{"id":48774,"date":"2018-07-16T13:25:01","date_gmt":"2018-07-16T11:25:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48774"},"modified":"2018-07-16T13:25:01","modified_gmt":"2018-07-16T11:25:01","slug":"bonuszahlungen-einer-krankenversicherung-koennen-den-sonderausgabenabzug-mindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bonuszahlungen-einer-krankenversicherung-koennen-den-sonderausgabenabzug-mindern\/","title":{"rendered":"Bonuszahlungen einer Krankenversicherung k\u00f6nnen den Sonderausgabenabzug mindern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Bonuszahlungen einer Krankenversicherung mindern als Beitragsr\u00fcckerstattungen den Sonderausgabenabzug jedenfalls dann, wenn die Zahlungen ohne Nachweis von gesundheitsbezogenen Aufwendungen erbracht werden. Dies hat der 7. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Urteil vom 13. Juni 2018 (Az. <a href=\"https:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/fgs\/muenster\/j2018\/7_K_1392_17_E_Urteil_20180613.html\">7 K 1392\/17 E<\/a>) entschieden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Kl\u00e4ger, die als Eheleute zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, erhielten im Streitjahr 2015 Bonuszahlungen aus einem Bonusprogramm ihrer Krankenkasse, die sich jeweils aus einem Sofortbonus (50 \u20ac) und einem Vorsorgebonus (100 \u20ac) zusammensetzten. Nach dem Bonusprogramm waren hierf\u00fcr mehrere Ma\u00dfnahmen aus einem Ma\u00dfnahmenkatalog Voraussetzung (z.B. Nichtraucher, Impfschutz, Zahnvorsorge). F\u00fcr bestimmte sportliche Ma\u00dfnahmen (z.B. Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio) gew\u00e4hrte die Krankenkasse einen Sportbonus in H\u00f6he von 75 \u20ac, den die Kl\u00e4ger im Streitjahr jedoch nicht erhielten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Das Finanzamt behandelte die Bonuszahlungen als Beitragsr\u00fcckerstattungen und minderte den Sonderausgabenabzug der Kl\u00e4ger f\u00fcr 2015 um insgesamt 300 \u20ac. Hiergegen wandten die Kl\u00e4ger ein, dass es sich um Leistungen der Krankenkasse handele, weil sie Aufwendungen f\u00fcr eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio getragen h\u00e4tten. Hierbei handele es sich um Gesundheitsma\u00dfnahmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Die Klage hatte keinen Erfolg. Der Sonderausgabenabzug f\u00fcr 2015 sei um 300 \u20ac zu mindern, weil die Kl\u00e4ger in dieser H\u00f6he nicht endg\u00fcltig wirtschaftlich belastet seien. Es handele sich nicht um die Erstattung von Gesundheitsaufwendungen. Zwar h\u00e4tten die Kl\u00e4ger Zahlungen f\u00fcr die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio geleistet. Die Bonuszahlungen st\u00fcnden hiermit jedoch nicht in einem Zusammenhang, weil die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio nicht Voraussetzung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung des Sofortbonus bzw. des Vorsorgebonus sei. Ob und in welchem Umfang die Kl\u00e4ger andere Aufwendungen zur Erf\u00fcllung der Bonuszahlungen getragen haben, h\u00e4tten sie nicht nachgewiesen.<\/span><\/p>\n<p>FG M\u00fcnster, Newsletter 07\/18<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonuszahlungen einer Krankenversicherung mindern als Beitragsr\u00fcckerstattungen den Sonderausgabenabzug jedenfalls dann, wenn die Zahlungen ohne Nachweis von gesundheitsbezogenen Aufwendungen erbracht werden. Dies hat der 7. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Urteil vom 13. Juni 2018 (Az. 7 K 1392\/17 E) entschieden. 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