{"id":50970,"date":"2019-05-03T11:35:34","date_gmt":"2019-05-03T09:35:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=50970"},"modified":"2019-05-03T11:35:34","modified_gmt":"2019-05-03T09:35:34","slug":"nummer-der-rechnung-als-formelle-voraussetzung-eines-vorsteuerverguetungsantrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/nummer-der-rechnung-als-formelle-voraussetzung-eines-vorsteuerverguetungsantrags\/","title":{"rendered":"Nummer der Rechnung als formelle Voraussetzung eines Vorsteuerverg\u00fctungsantrags"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat Zweifel, welche Angaben des in einem anderen Mitgliedstaat ans\u00e4ssigen Steuerpflichtigen zur Bezeichnung der &#8222;Nummer der Rechnung&#8220; in einem Vorsteuerverg\u00fctungsantrag erforderlich sind. Er hat mit Beschluss vom 13. Februar 2019 XI R 13\/17 den Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) insoweit um Kl\u00e4rung gebeten.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall wurde der Verg\u00fctungsantrag der in \u00d6sterreich ans\u00e4ssigen Kl\u00e4gerin (einer Spedition) dem Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern (BZSt) \u00fcber das von der \u00f6sterreichischen Finanzverwaltung eingerichtete Portal elektronisch \u00fcbermittelt. Dem Antrag lagen Rechnungen \u00fcber die Lieferung von Kraftstoffen, aus denen die Kl\u00e4gerin den Vorsteuerabzug geltend macht, zugrunde. In der amtlichen Anlage zum Antrag ist zu den Rechnungen in der Spalte &#8222;Beleg Nr.&#8220; nicht die in der jeweiligen Rechnung aufgef\u00fchrte Rechnungsnummer, sondern eine weitere, jeweils in der Rechnung ausgewiesene und in der Buchhaltung der Kl\u00e4gerin erfasste Referenznummer eingetragen. Das BZSt lehnte die Vorsteuerverg\u00fctung ab, weil der Antrag den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprochen habe.<\/p>\n<p>Nach Art. 171 Abs. 1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28. November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem in Verbindung mit Art. 7 der Richtlinie 2008\/9\/EG muss der nicht im Mitgliedstaat der Erstattung ans\u00e4ssige Steuerpflichtige einen elektronischen Erstattungsantrag einreichen und hierbei f\u00fcr jede Rechnung u. a. Angaben zu Datum und Nummer machen. Der Erstattungsantrag muss dem Mitgliedstaat, in dem der Steuerpflichtige ans\u00e4ssig ist, sp\u00e4testens am 30. September des auf den Erstattungszeitraum folgenden Kalenderjahres vorliegen, wobei der Antrag nur dann als vorgelegt gilt, wenn der Antragsteller u. a. alle in Art. 8 geforderten Angaben gemacht hat (Art. 8 Abs. 2 Buchst. d bzw. Art. 15 Abs. 1 der Richtlinie 2008\/9\/EG).<\/p>\n<p>Der BFH vertritt in dem Vorlagebeschluss die Auffassung, die Angabe der Referenznummer erm\u00f6gliche eine eindeutige Zuordnung der Rechnungen. Der fristgem\u00e4\u00df beim BZSt eingegangene Antrag sei allenfalls unrichtig, jedenfalls nicht unvollst\u00e4ndig und damit nicht unwirksam. Soweit die Kl\u00e4gerin nach Ablauf der Antragsfrist eine Zuordnung der Referenznummern zu der jeweiligen Rechnungsnummer vorgenommen hat, handele es sich um eine unabh\u00e4ngig von der Antragsfrist m\u00f6gliche Erg\u00e4nzung der Angaben.<\/p>\n<p>Mit dem Vorabentscheidungsersuchen des BFH soll insbesondere gekl\u00e4rt werden, ob Art. 8 Abs. 2 Buchst. d der Richtlinie 2008\/9\/EG dahingehend auszulegen ist, dass auch die Angabe der Referenznummer einer Rechnung, die als zus\u00e4tzliches Ordnungskriterium neben der Rechnungsnummer ausgewiesen ist, gen\u00fcgt.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 25\/19 vom 02.05.2019 zum Beschluss XI R 13\/17 vom 13.02.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat Zweifel, welche Angaben des in einem anderen Mitgliedstaat ans\u00e4ssigen Steuerpflichtigen zur Bezeichnung der &#8222;Nummer der Rechnung&#8220; in einem Vorsteuerverg\u00fctungsantrag erforderlich sind. 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