{"id":49205,"date":"2018-10-26T12:51:40","date_gmt":"2018-10-26T10:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49205"},"modified":"2018-10-26T12:51:40","modified_gmt":"2018-10-26T10:51:40","slug":"steuerliche-gewinnermittlung-urteil-des-bfh-vom-27-09-2017-zu-rueckstellungen-fuer-den-sog-nachteilsausgleich-bei-altersteilzeitvereinbarungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuerliche-gewinnermittlung-urteil-des-bfh-vom-27-09-2017-zu-rueckstellungen-fuer-den-sog-nachteilsausgleich-bei-altersteilzeitvereinbarungen-2\/","title":{"rendered":"Steuerliche Gewinnermittlung: Urteil des BFH vom 27.09.2017 zu R\u00fcckstellungen f\u00fcr den sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeitvereinbarungen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 27. September 2017 (BStBl II 2018 S. xxx) entschieden, dass f\u00fcr den sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeitregelungen nach \u00a7 5 Abs. 7 des Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeitarbeit (TV ATZ) mangels wirtschaftlicher Verursachung keine R\u00fcckstellungen passiviert werden d\u00fcrfen. Nach Ansicht des BFH ist der tats\u00e4chliche Eintritt der Rentenk\u00fcrzung wesentliche Tatbestandsvoraussetzung f\u00fcr die Entstehung des Abfindungsanspruches.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Entscheidung des BFH steht im Widerspruch zu Randnummer 15 des BMF-Schreibens vom 28. M\u00e4rz 2007 (BStBl I S. 297), wonach f\u00fcr den Nachteilsausgleich im Zusammenhang mit einer Minderung der Anspr\u00fcche aus der gesetzlichen Rentenversicherung eine ratierlich anzusammelnde R\u00fcckstellung gebildet werden kann.<\/p>\n<p>Nach Abstimmung mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder wird Randnummer 15 des BMF-Schreibens vom 28. M\u00e4rz 2007 (BStBl I S. 297) wie folgt gefasst:<\/p>\n<p><i>\u201e4. Ausgleichszahlungen des Arbeitgebers (sog. Nachteilsausgleich)<\/i><\/p>\n<p><i>Verpflichtet sich der Arbeitgeber, in der Freistellungsphase oder nach dem Ende des Altersteilzeitarbeitsverh\u00e4ltnisses einen zus\u00e4tzlichen Ausgleichsbetrag zu zahlen (sog. Nachteilsausgleich, z. B. f\u00fcr finanzielle Nachteile im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der beruflichen T\u00e4tigkeit), ist es nicht zu beanstanden, diese Verpflichtung erstmals am Ende des Wirtschaftsjahres, in dem die Besch\u00e4ftigungsphase beginnt, mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach \u00a7 6 EStG unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,5 % zur\u00fcckzustellen und bis zum Ende der Besch\u00e4ftigungsphase ratierlich anzusammeln.<\/i><\/p>\n<p><i>F\u00fcr Nachteilsausgleichsverpflichtungen, die den Eintritt eines bestimmten Ereignisses voraussetzen, d\u00fcrfen keine R\u00fcckstellungen passiviert werden. Das gilt auch dann, wenn am Bilanzstichtag der Eintritt des Ereignisses wahrscheinlich ist (z. B. Nachteilsausgleichsanspr\u00fcche aufgrund einer Minderung der Anspr\u00fcche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, BFH-Urteil vom 27. September 2017, BStBl 2018 II S. xxx).&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Die Neufassung von Randnummer 15 des BMF-Schreibens vom 28. M\u00e4rz 2007 (BStBl I S. 297) ist erstmals bei Altersteilzeitarbeitsverh\u00e4ltnissen anzuwenden, die nach dem Tag der Ver\u00f6ffentlichung dieses Schreibens im Bundessteuerblatt beginnen. Die auf Basis der bisherigen Randnummer 15 passivierten R\u00fcckstellungen k\u00f6nnen planm\u00e4\u00dfig bis zur Auszahlung oder dem Wegfall des Nachteilsausgleichs weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<div class=\"clearfix\">Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV C 6 &#8211; S-2175 \/ 07 \/ 10002 vom 22.10.2018<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 27. 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