{"id":51466,"date":"2019-05-21T18:35:44","date_gmt":"2019-05-21T16:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=51466"},"modified":"2019-05-21T18:35:44","modified_gmt":"2019-05-21T16:35:44","slug":"mitteilung-der-zentralen-zulagenstelle-fuer-altersvermoegen-zur-fehlenden-zulageberechtigung-ist-kein-grundlagenbescheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/mitteilung-der-zentralen-zulagenstelle-fuer-altersvermoegen-zur-fehlenden-zulageberechtigung-ist-kein-grundlagenbescheid\/","title":{"rendered":"Mitteilung der Zentralen Zulagenstelle f\u00fcr Altersverm\u00f6gen zur fehlenden Zulageberechtigung ist kein Grundlagenbescheid"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat mit Urteil vom 21.03.2019 (Az. 11 K 311\/16 E) entschieden, dass das Finanzamt nicht an Mitteilungen der Zentralen Zulagenstelle f\u00fcr Altersverm\u00f6gen (ZfA) gebunden ist. Das Finanzamt habe selbst\u00e4ndig zu pr\u00fcfen, ob die Voraussetzungen f\u00fcr den Abzug von Beitr\u00e4gen zu einem sog. Riester-Vertrag als Sonderausgaben erf\u00fcllt sind.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Kl\u00e4ger sind zusammenveranlagte Eheleute. In den Streitjahren 2010 und 2011 war die Kl\u00e4gerin unmittelbar und der Kl\u00e4ger mittelbar zulageberechtigt. Das beklagte Finanzamt ber\u00fccksichtigte die Riester-Beitr\u00e4ge beider Ehegatten zun\u00e4chst erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00df als Sonderausgaben der Kl\u00e4gerin.<\/p>\n<p>Nach Bestandskraft der Steuerbescheide erhielt das Finanzamt Mitteilungen der ZfA, wonach der Kl\u00e4ger nicht zu den zulageberechtigten Personen geh\u00f6re. Daraufhin ergingen ge\u00e4nderte Steuerbescheide, in denen die Beitr\u00e4ge des Kl\u00e4gers nicht mehr als Sonderausgaben seiner Ehefrau ber\u00fccksichtigt wurden.<\/p>\n<p>Dagegen wehrten sich die Kl\u00e4ger erfolgreich. Mit seinem Urteil hat das Finanzgericht die \u00c4nderungsbescheide aufgehoben. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte der Senat aus, dass eine \u00c4nderung der bestandskr\u00e4ftigen Steuerbescheide nicht allein aufgrund der Mitteilung der ZfA zul\u00e4ssig sei. Das Finanzamt sei an eine Mitteilung der ZfA nicht gebunden. Die Mitteilung sei ein verwaltungsinterner Vorgang, der &#8211; wie eine Kontrollmitteilung &#8211; das Finanzamt im Zweifelsfall verpflichte, deren Richtigkeit zu pr\u00fcfen. Im Streitfall sei der Kl\u00e4ger &#8211; entgegen der Mitteilung der ZfA &#8211; mittelbar zulageberechtigt und der Sonderausgabenabzug daher zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Die Entscheidung ist nicht rechtskr\u00e4ftig. Die vom Finanzgericht zugelassene Revision wurde eingelegt und ist unter dem Az. X R 16\/19 beim Bundesfinanzhof anh\u00e4ngig.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: FG D\u00fcsseldorf, Mitteilung vom 14.05.2019 zum Urteil 11 K 311\/16 vom 21.03.2019 (nrkr &#8211; BFH-Az.: X R 16\/19)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat mit Urteil vom 21.03.2019 (Az. 11 K 311\/16 E) entschieden, dass das Finanzamt nicht an Mitteilungen der Zentralen Zulagenstelle f\u00fcr Altersverm\u00f6gen (ZfA) gebunden ist. Das Finanzamt habe selbst\u00e4ndig zu pr\u00fcfen, ob die Voraussetzungen f\u00fcr den Abzug von Beitr\u00e4gen zu einem sog. Riester-Vertrag als Sonderausgaben erf\u00fcllt sind. 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