{"id":49347,"date":"2018-12-11T19:39:37","date_gmt":"2018-12-11T17:39:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49347"},"modified":"2018-12-11T19:39:37","modified_gmt":"2018-12-11T17:39:37","slug":"aufwendungen-fuer-herrenabende-sind-gemischt-veranlasst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aufwendungen-fuer-herrenabende-sind-gemischt-veranlasst\/","title":{"rendered":"Aufwendungen f\u00fcr Herrenabende sind gemischt veranlasst"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Mit Urteil vom 31.07.2018 (Az. 10 K 3355\/16 F, U) hat das Finanzgericht D\u00fcsseldorf im zweiten Rechtsgang entschieden, dass Aufwendungen f\u00fcr die Ausrichtung sog. &#8222;Herrenabende&#8220; wegen einer privaten Mitveranlassung nur h\u00e4lftig als Betriebsausgaben abgezogen werden k\u00f6nnen.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4gerin ist eine Partnerschaft von Rechtsanw\u00e4lten. Sie machte Aufwendungen f\u00fcr sog. Herrenabende als Betriebsausgaben geltend. Zu diesen Veranstaltungen, die im Garten eines der Partner der Kl\u00e4gerin stattfanden, lud die Kl\u00e4gerin ausschlie\u00dflich M\u00e4nner ein. Der Teilnehmerkreis bestand aus Mandanten, Gesch\u00e4ftsfreunden und Pers\u00f6nlichkeiten aus Verwaltung, Politik, \u00f6ffentlichem Leben und Vereinen. Die G\u00e4ste wurden begr\u00fc\u00dft, bewirtet und unterhalten. Die Kl\u00e4gerin machte geltend, dass die Aufwendungen der Pflege und Vorbereitung von Mandaten gedient h\u00e4tten und daher voll abzugsf\u00e4hig seien.<\/p>\n<p>Im ersten Rechtsgang hat das Finanzgericht D\u00fcsseldorf die Klage mit Urteil vom 19.11.2013 (Az. 10 K 2346\/11 F) abgewiesen. Der steuerlichen Ber\u00fccksichtigung der Aufwendungen stehe das Abzugsverbot f\u00fcr Aufwendungen f\u00fcr Jagd oder Fischerei, f\u00fcr Segel- oder Motoryachten und \u00e4hnliche Zwecke entgegen. Auf die Revision der Kl\u00e4gerin wurde diese Entscheidung mit Urteil des Bundesfinanzhofs vom 13.07.2016 (Az. VIII R 26\/14) aufgehoben. Das vom Finanzgericht angenommene Abzugsverbot komme nur zur Anwendung, wenn den G\u00e4sten ein besonderes qualitatives Ambiente oder ein besonderes Unterhaltungsprogramm geboten werde. Die Sache wurde an das Finanzgericht D\u00fcsseldorf zur weiteren Sachaufkl\u00e4rung zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<p>In seiner neuen Entscheidung vom 31.07.2018 lie\u00df das Finanzgericht die Aufwendungen h\u00e4lftig zum Abzug zu. Zwar komme das Abzugsverbot nach der weiteren Aufkl\u00e4rung des Sachverhalts nicht zur Anwendung, weil den G\u00e4sten weder ein besonderes qualitatives Ambiente noch ein besonderes Unterhaltungsprogramm geboten worden sei. Die Aufwendungen f\u00fcr die Herrenabende seien aber gemischt veranlasst, weil sowohl G\u00e4ste aus dem privaten wie auch aus dem beruflichen Umfeld der Partner der Kl\u00e4gerin teilgenommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Entscheidung ist nicht rechtskr\u00e4ftig; es wurde Nichtzulassungsbeschwerde seitens der Finanzverwaltung eingelegt.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: FG D\u00fcsseldorf, Pressemitteilung vom 11.12.2018 zum Urteil 10 K 3355\/16 vom 31.07.2018 (nrkr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 31.07.2018 (Az. 10 K 3355\/16 F, U) hat das Finanzgericht D\u00fcsseldorf im zweiten Rechtsgang entschieden, dass Aufwendungen f\u00fcr die Ausrichtung sog. &#8222;Herrenabende&#8220; wegen einer privaten Mitveranlassung nur h\u00e4lftig als Betriebsausgaben abgezogen werden k\u00f6nnen. Die Kl\u00e4gerin ist eine Partnerschaft von Rechtsanw\u00e4lten. Sie machte Aufwendungen f\u00fcr sog. 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