.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_49\"><\/a>49<\/dt>\n<dd>Das monatliche Arbeitsentgelt des Kl\u00e4gers \u00fcberstieg in 2013 nicht den Betrag von 450 \u20ac.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_50\"><\/a>50<\/dt>\n<dd>Neben dem Bruttogehalt in H\u00f6he von monatlich 75 \u20ac ist dem Kl\u00e4ger Arbeitslohn in Form eines geldwerten Vorteils aus der Nutzung des betrieblichen Pkw zur privaten Nutzung zugeflossen.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_51\"><\/a>51<\/dt>\n<dd>Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung f\u00fchrt die \u00dcberlassung eines betrieblichen PKW durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer f\u00fcr dessen Privatnutzung zu einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit zum Zufluss von Arbeitslohn i.S. von \u00a7 19 EStG (BFH, Urteil vom 30. November 2016 VI R 49\/14, BFHE 256, 107, BFH\/NV 2017, 516 m.w.N.). Steht der Vorteil dem Grunde nach fest, ist dieser nach \u00a7 8 Abs. 2 S\u00e4tze 2 bis 5 EStG i.V.m. \u00a7 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG entweder nach der 1 %-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode zu bewerten. Beide vom Gesetz vorgegebenen Alternativen zur Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung eines Firmenfahrzeugs regeln einheitlich und abschlie\u00dfend, welche Aufwendungen von dem gefundenen Wertansatz erfasst und in welchem Umfang die dem Steuerpflichtigen hieraus zuflie\u00dfenden Sachbez\u00fcge abgegolten werden. Sowohl die 1 %-Regelung (\u00a7 8 Abs. 2 Satz 2 EStG) als auch die Fahrtenbuchmethode (\u00a7 8 Abs. 2 Satz 4 EStG) stellen lediglich unterschiedliche Wege zur Bewertung dieses Vorteils bereit. Als Spezialvorschriften zu \u00a7 8 Abs. 2 Satz 1 EStG sperren sie, soweit ihr Regelungsgehalt reicht, den R\u00fcckgriff auf die dort geregelte Bewertung von Sachbez\u00fcgen im \u00dcbrigen (BFH, Urteil vom 30. November 2016 VI R 49\/14, BFHE 256, 107, BFH\/NV 2017, 516 m. w. N).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_52\"><\/a>52<\/dt>\n<dd>Nach diesen Grunds\u00e4tzen ist es zwischen den Beteiligten unstreitig, dass dem Kl\u00e4ger durch die \u00dcberlassung des betrieblichen PKW Mercedes GLK zur Privatnutzung dem Grunde nach Arbeitslohn im Sinne des \u00a7 19 Abs. 1 EStG zugeflossen ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_53\"><\/a>53<\/dt>\n<dd>Der Arbeitgeber des Kl\u00e4gers hat diesen geldwerten Vorteil vorliegend durch die 1%-Regelung bewertet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_54\"><\/a>54<\/dt>\n<dd>Dabei ist allein streitig, wie die durch den Kl\u00e4ger bei Anschaffung des Fahrzeugs erfolgte Zuzahlung zu den Anschaffungskosten des Pkw in H\u00f6he von 20.000 \u20ac bei der Bewertung des geldwerten Vorteils zu ber\u00fccksichtigen ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_55\"><\/a>55<\/dt>\n<dd>Entgegen der Auffassung des Beklagten mindert die erfolgte Zuzahlung zu den Anschaffungskosten des Pkw den geldwerten Vorteil monatlich in H\u00f6he von 20.000\u20ac\/96 Monate, mithin um 208 \u20ac.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_56\"><\/a>56<\/dt>\n<dd>Der BFH hat bereits mit Urteil vom 18. Oktober 2007 f\u00fcr einen vergleichbaren Fall, in welchem der Arbeitnehmer zu den Anschaffungskosten eines ihm auch zur privaten Nutzung durch seinen Arbeitgeber \u00fcberlassenen Porsche eine Zuzahlung get\u00e4tigt hatte, entschieden, dass es sich bei der Zuzahlung dem Grunde nach um Werbungskosten des Arbeitnehmers handele. Ein solcher Aufwand zu den Anschaffungskosten f\u00fcr ein fremdes Wirtschaftsgut, welches der Arbeitnehmer zur Eink\u00fcnfteerzielung nutze, sei wie Anschaffungskosten eines Nutzungsrechts zu behandeln und \u00fcber die voraussichtliche Gesamtdauer des Nutzungsrechts abzuschreiben (BFH, Urteil vom 18. Oktober 2007 VI R 59\/06, BFHE 219, 208, BStBl. II 2009, 200).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_57\"><\/a>57<\/dt>\n<dd>In seiner j\u00fcngsten Rechtsprechung ist der BFH von dem Grundsatz, dass es sich bei solchen Aufwendungen dem Grunde nach um Werbungskosten handeln soll, ausdr\u00fccklich abger\u00fcckt und hat nunmehr entschieden, dass monatliche Nutzungsentgelte sowie vom Arbeitnehmer getragene Kosten des ihm zur privaten Nutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Pkw bereits auf der Einnahmenseite den geldwerten Vorteil des Arbeitnehmers mindern. Ein zus\u00e4tzlicher Werbungskostenabzug solcher Aufwendungen komme daher nicht in Betracht (BFH, Urteile jeweils vom 30. November 2016 VI R 49\/14, BFHE 256,107, BFH\/NV 2017, 516; VI R 24\/14, BFH\/NV 2017, 448).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_58\"><\/a>58<\/dt>\n<dd>Aus dieser Rechtsprechungsentwicklung folgert der erkennende Senat, dass die Zuzahlung des Kl\u00e4gers zu den Anschaffungskosten nicht als Werbungskosten, sondern vielmehr auf der Einnahmenseite bereits den geldwerten Vorteil mindert. Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, dass die Grunds\u00e4tze des BFH zur gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilung der Zuzahlung auf die voraussichtliche Nutzungsdauer (Urteil des BFH vom 18. Oktober 2007 VI R 59\/06) keine Anwendung mehr finden sollen. Denn der BFH hat in den Urteilsgr\u00fcnden in seinem Urteil vom 30. November 2016 VI R 49\/14 ausdr\u00fccklich ausgef\u00fchrt, dass die Grunds\u00e4tze des Urteils vom 18. Oktober 2007 VI R 59\/06 nur insoweit nicht mehr gelten sollen, als danach das Nutzungsentgelt als Werbungskosten abgezogen werden sollte.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_59\"><\/a>59<\/dt>\n<dd>Entsprechend folgt der Senat nicht der Auffassung des Beklagten, es habe zwingend eine Anrechnung wie in R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR zu erfolgen. Dabei stellt der Senat klar, dass er an die in der R 8.1. Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR geregelten Rechtsauffassung der Verwaltung ohnehin nicht gebunden ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_60\"><\/a>60<\/dt>\n<dd>Nach einer Literaturmeinung widerspreche R 8.1. Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR bereits der Rechtsprechung des BFH, wonach die Zuzahlung gleichm\u00e4\u00dfig auf die voraussichtliche Nutzungsdauer des Fahrzeugs zu verteilen ist (Becker, NWB 2013, 62, 64). Ferner sei zu ber\u00fccksichtigen, dass R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR eine Vereinfachungsregelung der Finanzverwaltung darstelle. Durften fr\u00fcher Zuzahlungen im Zahlungsjahr lediglich mit dem f\u00fcr die Privatnutzung anzusetzenden geldwerten Vorteil \u201ebis auf null\u201c verrechnet werden, gingen \u00fcberschie\u00dfende Zahlungen verloren. Dies hatte zur Folge, dass die Beteiligten darauf achten mussten, dass die Zuzahlungen den als Arbeitslohn anzusetzenden Betrag nicht \u00fcberstiegen und die Zuzahlung ggf. auf mehrere Jahre verteilt werden musste (Niermann, DB 2010, 2127, 2130).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_61\"><\/a>61<\/dt>\n<dd>Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Literaturmeinungen, welcher sich der erkennende Senat anschlie\u00dft, ist das Gericht der Auffassung, dass der Anwendungsbereich der R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR insbesondere dann er\u00f6ffnet ist, wenn eine Zuzahlung geleistet wird, aber keine Vereinbarung zur voraussichtlichen Nutzungsdauer oder zu einer Verteilung der Zuzahlung getroffen wird.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_62\"><\/a>62<\/dt>\n<dd>Insoweit regelt auch das seit dem 4. April 2018 g\u00fcltige Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) (IV C 5-S 2334\/18\/10001) nichts Gegenteiliges. Dort wird bei einer erfolgten Zuzahlung des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten des Kfz allgemein auf R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 und 3 LStR verwiesen. Sodann wird ein Beispiel gebildet, welches insoweit von dem vorliegenden Fall abweicht, als darin keine Rede davon ist, dass hinsichtlich der Verwendungsdauer der Zuzahlung eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeschlossen wurde.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_63\"><\/a>63<\/dt>\n<dd>Im vorliegenden Fall wurde jedoch eine ausdr\u00fcckliche Vereinbarung zwischen dem Kl\u00e4ger und der GmbH zur Nutzungsdauer und zur Verteilung der Zuzahlung auf 8 Jahre getroffen. Ungeachtet dessen, dass der Senat ohnehin nicht an die Anwendung der der R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR und das vorgenannte BMF- Schreiben gebunden ist, ist unter Ber\u00fccksichtigung der vorgenannten Literaturmeinungen, denen sich der Senat anschlie\u00dft, demnach bereits der Anwendungsbereich der R 8.1 Abs. 9 Nr. 4 Satz 2 LStR vorliegend nicht er\u00f6ffnet.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_64\"><\/a>64<\/dt>\n<dd>Dar\u00fcber hinaus ist auch der Rechtsgedanke des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 3 EStG zu ber\u00fccksichtigen. Danach sind Ausgaben, die f\u00fcr eine Nutzungs\u00fcberlassung von mehr als 5 Jahren im Voraus geleistet werden insgesamt auf den Zeitraum gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen, f\u00fcr den die Vorauszahlung geleistet wird. Hier handelte es sich um einen Nutzungszeitraum von 8 Jahren, sodass die Regelung des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 3 EStG anzuwenden ist. Auch diese Regelung zeigt, dass eine gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung der Zuzahlung \u00fcber die Nutzungsdauer zu erfolgen hat, wenn von vornherein ein Zeitraum f\u00fcr die Nutzung und dementsprechend f\u00fcr die Zuzahlung zwischen den Beteiligten vereinbart worden ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_65\"><\/a>65<\/dt>\n<dd>Ferner f\u00fchrt die gleichm\u00e4\u00dfige Minderung des geldwerten Vorteils wirtschaftlich zu einem vergleichbaren Ergebnis, wie wenn die Zuzahlung bereits die Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung, mithin den Bruttolistenpreis mindern w\u00fcrde. Danach h\u00e4tte sich vorliegend monatlich ein geldwerter Vorteil in H\u00f6he von 373 \u20ac ergeben (57.300 \u20ac abzgl. 20.000 \u20ac Zuzahlung x 1%). Im Rahmen der gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilung der Zuzahlung als Minderungsposten zum geldwerten Vorteil ergibt sich danach ein monatlicher Betrag in H\u00f6he von 365 \u20ac (57.300 \u20ac x 1% abzgl. 208 \u20ac (20.000 \u20ac verteilt auf 96 Monate)).<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_66\"><\/a>66<\/dt>\n<dd>Vor diesem Hintergrund ergibt sich vorliegend f\u00fcr den Kl\u00e4ger folgender Arbeitslohn im Streitjahr:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_67\"><\/a>67<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><strong>2013<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">Gehalt (75\u20ac\/Monat)<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">900 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">geldwerter Vorteil Kfz Nutzung (365 \u20ac\/Monat)<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">4.380 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><strong>Summe<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><strong>5.280 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_68\"><\/a>68<\/dt>\n<dd>Da somit der monatliche Bruttoarbeitslohn des Kl\u00e4gers im Streitjahr 2013 440 \u20ac (5.280 \u20ac\/12 Monate) betrug, hat der Arbeitgeber des Kl\u00e4gers zu Recht die Lohnsteuer gem\u00e4\u00df \u00a7 40a Abs. 2 EStG pauschal mit 2% versteuert. Entsprechend durfte der Beklagte im streitgegenst\u00e4ndlichen Bescheid keine Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit des Kl\u00e4gers bei der Veranlagung ber\u00fccksichtigen, \u00a7 40a Abs. 5, \u00a7 40 Abs. 3 Satz 3 EStG.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_69\"><\/a>69<\/dt>\n<dd>2. Der Einkommensteuerbescheid 2013 ist jedoch auch insoweit rechtswidrig und verletzt den Kl\u00e4ger in seinen Rechten, als der Beklagte bei der Berechnung der abziehbaren au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen die zumutbare Eigenbelastung einheitlich mit 3% berechnet hat.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_70\"><\/a>70<\/dt>\n<dd>Der Senat legt den diesbez\u00fcglich gestellten Antrag des Kl\u00e4gers dahingehend aus, dass er sich auf das Urteil des BFH vom 19. Januar 2017 VI R 75\/14 (BFHE 256, 339, BStBl. II 2017, 684) bezieht und dass insoweit im Klageantrag versehentlich ein falsches Entscheidungsdatum (27. Januar 2017 anstatt 19. Januar 2017) genannt worden ist.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_71\"><\/a>71<\/dt>\n<dd>Insoweit schlie\u00dft sich der Senat der \u00fcbereinstimmenden Einsch\u00e4tzung der Beteiligten an, wonach es sich bei den geltend gemachten Aufwendungen des Kl\u00e4gers f\u00fcr Fahrtkosten aufgrund der Behinderung des Sohnes dem Grunde nach um au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen handelt und dass die Ermittlung der zumutbaren Eigenbelastung entsprechend der nunmehr durch den BFH (Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75\/14 , BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) erfolgten Auslegung der Regelung des \u00a7 33 Abs. 3 EStG zu erfolgen hat.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_72\"><\/a>72<\/dt>\n<dd>Danach ergeben sich folgende abziehbaren au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen im Streitjahr 2013:<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_73\"><\/a>73<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"3\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0Aufwendungen<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a03.000 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0Gesamtbetrag der Eink\u00fcnfte (GdE)<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a042.035 \u20ac<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0Eigenbelastung bis 15.340 \u20ac GdE<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a02%<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0307 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0Eigenbelastung von 15.341 \u20ac bis 51.130\u20ac GdE<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a03%<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0801 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0<strong>abziehbare au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0<strong>1.892 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0bislang abziehbar lt. Bescheid vom 28.03.2017<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a01.586 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0noch als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen abzuziehen<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\u00a0306 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_74\"><\/a>74<\/dt>\n<dd>Nach alledem war der Klage in vollem Umfang stattzugeben.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_75\"><\/a>75<\/dt>\n<dd>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_76\"><\/a>76<\/dt>\n<dd>4. Die Entscheidung \u00fcber die Hinzuziehung eines Bevollm\u00e4chtigten im Vorverfahren beruht auf \u00a7 139 Abs. 3 Satz 3 FGO.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_77\"><\/a>77<\/dt>\n<dd>5. Die Entscheidung \u00fcber die vorl\u00e4ufige Vollstreckbarkeit ergibt sich aus den \u00a7\u00a7 151 Abs. 1, Abs. 3 FGO in Verbindung mit \u00a7\u00a7 708 Nr. 10, 711 S\u00e4tze 1 und 2, \u00a7 709 S. 2 Zivilprozessordnung.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_78\"><\/a>78<\/dt>\n<dd>6. Die Revision wird gem\u00e4\u00df \u00a7 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO zugelassen, da vor dem Hintergrund einer gegenteiligen Auffassung der Finanzverwaltung in R 8.1. Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 LStR eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs zur Fortbildung des Rechts erforderlich ist, wie eine in einer Summe erfolgende Zuzahlung eines Arbeitnehmers zu einem ihm auch zur Privatnutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Kfz zu behandeln ist, wenn zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine Vereinbarung zur Geltungsdauer der Zuzahlung geschlossen wird.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung (vgl. Richtlinie 8.1 Abs. 9 Nr. 4 S\u00e4tze 2 und 3 Lohnsteuerrichtlinien) ist eine in einer Summe erfolgende Zuzahlung eines Arbeitnehmers zur Anschaffung eines ihm auch zur Privatnutzung \u00fcberlassenen betrieblichen Kfz auf die Nutzungsdauer des Kfz gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen. 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