{"id":48997,"date":"2018-09-05T09:32:22","date_gmt":"2018-09-05T07:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=48997"},"modified":"2018-09-05T09:32:22","modified_gmt":"2018-09-05T07:32:22","slug":"absagen-zur-weihnachtsfeier-gehen-steuerlich-nicht-zu-lasten-der-feiernden-kollegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/absagen-zur-weihnachtsfeier-gehen-steuerlich-nicht-zu-lasten-der-feiernden-kollegen\/","title":{"rendered":"Absagen zur Weihnachtsfeier gehen steuerlich nicht zu Lasten der feiernden Kollegen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Absagen von Kollegen anl\u00e4sslich einer Betriebsveranstaltung (hier: Weihnachtsfeier) gehen steuerrechtlich nicht zu Lasten der tats\u00e4chlich Feiernden. Dies hat der 3. Senat des FG K\u00f6ln mit seinem am 03.09.2018 ver\u00f6ffentlichten Urteil vom 27.06.2018 (Az. 3 K 870\/17) entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4gerin plante Ende des Jahres 2016 die Durchf\u00fchrung eines gemeinsamen Kochkurses als Weihnachtsfeier. Nach dem Konzept des Veranstalters durfte jeder Teilnehmer unbegrenzt Speisen und Getr\u00e4nke verzehren. Von den urspr\u00fcnglich angemeldeten 27 Arbeitnehmern sagten zwei kurzfristig ab, ohne dass dies zu einer Reduzierung der bereits veranschlagten Kosten durch den Veranstalter f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin berechnete im Rahmen der Lohnversteuerung die Zuwendung an die einzelnen Arbeitnehmer, indem sie die urspr\u00fcnglich angemeldeten 27 Arbeitnehmer ber\u00fccksichtigte. Demgegen\u00fcber verlangte das Finanzamt, dass auf die tats\u00e4chlich teilnehmenden 25 Arbeitnehmer abzustellen sei, so dass sich ein h\u00f6herer zu versteuernder Betrag ergab.<\/p>\n<p>Die hiergegen erhobene Klage hatte Erfolg. Nach der Urteilsbegr\u00fcndung sei es nicht nachvollziehbar, weshalb den Feiernden die vergeblichen Aufwendungen des Arbeitgebers f\u00fcr sog. &#8222;No-Shows&#8220; zuzurechnen seien. Dies gelte im vorliegenden Fall gerade deshalb, weil die Feiernden keinen Vorteil durch die Absage ihrer beiden Kollegen gehabt h\u00e4tten. Denn nach dem Veranstaltungskonzept habe jeder Teilnehmer ohnehin nach seinem Belieben unbegrenzt viele Speisen und Getr\u00e4nke konsumieren d\u00fcrfen. Mit seinem Urteil stellte sich der 3. Senat des FG K\u00f6ln ausdr\u00fccklich gegen eine bundeseinheitliche Anweisung des Bundesfinanzministeriums an die Finanz\u00e4mter (vgl. Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 14.10.2015, IV C 5 &#8211; S-2332 \/ 15 \/ 100001 (BStBl I 2015, 832).<\/p>\n<p>Das Finanzamt hat die zugelassene Revision beim Bundesfinanzhof in M\u00fcnchen eingelegt, die unter dem Aktenzeichen VI R 31\/18 gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: FG K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 03.09.2018 zum Urteil 3 K 870\/17 vom 27.06.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Absagen von Kollegen anl\u00e4sslich einer Betriebsveranstaltung (hier: Weihnachtsfeier) gehen steuerrechtlich nicht zu Lasten der tats\u00e4chlich Feiernden. Dies hat der 3. Senat des FG K\u00f6ln mit seinem am 03.09.2018 ver\u00f6ffentlichten Urteil vom 27.06.2018 (Az. 3 K 870\/17) entschieden. Die Kl\u00e4gerin plante Ende des Jahres 2016 die Durchf\u00fchrung eines gemeinsamen Kochkurses als Weihnachtsfeier. 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