{"id":48757,"date":"2018-07-13T18:15:23","date_gmt":"2018-07-13T16:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48757"},"modified":"2018-07-13T18:15:23","modified_gmt":"2018-07-13T16:15:23","slug":"wiederaufleben-einer-verletztenrente-nach-kapitalabfindung-nur-unter-beruecksichtigung-der-jaehrlichen-rentenerhoehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wiederaufleben-einer-verletztenrente-nach-kapitalabfindung-nur-unter-beruecksichtigung-der-jaehrlichen-rentenerhoehungen\/","title":{"rendered":"Wiederaufleben einer Verletztenrente nach Kapitalabfindung nur unter Ber\u00fccksichtigung der j\u00e4hrlichen Rentenerh\u00f6hungen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Ein 52-j\u00e4hriger ehemaliger Profisportler aus Krefeld war mit seiner Klage gegen die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) erfolgreich.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger erlitt 1985 und 2001 aufgrund von Arbeitsunf\u00e4llen eine Minderung der Erwerbst\u00e4tigkeit (MdE) von jeweils 10 %. Die VBG gew\u00e4hrte eine Rente auf unbestimmte Zeit. Der Kl\u00e4ger beantragte anstelle der Rente eine Kapitalabfindung, die er in H\u00f6he von rund 46.000 Euro erhielt. Die Rente endete damit.<\/p>\n<p>Bei weiteren Arbeitsunf\u00e4llen verletzte sich der Kl\u00e4ger so, dass er als Schwerverletzter galt. Die VBG bewilligte daraufhin ein Wiederaufleben der Rente. Dabei rechnete sie die Kapitalabfindung auf die aktuelle Rente an. Von der Anrechnung ausgenommen wurde das, was der Kl\u00e4ger ohne die Kapitalabfindung in der Zwischenzeit an Rente erhalten h\u00e4tte. Dabei ber\u00fccksichtigte die VBG aber keine Rentenerh\u00f6hungen. Dagegen wandte sich der Kl\u00e4ger. Bei Ber\u00fccksichtigung der j\u00e4hrlichen Rentenerh\u00f6hungen sei der auf seine jetzige Rente anzurechnende Betrag geringer.<\/p>\n<p>Die 1. Kammer des Sozialgerichts D\u00fcsseldorf folgte der Argumentation des Kl\u00e4gers. Der Gesetzgeber sei davon ausgegangen, dass Schwerverletzte auf eine monatliche Rente angewiesen seien, da sie nicht ohne Weiteres einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen k\u00f6nnten. Der Gesetzgeber habe daher die M\u00f6glichkeit geschaffen, dass die Rente bei Erreichen der Schwerverletzteneigenschaft wiederauflebe. Dabei solle der Betroffene so gestellt werden, als h\u00e4tte es die Kapitalabfindung nicht gegeben. Hier h\u00e4tte der Kl\u00e4ger anstelle der Abfindung die laufende Rente erhalten. Seine Rente w\u00e4re auch j\u00e4hrlich angepasst worden. Der Umstand, dass der Kl\u00e4ger mit der Kapitalabfindung in der Lage gewesen sei, Kapitalzinsen zu erwirtschaften, f\u00fchre zu keinem anderen Ergebnis. Kapitalzinsen und Rentenerh\u00f6hungen seien nicht vergleichbar. Denn die j\u00e4hrliche Rentenerh\u00f6hung orientiere sich an der Einkommenslage der Gesamtheit aller Arbeitnehmer in Deutschland.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: SG D\u00fcsseldorf, Pressemitteilung vom 11.07.2018 zum Urteil S 1 U 162\/17 vom 08.05.2018 (nrkr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein 52-j\u00e4hriger ehemaliger Profisportler aus Krefeld war mit seiner Klage gegen die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) erfolgreich. Der Kl\u00e4ger erlitt 1985 und 2001 aufgrund von Arbeitsunf\u00e4llen eine Minderung der Erwerbst\u00e4tigkeit (MdE) von jeweils 10 %. Die VBG gew\u00e4hrte eine Rente auf unbestimmte Zeit. 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