{"id":49749,"date":"2019-03-07T19:45:46","date_gmt":"2019-03-07T17:45:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=49749"},"modified":"2019-03-07T19:45:46","modified_gmt":"2019-03-07T17:45:46","slug":"private-pkw-nutzung-im-taxigewerbe-definition-des-listenpreises-bei-anwendung-der-1-regelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/private-pkw-nutzung-im-taxigewerbe-definition-des-listenpreises-bei-anwendung-der-1-regelung\/","title":{"rendered":"Private Pkw-Nutzung im Taxigewerbe &#8211; Definition des Listenpreises bei Anwendung der 1 %-Regelung"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Die Besteuerung der Privatnutzung von Taxen erfolgt auf der Grundlage des allgemeinen Listenpreises, nicht aber nach besonderen Herstellerpreislisten f\u00fcr Taxen und Mietwagen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 8. November 2018 III R 13\/16 zur Anwendung der sog. 1 %-Regelung entschieden. Listenpreis ist dabei nur der Preis, zu dem ein Steuerpflichtiger das Fahrzeug als Privatkunde erwerben k\u00f6nnte.<\/h2>\n<\/article>\n<article>In dem vom BFH beurteilten Fall nutzte der Kl\u00e4ger sein Taxi nicht nur f\u00fcr sein Taxiunternehmen, sondern auch privat. Einkommensteuerrechtlich entschied er sich f\u00fcr die sog. 1 %-Regelung, d. h. er versteuerte f\u00fcr die Privatnutzung monatlich 1 % des Listenpreises gem\u00e4\u00df \u00a7 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes. Ma\u00dfgeblich ist dabei der inl\u00e4ndische Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung zuz\u00fcglich der Kosten f\u00fcr Sonderausstattung einschlie\u00dflich Umsatzsteuer. Im Streitfall legte der Kl\u00e4ger den Bruttolistenpreis aus einer vom Hersteller herausgegebenen Preisliste f\u00fcr Taxen und Mietwagen zugrunde. Das Finanzamt war jedoch der Ansicht, dass der h\u00f6here, mit Hilfe der Fahrzeug-Identifikationsnummer abgefragte Listenpreis heranzuziehen sei. Im finanzgerichtlichen Verfahren hatte der Kl\u00e4ger zun\u00e4chst Erfolg.<\/p>\n<p>Der BFH hob das Urteil des Finanzgerichts auf und entschied, dass der f\u00fcr die 1 %-Regelung ma\u00dfgebliche Listenpreis derjenige ist, zu dem ein Steuerpflichtiger das Fahrzeug als Privatkunde erwerben k\u00f6nnte. Denn der im Gesetz erw\u00e4hnte Listenpreis soll nicht die Neuanschaffungskosten und auch nicht den gegenw\u00e4rtigen Wert des Fahrzeugs abbilden, vielmehr handelt es sich um eine generalisierende Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Bewertung der Privatnutzung eines Betriebs-Pkw.<\/p>\n<p>Das Urteil betrifft einen Taxiunternehmer. Es hat dar\u00fcber hinaus auch Bedeutung f\u00fcr alle Sonderpreislisten mit Sonderrabatten, die ein Fahrzeughersteller bestimmten Berufsgruppen gew\u00e4hrt.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 10\/19 vom 06.03.2019 zum Urteil III R 13\/16 vom 08.11.2018<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Besteuerung der Privatnutzung von Taxen erfolgt auf der Grundlage des allgemeinen Listenpreises, nicht aber nach besonderen Herstellerpreislisten f\u00fcr Taxen und Mietwagen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 8. November 2018 III R 13\/16 zur Anwendung der sog. 1 %-Regelung entschieden. 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