{"id":49006,"date":"2018-09-06T17:24:29","date_gmt":"2018-09-06T15:24:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49006"},"modified":"2018-09-06T17:24:29","modified_gmt":"2018-09-06T15:24:29","slug":"ausfall-einer-privaten-darlehensforderung-kann-mit-anzeige-der-masseunzulaenglichkeit-steuerlich-beruecksichtigt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/ausfall-einer-privaten-darlehensforderung-kann-mit-anzeige-der-masseunzulaenglichkeit-steuerlich-beruecksichtigt-werden\/","title":{"rendered":"Ausfall einer privaten Darlehensforderung kann mit Anzeige der Masseunzul\u00e4nglichkeit steuerlich ber\u00fccksichtigt werden"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Die Beteiligten stritten \u00fcber die Ber\u00fccksichtigungsf\u00e4higkeit einer ausgefallenen privaten Darlehensforderung.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger gew\u00e4hrte im August 2010 ein mit 5 % zu verzinsendes Privatdarlehen \u00fcber rund 24.000 Euro. Ab August 2011 erbrachte der Darlehensnehmer keine Tilgungsleistungen mehr. Im Jahr 2012 wurde das Insolvenzverfahren \u00fcber das Verm\u00f6gen des Darlehensnehmers er\u00f6ffnet. Der Kl\u00e4ger meldete daraufhin die Restforderung von rund 19.000 Euro zur Insolvenztabelle an &#8211; letztlich ohne Erfolg. Die Insolvenzverwalterin zeigte im Oktober 2012 gegen\u00fcber dem Amtsgericht die Masseunzul\u00e4nglichkeit an. Im Jahr 2016 wurde das Insolvenzverfahren schlie\u00dflich eingestellt.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger machten den Verlust aus der Darlehensforderung in ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr 2012 geltend. Das beklagte Finanzamt vertrat jedoch &#8211; ebenso wie das Finanzgericht D\u00fcsseldorf &#8211; zun\u00e4chst die Auffassung, dass der Darlehensverlust nicht bei den Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nne. Dem ist der Bundesfinanzhof im anschlie\u00dfenden Revisionsverfahren (Az. VIII R 13\/15) entgegen getreten und hat den Rechtsstreit an das Finanzgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<p>Im zweiten Rechtszug hat das Finanzgericht D\u00fcsseldorf der Klage nunmehr stattgegeben und entschieden, dass der Verlust der Kapitalforderung bereits im Streitjahr 2012 ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nne. Dies ergebe sich aus den besonderen Umst\u00e4nden des Streitfalls. Mit der Anzeige der Masseunzul\u00e4nglichkeit im Jahr 2012 sei klar gewesen, dass die Insolvenzgl\u00e4ubiger wie der Kl\u00e4ger nach der Einsch\u00e4tzung der Insolvenzverwalterin keine R\u00fcckzahlungen mehr erhalten w\u00fcrden. Auf den weiteren Fortgang des Verfahrens und etwaige \u00c4nderungen der Verm\u00f6genslage bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens komme es nicht an.<\/p>\n<p>Die H\u00f6he des Forderungsverlusts (rund 19.000 Euro) war zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat die Revision zum Bundesfinanzhof erneut zugelassen.<\/p>\n<div class=\"clearfix\">FG D\u00fcsseldorf, Mitteilung vom 06.09.2018 zum Urteil 7 K 3302\/17 vom 18.07.2018FG D\u00fcsseldorf, Newsletter August\/September 2018<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beteiligten stritten \u00fcber die Ber\u00fccksichtigungsf\u00e4higkeit einer ausgefallenen privaten Darlehensforderung. Der Kl\u00e4ger gew\u00e4hrte im August 2010 ein mit 5 % zu verzinsendes Privatdarlehen \u00fcber rund 24.000 Euro. Ab August 2011 erbrachte der Darlehensnehmer keine Tilgungsleistungen mehr. 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