{"id":51833,"date":"2019-06-08T13:36:22","date_gmt":"2019-06-08T11:36:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=51833"},"modified":"2019-06-08T13:36:22","modified_gmt":"2019-06-08T11:36:22","slug":"bfh-zur-doppelten-haushaltsfuehrung-kosten-fuer-einrichtungsgegenstaende-voll-abziehbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-zur-doppelten-haushaltsfuehrung-kosten-fuer-einrichtungsgegenstaende-voll-abziehbar\/","title":{"rendered":"BFH zur doppelten Haushaltsf\u00fchrung: Kosten f\u00fcr Einrichtungsgegenst\u00e4nde voll abziehbar"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Aufwendungen f\u00fcr Einrichtungsgegenst\u00e4nde und Hausrat f\u00fcr eine im Rahmen einer doppelten Haushaltsf\u00fchrung genutzten Wohnung fallen nicht unter die H\u00f6chstbetragsbegrenzung von 1.000 Euro und sind daher grunds\u00e4tzlich in vollem Umfang als Werbungskosten abziehbar. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 4. April 2019 VI R 18\/17 zu \u00a7 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall hatte der Kl\u00e4ger eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsf\u00fchrung begr\u00fcndet. Aufwendungen f\u00fcr die Miete nebst Nebenkosten sowie Anschaffungskosten f\u00fcr die Einrichtung machte er als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nur in H\u00f6he von 1.000 Euro je Monat an, da die Abzugsf\u00e4higkeit der Kosten f\u00fcr die Unterkunft nach der Neufassung des \u00a7 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG ab dem Veranlagungszeitraum 2004 auf diesen H\u00f6chstbetrag begrenzt sei. Dem widersprach das Finanzgericht (FG). Die Kosten der Einrichtung (Absetzung f\u00fcr Abnutzung auf angeschaffte Einrichtungsgegenst\u00e4nde und Aufwendungen f\u00fcr geringwertige Wirtschaftsg\u00fcter) seien keine Kosten der Unterkunft und seien daher nicht mit dem H\u00f6chstbetrag abgegolten. Da die \u00fcbrigen Kosten den H\u00f6chstbetrag nicht \u00fcberschritten h\u00e4tten, seien die Aufwendungen in voller H\u00f6he abzugsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Der BFH best\u00e4tigte die FG-Entscheidung. Gem\u00e4\u00df \u00a7 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG sind nur die Kosten der Unterkunft auf den H\u00f6chstabzugsbetrag von 1.000 Euro gedeckelt. Davon sind aber Aufwendungen f\u00fcr Haushaltsartikel und Einrichtungsgegenst\u00e4nde nicht umfasst, da diese nur f\u00fcr deren Nutzung und nicht f\u00fcr die Nutzung der Unterkunft get\u00e4tigt werden. Die Nutzung der Einrichtungsgegenst\u00e4nde ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft als solcher gleichzusetzen. Derartige Aufwendungen sind daher &#8211; soweit sie notwendig sind &#8211; ohne Begrenzung der H\u00f6he nach abzugsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 35\/19 vom 06.06.2019 zum Urteil VI R 18\/17 vom 04.04.2019<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufwendungen f\u00fcr Einrichtungsgegenst\u00e4nde und Hausrat f\u00fcr eine im Rahmen einer doppelten Haushaltsf\u00fchrung genutzten Wohnung fallen nicht unter die H\u00f6chstbetragsbegrenzung von 1.000 Euro und sind daher grunds\u00e4tzlich in vollem Umfang als Werbungskosten abziehbar. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 4. 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