{"id":49149,"date":"2018-10-15T09:44:45","date_gmt":"2018-10-15T07:44:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49149"},"modified":"2018-10-15T09:44:45","modified_gmt":"2018-10-15T07:44:45","slug":"bfh-entschaedigung-fuer-ueberspannung-eines-grundstuecks-mit-stromleitung-nicht-steuerbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-entschaedigung-fuer-ueberspannung-eines-grundstuecks-mit-stromleitung-nicht-steuerbar\/","title":{"rendered":"BFH: Entsch\u00e4digung f\u00fcr \u00dcberspannung eines Grundst\u00fccks mit Stromleitung nicht steuerbar"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Eine Entsch\u00e4digung, die dem Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer einmalig f\u00fcr die grundbuchrechtlich abgesicherte Erlaubnis zur \u00dcberspannung seines Grundst\u00fccks mit einer Hochspannungsleitung gezahlt wird, unterliegt nicht der Einkommensteuer. Wird die Erlaubnis erteilt, um einer drohenden Enteignung zuvorzukommen, liegen weder Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung noch sonstige Eink\u00fcnfte vor, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 2. Juli 2018 IX R 31\/16 entschieden hat.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall war der Steuerpflichtige Eigent\u00fcmer eines selbstbewohnten Hausgrundst\u00fccks, das beim Bau einer Stromtrasse mit einer Hochspannungsleitung \u00fcberspannt wurde. Der Steuerpflichtige nahm das Angebot des Netzbetreibers an, der ihm f\u00fcr die Erlaubnis, das Grundst\u00fcck \u00fcberspannen zu d\u00fcrfen und die dingliche Absicherung dieses Rechts durch eine immerw\u00e4hrende beschr\u00e4nkt pers\u00f6nliche Grunddienstbarkeit, eine Entsch\u00e4digung anbot. Die H\u00f6he der Entsch\u00e4digung bema\u00df sich nach der Minderung des Verkehrswerts des \u00fcberspannten Grundst\u00fccks. Mit dem Finanzamt kam es zum Streit dar\u00fcber, ob die gezahlte Entsch\u00e4digung zu versteuern sei.<\/p>\n<p>Der BFH gab dem Steuerpflichtigen Recht. Der Steuerpflichtige erzielte keine Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung, denn es wird nicht die zeitlich vor\u00fcbergehende Nutzungsm\u00f6glichkeit am Grundst\u00fcck verg\u00fctet, sondern die unbefristete dingliche Belastung des Grundst\u00fccks mit einer Dienstbarkeit und damit die Aufgabe eines Eigentumsbestandteils. Die Nutzung des Grundst\u00fccks war durch die Vereinbarung nicht eingeschr\u00e4nkt. Es lagen aber auch keine Eink\u00fcnfte aus sonstigen Leistungen vor. Von dieser Einkunftsart werden Vorg\u00e4nge nicht erfasst, die Ver\u00e4u\u00dferungen oder ver\u00e4u\u00dferungs\u00e4hnliche Vorg\u00e4nge im privaten Bereich darstellen. Au\u00dferdem w\u00e4re der Steuerpflichtige wohl teilweise zwangsenteignet worden, wenn er der \u00dcberspannung seines Grundst\u00fccks nicht zugestimmt h\u00e4tte. Wer seiner drohenden Enteignung zuvorkommt, erbringt jedoch keine Leistung im Sinne dieser Vorschrift.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 52\/18 vom 10.10.2018 zum Urteil IX R 31\/16 vom 02.07.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Entsch\u00e4digung, die dem Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer einmalig f\u00fcr die grundbuchrechtlich abgesicherte Erlaubnis zur \u00dcberspannung seines Grundst\u00fccks mit einer Hochspannungsleitung gezahlt wird, unterliegt nicht der Einkommensteuer. Wird die Erlaubnis erteilt, um einer drohenden Enteignung zuvorzukommen, liegen weder Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung noch sonstige Eink\u00fcnfte vor, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 2. 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