{"id":49406,"date":"2018-12-18T17:39:18","date_gmt":"2018-12-18T15:39:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49406"},"modified":"2018-12-18T17:39:18","modified_gmt":"2018-12-18T15:39:18","slug":"gmbh-hat-fuer-zeitraeume-vor-beteiligung-an-einer-mitunternehmerschaft-keinen-anspruch-auf-gewerbesteuerlichen-freibetrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gmbh-hat-fuer-zeitraeume-vor-beteiligung-an-einer-mitunternehmerschaft-keinen-anspruch-auf-gewerbesteuerlichen-freibetrag\/","title":{"rendered":"GmbH hat f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft keinen Anspruch auf gewerbesteuerlichen Freibetrag"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Mit Urteil vom 18. Oktober 2018 (Az. 10 K 4079\/16 G) hat der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster entschieden, dass einer GmbH, die im laufenden Jahr eine nat\u00fcrliche Person als atypisch stillen Gesellschafter aufnimmt, der Freibetrag von 24.500 Euro f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor der Aufnahme nicht zu gew\u00e4hren ist.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4gerin &#8211; eine GmbH &#8211; nahm zum 18.12.2015 eine nat\u00fcrliche Person als atypisch stillen Gesellschafter auf. F\u00fcr Zwecke der Gewerbesteuer teilte das Finanzamt den Gewinn des Jahres 2015 anteilig auf Zeitr\u00e4ume vor und nach der Gr\u00fcndung der Mitunternehmerschaft auf und gew\u00e4hrte den Freibetrag nach \u00a7 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG in H\u00f6he von 24.500 Euro nur f\u00fcr den auf die letzten 14 Tage des Jahres entfallenden Gewinn, der sich auf ca. 1.000 Euro belief. Die Kl\u00e4gerin begehrte demgegen\u00fcber die Ber\u00fccksichtigung des Freibetrages f\u00fcr den gesamten Jahresgewinn, da sie w\u00e4hrend des gesamten Jahres Schuldnerin der Gewerbesteuer geblieben sei. Die Klage hatte keinen Erfolg.<\/p>\n<p>Der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster f\u00fchrte aus, dass der Gewerbesteuermessbetrag nicht an die pers\u00f6nliche, sondern an die sachliche Steuerpflicht ankn\u00fcpfe. Die atypisch stille Gesellschaft sei als selbst\u00e4ndiges Steuerobjekt sachlich gewerbesteuerpflichtig, auch wenn die Kl\u00e4gerin als Inhaberin des Gesch\u00e4ftsbetriebs Steuerschuldnerin bleibe. Da sich der Freibetrag, der f\u00fcr Personengesellschaften, nicht aber f\u00fcr Kapitalgesellschaften gelte, auf den jeweils sachlich steuerpflichtigen Gewerbebetrieb beziehe, sei eine getrennte Beurteilung f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor und nach Begr\u00fcndung der Mitunternehmerschaft vorzunehmen.<\/p>\n<p>Der Senat hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen. Diese ist dort unter dem Aktenzeichen III R 68\/18 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: FG M\u00fcnster, Mitteilung vom 17.12.2018 zum Urteil 10 K 4079\/16 vom 18.10.2018 (nrkr &#8211; BFH-Az.: III R 68\/18)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 18. Oktober 2018 (Az. 10 K 4079\/16 G) hat der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster entschieden, dass einer GmbH, die im laufenden Jahr eine nat\u00fcrliche Person als atypisch stillen Gesellschafter aufnimmt, der Freibetrag von 24.500 Euro f\u00fcr Zeitr\u00e4ume vor der Aufnahme nicht zu gew\u00e4hren ist. 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