{"id":50976,"date":"2019-05-03T11:39:19","date_gmt":"2019-05-03T09:39:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=50976"},"modified":"2019-05-03T11:39:19","modified_gmt":"2019-05-03T09:39:19","slug":"therapiehund-als-arbeitsmittel-einer-lehrerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/therapiehund-als-arbeitsmittel-einer-lehrerin\/","title":{"rendered":"Therapiehund als Arbeitsmittel einer Lehrerin"},"content":{"rendered":"<section id=\"content\"><\/section>\n<section id=\"main-content\">\n<article>\n<h2>Aufwendungen f\u00fcr einen Therapiehund k\u00f6nnen bei Lehrern zu den abzugsf\u00e4higen Werbungskosten geh\u00f6ren. Dies hat der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Urteil vom 14. M\u00e4rz 2019 (Az. 10 K 2852\/18 E) entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4gerin war als Lehrerin an einer Realschule t\u00e4tig, zu deren Lehrkonzept tiergest\u00fctzte P\u00e4dagogik geh\u00f6rte. Auf einer Schulkonferenz wurde der Beschluss gefasst, zur Umsetzung dieses Konzepts einen Therapiehund anzuschaffen. Die Kl\u00e4gerin wurde mit der Ausbildung und der au\u00dferschulischen Versorgung des Hundes beauftragt. Sie erwarb daraufhin eine H\u00fcndin, die in der Folgezeit zum Therapiehund ausgebildet wurde. In ihren Steuererkl\u00e4rungen der Streitjahre machte die Kl\u00e4gerin die von ihr f\u00fcr die H\u00fcndin getragenen Kosten, zu denen die Abschreibung, Aufwendungen f\u00fcr eine Tierhaftpflichtversicherung, Futtermittel, Hundepflege, Tierarzt, Besuch der Hundeschule sowie die Kosten der Ausbildung als Therapiehund geh\u00f6rten, als Werbungskosten geltend.<\/p>\n<p>Das Finanzamt ber\u00fccksichtigte die Aufwendungen nicht und verwies darauf, dass es sich bei dem Therapiehund nicht um ein Arbeitsmittel handele. Der Therapiehund k\u00f6nne insbesondere nicht mit einem Polizeihund verglichen werden, da Polizeihunde Eigentum des Dienstherrn und nicht des jeweiligen Polizisten seien.<\/p>\n<p>Der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster folgte grunds\u00e4tzlich der Auffassung der Kl\u00e4gerin, dass es sich bei dem Therapiehund um ein Arbeitsmittel handele, und erkannte die Aufwendungen teilweise als Werbungskosten an. Der Senat f\u00fchrte zur Begr\u00fcndung aus, dass die Aufwendungen f\u00fcr den Therapiehund im Grundsatz beruflich veranlasst gewesen seien, da der Hund der Erledigung dienstlicher Aufgaben der Kl\u00e4gerin diene und im Rahmen eines von der Schulkonferenz beschlossenen Programms an den Unterrichtstagen der Kl\u00e4gerin eingesetzt werde. Der Therapiehund sei aber nicht ausschlie\u00dflich beruflich \u201eim Einsatz&#8220;, sondern auch in intensiver Weise Bestandteil des Privatlebens der Kl\u00e4gerin. Die Aufwendungen seien deshalb nach dem zeitlichen Anteil der beruflichen und privaten \u201eVerwendung&#8220; des Therapiehundes aufzuteilen.<\/p>\n<p>Der Senat hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n<p>Zu einem \u00e4hnlichen Streitfall vgl. die Entscheidung des FG D\u00fcsseldorf vom 14. September 2018 &#8211; 1 K 2144\/17 E -, EFG 2019, 341.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle:\u00a0FG M\u00fcnster, Pressemitteilung vom 02.05.2019 zum Urteil 10 K 2852\/18 vom 14.03.2019<\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufwendungen f\u00fcr einen Therapiehund k\u00f6nnen bei Lehrern zu den abzugsf\u00e4higen Werbungskosten geh\u00f6ren. Dies hat der 10. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Urteil vom 14. M\u00e4rz 2019 (Az. 10 K 2852\/18 E) entschieden. Die Kl\u00e4gerin war als Lehrerin an einer Realschule t\u00e4tig, zu deren Lehrkonzept tiergest\u00fctzte P\u00e4dagogik geh\u00f6rte. 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