{"id":51183,"date":"2019-05-11T16:13:48","date_gmt":"2019-05-11T14:13:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=51183"},"modified":"2019-05-11T16:13:48","modified_gmt":"2019-05-11T14:13:48","slug":"sky-bundesliga-abo-als-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/sky-bundesliga-abo-als-werbungskosten\/","title":{"rendered":"Sky-Bundesliga-Abo als Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Die Aufwendungen eines Fu\u00dfballtrainers f\u00fcr ein Sky-Bundesliga-Abo k\u00f6nnen Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit sein. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 16. Januar 2019 VI R 24\/16 f\u00fcr einen hauptamtlichen Torwarttrainer im Bereich des Lizenzfu\u00dfballs entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger bezieht als hauptamtlicher Torwarttrainer eines Lizenzfu\u00dfballvereins Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit. Er schloss beim Pay-TV-Sender &#8222;Sky&#8220; ein Abonnement ab, das sich aus den Paketen &#8222;Fu\u00dfball Bundesliga&#8220;, &#8222;Sport&#8220; und &#8222;Sky Welt&#8220; zusammensetzte. Den Aufwand f\u00fcr das Paket \u201eBundesliga\u201c machte er als Werbungskosten mit der Begr\u00fcndung geltend, dass er die Bundesligaspiele ganz \u00fcberwiegend nur zum Kenntnisgewinn im Zusammenhang mit seiner Trainert\u00e4tigkeit schaue. Finanzamt und Finanzgericht (FG) lehnten den Werbungskostenabzug ab. Das Sky-Bundesliga-Abonnement sei immer privat und nicht beruflich veranlasst, da der Inhalt des Pakets nicht vergleichbar einer Fachzeitschrift auf ein Fachpublikum, hier einen hauptamtlichen Fu\u00dfballtrainer, zugeschnitten sei.<\/p>\n<p>Auf die Revision des Kl\u00e4gers hat der BFH die Vorentscheidung aufgehoben und die Sache an das FG zur\u00fcckverwiesen. Werbungskosten sind u. a. Aufwendungen f\u00fcr (immaterielle) Wirtschaftsg\u00fcter, die unmittelbar der Erledigung beruflicher Aufgaben dienen. Die G\u00fcter m\u00fcssen ausschlie\u00dflich oder zumindest weitaus \u00fcberwiegend beruflich genutzt werden. Eine geringf\u00fcgige private Mitbenutzung ist unsch\u00e4dlich. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist unter W\u00fcrdigung aller Umst\u00e4nde nach der Funktion des Wirtschaftsguts im Einzelfall festzustellen. Bei einem (Torwart)Trainer eines Lizenzfu\u00dfballvereins hielt der BFH eine weitaus \u00fcberwiegende berufliche Nutzung des Pakets \u201eBundesliga\u201c jedenfalls nicht f\u00fcr ausgeschlossen. Da das FG dies, ohne weitere Feststellungen zu treffen, anders gesehen hatte, muss es diese nachholen. Zur Feststellung der tats\u00e4chlichen Verwendung des Sky-Bundesliga-Abonnements durch den Kl\u00e4ger hat der BFH die Vernehmung von Trainerkollegen und von den Spielern angeregt.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 27\/19 vom 08.05.2019 zum Urteil VI R 24\/16 vom 16.01.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufwendungen eines Fu\u00dfballtrainers f\u00fcr ein Sky-Bundesliga-Abo k\u00f6nnen Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit sein. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 16. Januar 2019 VI R 24\/16 f\u00fcr einen hauptamtlichen Torwarttrainer im Bereich des Lizenzfu\u00dfballs entschieden. Der Kl\u00e4ger bezieht als hauptamtlicher Torwarttrainer eines Lizenzfu\u00dfballvereins Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit. 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