{"id":49459,"date":"2019-01-03T09:31:52","date_gmt":"2019-01-03T07:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49459"},"modified":"2019-01-03T09:31:52","modified_gmt":"2019-01-03T07:31:52","slug":"anspruch-auf-zusatzversorgung-der-technischen-intelligenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/anspruch-auf-zusatzversorgung-der-technischen-intelligenz\/","title":{"rendered":"Anspruch auf Zusatzversorgung der technischen Intelligenz"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>F\u00fcr einen Anspruch auf Zusatzversorgung der technischen Intelligenz m\u00fcssen zahlreiche Voraussetzungen erf\u00fcllt sein. Insbesondere muss der Ingenieur oder Techniker am 30.06.1990 einer ingenieur-technischen Besch\u00e4ftigung nachgegangen sein.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger hatte eine Hochschulausbildung in Informationselektronik erfolgreich abgeschlossen und war ab 1973 t\u00e4tig als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kombinat VEB Keramische Werke, das sp\u00e4ter zum Kombinat VEB Elektronische Bauelemente geh\u00f6rte. Ab 1979 war der Kl\u00e4ger dort als Abteilungsleiter t\u00e4tig, kurzzeitig auch als Hauptabteilungsleiter. 1990 erfolgte zun\u00e4chst die Ausgliederung einer eigenst\u00e4ndigen GmbH, im Anschluss daran die Umwandlung des verbliebenen VEB in zwei weitere Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung, eingetragen ins amtliche Register am 27.06. bzw. 03.07.1990. Am 19.09.1990 wurde der VEB aus dem Register der volkseigenen Wirtschaft mit Wirkung zum 03.07.1990 von Amts wegen gel\u00f6scht, Rechtsnachfolger wurden die beiden GmbHen. Mit Aufhebungsvertrag vom November 1990 wurde das Arbeitsverh\u00e4ltnis einvernehmlich beendet mit der GmbH, die bereits am 27.06.1990 eingetragen worden war. Die Beklagte lehnte die Feststellung von Zeiten der Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Zusatzversorgungssystem ab. Die VEB sei schon vor dem 01.07.1990 privatisiert gewesen. Klage und Berufung blieben erfolglos. Das Bundessozialgericht hat das Urteil des LSG aufgehoben und der Rechtsstreit zur weiteren Sachverhaltsaufkl\u00e4rung an das LSG zur\u00fcckverwiesen.<\/p>\n<p>Das Bayerische LSG hat nun in seinem Urteil vom 12.12.2018 der Berufung stattgegeben und zugunsten des Kl\u00e4gers entschieden.<\/p>\n<p>Bei der urspr\u00fcnglich rechtswidrigen Spaltung des VEB in mehrere Kapitalgesellschaften bestanden zum Stichtag 30.06.1990 mehrere Rechtssubjekte, da jedenfalls eine der neuen Kapitalgesellschaften bis dahin in das amtliche Register eingetragen und dadurch der Entstehungsmangel geheilt war.<\/p>\n<p>Da am 30.06.1990 sowohl ein volkseigener Betrieb als auch eine privatrechtliche Kapitalgesellschaft bestanden, ist f\u00fcr den Anspruch auf Zusatzversorgung der technischen Intelligenz entscheidend, ob das Arbeitsverh\u00e4ltnis des Kl\u00e4gers beim VEB am Stichtag gem\u00e4\u00df dem Arbeitsrecht der DDR aufgel\u00f6st war. Das Arbeitsverh\u00e4ltnis des Kl\u00e4gers bestand aber zum ma\u00dfgeblichen Zeitpunkt fort.<\/p>\n<p>Das LSG hat die Revision nicht zugelassen.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle:\u00a0LSG Bayern, Pressemitteilung vom 21.12.2018 zum Urteil L 1 RS 3\/13 vom 12.12.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr einen Anspruch auf Zusatzversorgung der technischen Intelligenz m\u00fcssen zahlreiche Voraussetzungen erf\u00fcllt sein. Insbesondere muss der Ingenieur oder Techniker am 30.06.1990 einer ingenieur-technischen Besch\u00e4ftigung nachgegangen sein. 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