{"id":49661,"date":"2019-02-19T12:19:56","date_gmt":"2019-02-19T10:19:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49661"},"modified":"2019-02-19T12:19:56","modified_gmt":"2019-02-19T10:19:56","slug":"keine-verkuerzung-des-reinvestitionszeitraums-fuer-eine-%c2%a7-6b-ruecklage-durch-verschmelzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/keine-verkuerzung-des-reinvestitionszeitraums-fuer-eine-%c2%a7-6b-ruecklage-durch-verschmelzung\/","title":{"rendered":"Keine Verk\u00fcrzung des Reinvestitionszeitraums f\u00fcr eine \u00a7 6b-R\u00fccklage durch Verschmelzung"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Mit Urteil vom 17. September 2018 (Az. 13 K 2082\/15 K,G) hat der 13. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster entschieden, dass eine R\u00fccklage nach \u00a7 6b EStG auch dann auf den Rechtsnachfolger \u00fcbergeht, wenn die Verschmelzung exakt vier Jahre nach R\u00fccklagenbildung stattfindet.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4gerin war Organgesellschaft einer anderen GmbH, die zum Bilanzstichtag 30. Juni 2007 einen Gewinn aus der Ver\u00e4u\u00dferung eines Grundst\u00fccks in eine \u00a7 6b-R\u00fccklage eingestellt hatte. Im Juni 2011 ver\u00e4u\u00dferte die Kl\u00e4gerin an eine KG, deren alleinige Kommanditistin sie war, ein Grundst\u00fcck. Im folgenden Wirtschaftsjahr wurde die Mutter-GmbH auf die Kl\u00e4gerin zum Stichtag 1. Juli 2011 verschmolzen. In ihrer letzten Bilanz zum 30. Juni 2011 l\u00f6ste die Mutter die R\u00fccklage nur teilweise gewinnerh\u00f6hend auf. Im \u00dcbrigen ging sie davon aus, dass die R\u00fccklage auf die Kl\u00e4gerin \u00fcbergegangen sei und diese sie auf die KG zur \u00dcbertragung auf die Anschaffungskosten f\u00fcr das Grundst\u00fcck \u00fcbertragen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Das Finanzamt l\u00f6ste die R\u00fccklage demgegen\u00fcber in vollem Umfang in der Steuerbilanz zum 30. Juni 2011 bei der Mutter-GmbH gewinnerh\u00f6hend auf und nahm zus\u00e4tzlich einen Gewinnzuschlag von 24 % vor. Da die Umwandlungsbilanz erst nach der Steuerbilanz aufzustellen sei, k\u00f6nne die R\u00fccklage in der Umwandlungsbilanz nicht mehr ausgewiesen werden. Die Verschmelzung f\u00fchre nicht dazu, dass die R\u00fccklage wieder auflebe.<\/p>\n<p>Die hiergegen von der Kl\u00e4gerin als Rechtsnachfolgerin der Mutter-GmbH erhobene Klage hatte in vollem Umfang Erfolg. Nach Auffassung des Senats habe die R\u00fccklage bei der Mutter nicht gewinnerh\u00f6hend aufgel\u00f6st werden d\u00fcrfen, weil sie mit Ablauf des 30. Juni 2011 dort nicht mehr bestanden habe, sondern auf die Kl\u00e4gerin \u00fcbergegangen sei. F\u00fcr die Auffassung des Finanzamts, dass der Verm\u00f6gens\u00fcbergang auf die Kl\u00e4gerin aufgrund der Verschmelzung erst eine logische Sekunde nach Ablauf des Wirtschaftsjahres der Mutter erfolgt sei, bestehe keine Rechtsgrundlage. Eine zeitliche Reihenfolge sei auch nicht dem Umstand zu entnehmen, dass die Steuerbilanz die technische Grundlage f\u00fcr die Umwandlungsbilanz darstelle. Vielmehr widerspreche die Versagung der \u00dcbertragung der R\u00fccklage der gesetzlichen Wertung, weil anderenfalls der Reinvestitionszeitraum von 48 Monaten verk\u00fcrzt werde.<\/p>\n<p>Zur Frage, ob die Kl\u00e4gerin die R\u00fccklage ihrerseits auf die KG \u00fcbertragen k\u00f6nne, nahm der Senat nicht Stellung. Diese Frage sei vielmehr im Rahmen des Feststellungsbescheids f\u00fcr die KG zu entscheiden. Die vom Senat zugelassene Revision ist am Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen XI R 39\/18 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<div class=\"clearfix\">FG M\u00fcnster, Mitteilung vom 15.02.2019 zum Urteil 13 K 2082\/15 vom 17.09.2018 (nrkr &#8211; BFH-Az.: XI R 39\/18)FG M\u00fcnster, Newsletter Februar 2019<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 17. September 2018 (Az. 13 K 2082\/15 K,G) hat der 13. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster entschieden, dass eine R\u00fccklage nach \u00a7 6b EStG auch dann auf den Rechtsnachfolger \u00fcbergeht, wenn die Verschmelzung exakt vier Jahre nach R\u00fccklagenbildung stattfindet. Die Kl\u00e4gerin war Organgesellschaft einer anderen GmbH, die zum Bilanzstichtag 30. 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