{"id":48766,"date":"2018-07-13T18:21:55","date_gmt":"2018-07-13T16:21:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48766"},"modified":"2020-09-15T10:39:37","modified_gmt":"2020-09-15T08:39:37","slug":"auf-die-qualitaet-der-gruendung-kommt-es-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/auf-die-qualitaet-der-gruendung-kommt-es-an\/","title":{"rendered":"Auf die Qualit\u00e4t der Gr\u00fcndung kommt es an"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Die beste Gr\u00fcndungsf\u00f6rderung sind wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen<\/h2>\n<\/article>\n<article>Zeichnet sich eine Region durch eine besonders hohe Anzahl an Gr\u00fcndungen aus, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch das Wirtschaftswachstum \u00fcberdurchschnittlich entwickelt. &#8222;Sehr anschaulich zeigt sich dieser Effekt anhand verschiedener Metropolen: Hier finden sich zwar deutlich h\u00f6here Startup-Raten als in den l\u00e4ndlichen Gebieten. Aufgrund des Wettbewerbsdrucks sind jedoch viele Neugr\u00fcndungen nicht bestandsfest. Unter Umst\u00e4nden verdr\u00e4ngen sie auch etablierte Unternehmen, ohne dass sich hierdurch Impulse f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung ergeben&#8220;, erl\u00e4utert Hans-J\u00fcrgen Wolter, der mit seinem Team den Einfluss des Gr\u00fcndungsgeschehens auf das regionale Wirtschaftswachstum untersucht hat.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler ist daher die landl\u00e4ufige Vorstellung nicht generell zutreffend, nach der ein &#8222;Mehr&#8220; an Gr\u00fcndungen per se gut f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sei. Zwar zeigte die Datenauswertung, dass es sowohl Kreise gibt, in denen ein aktives Gr\u00fcndungsgeschehen mit einem hohen Wachstum bzw. wenige Gr\u00fcndungen mit niedrigem Wachstum einhergehen. Zugleich gibt es aber auch zahlreiche Regionen, in denen das Wachstum trotz regem Gr\u00fcndungsgeschehen dauerhaft unterdurchschnittlich bleibt. Ebenso finden sich aber auch Kreise, die trotz geringer Startup-Raten wirtschaftlich sehr gut dastehen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist nach Ansicht der IfM-Wissenschaftler eine intensiv betriebene Gr\u00fcndungspolitik, die nicht die Qualit\u00e4t der Neugr\u00fcndungen ber\u00fccksichtigt, kritisch zu sehen. Stattdessen empfiehlt Hans-J\u00fcrgen Wolter wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen: &#8222;Dazu geh\u00f6rt nicht nur, dass die Infrastruktur gut ausgebaut ist, sondern auch, dass die \u00f6ffentlichen Verwaltungen personell so gut ausgestattet sind, dass die Antr\u00e4ge der Unternehmen zeitnah bearbeitet werden.&#8220;<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: IfM Bonn, Pressemitteilung vom 12.07.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beste Gr\u00fcndungsf\u00f6rderung sind wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen Zeichnet sich eine Region durch eine besonders hohe Anzahl an Gr\u00fcndungen aus, bedeutet dies nicht automatisch, dass sich auch das Wirtschaftswachstum \u00fcberdurchschnittlich entwickelt. &#8222;Sehr anschaulich zeigt sich dieser Effekt anhand verschiedener Metropolen: Hier finden sich zwar deutlich h\u00f6here Startup-Raten als in den l\u00e4ndlichen Gebieten. 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