{"id":49373,"date":"2018-12-13T11:55:40","date_gmt":"2018-12-13T09:55:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49373"},"modified":"2018-12-13T11:55:40","modified_gmt":"2018-12-13T09:55:40","slug":"deutscher-bundestag-erhoeht-beitragssatz-in-der-gesetzlichen-pflegeversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/deutscher-bundestag-erhoeht-beitragssatz-in-der-gesetzlichen-pflegeversicherung\/","title":{"rendered":"Deutscher Bundestag erh\u00f6ht Beitragssatz in der gesetzlichen Pflegeversicherung"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Der Bundestag hat am 29. November 2018 den Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent des Bruttolohns angehoben. Mit den Stimmen von CDU\/CSU und SPD gegen die Stimmen der AfD, der FDP und der Linken bei Enthaltung der Gr\u00fcnen wurde ein Gesetzentwurf zur f\u00fcnften \u00c4nderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch (19\/5464, 19\/6013) auf Empfehlung des Gesundheitsausschusses (19\/6148) verabschiedet. Zudem hatte der Haushaltsausschuss einen Bericht zur Finanzierbarkeit gem\u00e4\u00df Paragraf 96 der Gesch\u00e4ftsordnung (19\/6149) vorgelegt.<\/h2>\n<\/article>\n<article>\n<h3>Bessere Pflegeversorgung soll finanziert werden<\/h3>\n<p>Der Beitrag steigt von derzeit 2,55 Prozent (Kinderlose 2,80 Prozent) des Bruttolohns auf 3,05 Prozent (Kinderlose 3,30 Prozent). Mit den zus\u00e4tzlichen Einnahmen sollen die bereits ausgeweiteten Leistungen in der Pflege sowie die k\u00fcnftigen Kosten f\u00fcr eine verbesserte Pflegeversorgung finanziert werden, hei\u00dft es im Gesetzentwurf der Bundesregierung.<\/p>\n<p>Die Beitragssatzanhebung soll Mehreinnahmen in H\u00f6he von 7,6 Milliarden Euro pro Jahr f\u00fcr die Pflegeversicherung bringen. Bis zum Jahr 2022 sollen die Beitr\u00e4ge dann stabil bleiben.<\/p>\n<h3>Entschlie\u00dfungsantrag der FDP abgelehnt<\/h3>\n<p>Mit den Stimmen der \u00fcbrigen Fraktionen bei Enthaltung der AfD lehnte der Bundestag einen Entschlie\u00dfungsantrag der FDP (19\/6165) ab.<\/p>\n<p>Darin werben die Liberalen f\u00fcr den sogenannten Pflege-Bahr (private Pflegeversicherung mit staatlicher F\u00f6rderung) und bef\u00fcrworten die M\u00f6glichkeit der steuerlichen F\u00f6rderung f\u00fcr Pflegezusatzversicherungen unabh\u00e4ngig vom Pflege-Bahr.<\/p>\n<h3>Antrag der Linken abgelehnt<\/h3>\n<p>Keine Mehrheit fand auch ein Antrag der Linksfraktion mit der Forderung, Pflege solidarisch zu organisieren und Beitragserh\u00f6hungen zu stoppen (19\/5525). Bei Enthaltung der AfD stimmten die \u00fcbrigen Fraktionen gegen die Initiative. Darin hatte die Fraktion verlangt, die Pflegeversicherung auf eine nachhaltige und gerechte Finanzierungsgrundlage zu stellen und auf diese Weise weitere Beitragserh\u00f6hungen zu verhindern. Dazu sollte die Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung zum 1. Januar 2019 aufgehoben werden.<\/p>\n<p>Zudem sollten Kapitaleink\u00fcnfte zum 1. Januar 2020 in die Beitragsbemessung einbezogen werden. Auch sei bundeseinheitlich die tarifliche Bezahlung in der Altenpflege zu sichern.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 29.11.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundestag hat am 29. November 2018 den Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent des Bruttolohns angehoben. 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