{"id":50077,"date":"2019-03-22T19:59:24","date_gmt":"2019-03-22T17:59:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=50077"},"modified":"2019-03-22T19:59:24","modified_gmt":"2019-03-22T17:59:24","slug":"renten-steigen-zum-1-juli-2019-im-westen-um-318-prozent-und-im-osten-um-391-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/renten-steigen-zum-1-juli-2019-im-westen-um-318-prozent-und-im-osten-um-391-prozent\/","title":{"rendered":"Renten steigen zum 1. Juli 2019 im Westen um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Nach den nun vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund steht die Rentenanpassung zum 1. Juli 2019 fest: In Westdeutschland steigt die Rente um 3,18 Prozent, in den neuen L\u00e4ndern um 3,91 Prozent. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt damit auf 96,5 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 95,8 Prozent). Das Rentenniveau steigt damit sogar leicht auf 48,16 Prozent an.<\/h2>\n<\/article>\n<article>\n<p class=\"opening\">Bundesarbeitsminister Hubertus Heil:<\/p>\n<p><i>\u201eAuch in diesem Jahr profitieren die Rentnerinnen und Rentner von der guten Lage am Arbeitsmarkt und den Lohnsteigerungen der Vergangenheit in Form von besseren Renten. Auf dem Weg zu gleichen Rentenwerten in Ost und West kommen wir mit der Rentenanpassung 2019 ebenfalls weiter gut voran. Der Rentenwert (Ost) erreicht 96,5 Prozent des Westwerts. Bis sp\u00e4testens zur Rentenanpassung 2024 wird der aktuelle Rentenwert (Ost) auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen.<\/i><\/p>\n<p><i>Insgesamt zeigt sich: Die gesetzliche Rente bleibt die zentrale S\u00e4ule der Alterssicherung in Deutschland. Um sie weiter zu st\u00e4rken werden wir eine Grundrente einf\u00fchren, die ihren Namen auch verdient. Die Grundrente soll Lebensarbeitszeit anerkennen und einen wirksamen Beitrag gegen Altersarmut leisten. Es geht um mehr Respekt vor der Leistung von Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angeh\u00f6rige gepflegt haben und aufgrund zu niedriger L\u00f6hne keine angemessene Rente bekommen. Diese Menschen sollen im Alter ordentlich abgesichert sein.&#8220;<\/i><\/p>\n<h3>Einzelheiten<\/h3>\n<p>Grundlage f\u00fcr die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Die f\u00fcr die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung betr\u00e4gt 2,39 Prozent in den alten L\u00e4ndern und 2,99 Prozent in den neuen L\u00e4ndern. Sie basiert auf der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Lohnentwicklung nach den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR), wobei der Einfluss der Arbeitsgelegenheiten mit Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Mehraufwendungen (\u201eEin-Euro-Jobs&#8220;) au\u00dfer Acht bleibt. Dar\u00fcber hinaus wird die beitragspflichtige Entgeltentwicklung der Versicherten ber\u00fccksichtigt, die f\u00fcr die Einnahmensituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend ist.<\/p>\n<p>Neben der Lohnentwicklung wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor die Entwicklung des zahlenm\u00e4\u00dfigen Verh\u00e4ltnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten ber\u00fccksichtigt. In diesem Jahr wirkt sich der Nachhaltigkeitsfaktor mit +0,64 Prozentpunkten positiv auf die Rentenanpassung aus. Au\u00dferdem wird durch den so genannten Faktor Altersvorsorgeaufwendungen die Ver\u00e4nderung der Aufwendungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Aufbau ihrer Altersvorsorge auf die Anpassung der Renten \u00fcbertragen. Da der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung des Jahres 2017 (18,7 Prozent) gegen\u00fcber dem Jahr 2018 (18,6 Prozent) um 0,1 Prozentpunkte gesunken ist und die sogenannte \u201eRiester-Treppe&#8220; bereits 2013 letztmals zur Anwendung kam, wirkt der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Jahr rechnerisch mit 0,13 Prozentpunkten anpassungssteigernd.<\/p>\n<p>Bei der diesj\u00e4hrigen Rentenanpassung wird erstmals die Niveauschutzklausel des RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetzes gepr\u00fcft. So wird sichergestellt, dass in der Zeit bis zum 1. Juli 2025 das Rentenniveau von 48 Prozent nicht unterschritten wird. Das Rentenniveau (im Gesetz als Sicherungsniveau vor Steuern bezeichnet) beschreibt den Verh\u00e4ltniswert aus einer verf\u00fcgbaren Standardrente und dem verf\u00fcgbaren Durchschnittsentgelt, beides ohne Ber\u00fccksichtigung der darauf entfallenden Steuern. Das Rentenniveau betr\u00e4gt f\u00fcr das Jahr 2019 mit dem nach der bisherigen Rentenanpassungsformel errechneten aktuellen Rentenwert 48,16 Prozent. Damit wird das Mindestsicherungsniveau von 48 Prozent eingehalten. Die Niveauschutzklausel kommt somit nicht zur Anwendung.<\/p>\n<p>Bei der Rentenanpassung f\u00fcr die neuen Bundesl\u00e4nder sind die im Renten\u00fcberleitungsabschlussgesetzes festgelegten Angleichungsschritte relevant. In diesem Jahr ist der aktuelle Rentenwert (Ost) mindestens so anzupassen, dass er 96,5 Prozent des Westwerts erreicht. Mit dieser Angleichungsstufe f\u00e4llt die Rentenanpassung Ost h\u00f6her aus, als nach der tats\u00e4chlichen Lohnentwicklung Ost.<\/p>\n<p>Auf Basis der vorliegenden Daten ergibt sich damit ab dem 1. Juli 2019 eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts von gegenw\u00e4rtig 32,03 Euro auf 33,05 Euro und eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts (Ost) von gegenw\u00e4rtig 30,69 Euro auf 31,89 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung von 3,18 Prozent in den alten L\u00e4ndern und von 3,91 Prozent in den neuen L\u00e4ndern.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BMAS, Pressemitteilung vom 20.03.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den nun vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund steht die Rentenanpassung zum 1. Juli 2019 fest: In Westdeutschland steigt die Rente um 3,18 Prozent, in den neuen L\u00e4ndern um 3,91 Prozent. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt damit auf 96,5 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 95,8 Prozent). Das Rentenniveau steigt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/renten-steigen-zum-1-juli-2019-im-westen-um-318-prozent-und-im-osten-um-391-prozent\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Renten steigen zum 1. 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