{"id":49726,"date":"2019-03-02T17:23:42","date_gmt":"2019-03-02T15:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49726"},"modified":"2019-03-02T17:23:42","modified_gmt":"2019-03-02T15:23:42","slug":"schenkungsteuer-beim-erwerb-neuer-anteile-an-einer-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/schenkungsteuer-beim-erwerb-neuer-anteile-an-einer-gmbh\/","title":{"rendered":"Schenkungsteuer beim Erwerb neuer Anteile an einer GmbH"},"content":{"rendered":"<article>Sind die Wertverh\u00e4ltnisse zwischen einer Einlage und den erhaltenen Anteilen nicht ausgewogen, k\u00f6nnen beim Erwerb neuer Gesellschaftsanteile an einer GmbH beispielsweise im Zuge einer Kapitalerh\u00f6hung oder einer Neugr\u00fcndung, verschiedene ungewollte schenkungsteuerliche Folgen entstehen, f\u00fchrte Dipl.-Fw. (FH) Dirk Krohn, StOAR, Gro\u00df- und Konzernbetriebspr\u00fcfung des Landes Schleswig-Holstein beim Steuerforum 2019 in Hannover aus und wies weiter darauf hin, dass es auch im Falle einer Verschmelzung bei einem nicht dem Verkehrswert der Anteile entsprechenden Wertverh\u00e4ltnis zu einer steuerbaren Zuwendung kommen k\u00f6nne.<\/p>\n<\/article>\n<article>Erbringt im Falle einer Neugr\u00fcndung einer GmbH ein Gesellschafter seine Stammeinlage, die mehr wert ist als die \u00fcbernommen Anteile, etwa weil der Gesellschafter ein Unternehmen einbringt, liegt nach \u00a7 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG eine steuerbare freigebige Zuwendung an die Mitgesellschafter vor. Erwirbt dagegen ein Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerh\u00f6hung neue Anteile an einer Kapitalgesellschaft gegen eine Einlage, die den Wert der Anteile \u00fcbersteigt, kommt eine Schenkung des neu eintretenden Gesellschafters an die \u00fcbrigen Gesellschafter gem\u00e4\u00df \u00a7 7 Abs. 8 ErbStG in Betracht. Im Umkehrfall, also dann, wenn ein Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerh\u00f6hung neue GmbH-Anteile gegen eine zu geringe Einlage und ohne weitere Verpflichtungen eingehen zu m\u00fcssen, erbringt, ist er mit der Eintragung im Handelsregister auf Kosten der Altgesellschafter bereichert (\u00a7 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG).<\/p>\n<p>L\u00e4sst ein Gesellschafter sein Bezugsrecht bei einer Kapitalerh\u00f6hung teilweise verfallen, kann dieser Verzicht als steuerbare freigebige Zuwendung an den Gesellschafter gesehen werden, der an der Kapitalerh\u00f6hung teilnimmt. Das ist dann der Fall, wenn diesem Teilnehmer durch die Kapitalerh\u00f6hung eine Wertsteigerung zuflie\u00dft, die den Wert einer von ihm zu erbringenden Einlage \u00fcbersteigt. Erfolgt die Kapitalerh\u00f6hung aus Gesellschaftsmitteln, erwerben die Gesellschafter die neuen Anteile zwingend im Verh\u00e4ltnis ihrer bisherigen Gesch\u00e4ftsanteile (\u00a7 57j GmbHG, \u00a7 212 AktG). Der &#8222;Verzicht&#8220; eines Gesellschafters auf dieses Bezugsrecht bedeutet deshalb eine steuerbare freigebige Zuwendung im Sinne des \u00a7 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG der neu entstandenen Anteile an die anderen Gesellschafter.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle:\u00a0Steuerberaterverband Niedersachsen\/Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 01.03.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind die Wertverh\u00e4ltnisse zwischen einer Einlage und den erhaltenen Anteilen nicht ausgewogen, k\u00f6nnen beim Erwerb neuer Gesellschaftsanteile an einer GmbH beispielsweise im Zuge einer Kapitalerh\u00f6hung oder einer Neugr\u00fcndung, verschiedene ungewollte schenkungsteuerliche Folgen entstehen, f\u00fchrte Dipl.-Fw. 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