{"id":52928,"date":"2019-07-29T11:33:22","date_gmt":"2019-07-29T09:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=52928"},"modified":"2019-07-29T11:33:22","modified_gmt":"2019-07-29T09:33:22","slug":"das-im-trust-angelegte-vermoegen-gehoert-im-falle-des-todes-des-erblassers-zum-nachlass-und-unterliegt-der-erbschaftsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/das-im-trust-angelegte-vermoegen-gehoert-im-falle-des-todes-des-erblassers-zum-nachlass-und-unterliegt-der-erbschaftsteuer\/","title":{"rendered":"Das im Trust angelegte Verm\u00f6gen geh\u00f6rt im Falle des Todes des Erblassers zum Nachlass und unterliegt der Erbschaftsteuer"},"content":{"rendered":"<article>\n<h1><span style=\"font-size: 24px;\">Mit Urteil vom 23. Januar 2019 (Az. 3 K 41\/17) hat der 3. Senat des Finanzgerichts entscheiden, dass das in einen Trust eingebrachte Verm\u00f6gen nicht auf diesen \u00fcbergeht, wenn der Trust im Verh\u00e4ltnis zum Errichter nicht tats\u00e4chlich und rechtlich frei \u00fcber das Verm\u00f6gen verf\u00fcgen kann. Im Falle des Todes des Errichters geh\u00f6rt das so im Trust angelegte Verm\u00f6gen zum Nachlass und unterliegt damit der Erbschaftsteuer.<\/span><\/h1>\n<\/article>\n<article>Der C-Trust wurde im Jahr 1997 nach den gesetzlichen Vorschriften von Guernsey durch O und den Kl\u00e4ger gegr\u00fcndet und mit Verm\u00f6gen der Erblasserin, welche als Errichterin des Trusts fungierte, ausgestattet. Die Errichterin behielt sich umfassende Weisungs- und Herrschaftsbefugnisse vor. Als die Errichterin verstarb, entstand zwischen dem Finanzamt und dem Kl\u00e4ger Streit dar\u00fcber, ob f\u00fcr das in den Trust eingebrachte Verm\u00f6gen Erbschaftsteuer zu entrichten war.<\/p>\n<p>Das hat der 3. Senat des Finanzgerichts bejaht. Gem. \u00a7 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG unterliege der Erbschaftsteuer als Erwerb von Todes wegen der Erwerb durch Erbanfall (\u00a7 1922 BGB). Mit dem Tod einer Person gehe deren Verm\u00f6gen als Ganzes auf den oder die Erben \u00fcber. Zum Zeitpunkt des Todes sei die Erblasserin noch Inhaberin des \u00fcber den C-Trust angelegten Verm\u00f6gens gewesen. Beim C-Trust habe es sich jedenfalls bis zum Ableben der Errichterin und Erblasserin nicht um eine verselbst\u00e4ndigte Verm\u00f6gensmasse i. S. d. \u00a7 7 Abs. 1 Nr. 8 Satz 2 ErbStG gehandelt, deren Zweck auf die Bindung von Verm\u00f6gen gerichtet gewesen sei. Dem st\u00fcnden die getroffenen Regelungen \u00fcber eine umfassende Herrschaftsbefugnis der Erblasserin bis zu ihrem Tode sowie die tats\u00e4chliche Vertragsdurchf\u00fchrung in Gestalt zahlreicher auf Anweisung der Erblasserin zu ihren Gunsten durchgef\u00fchrter Verm\u00f6gensverf\u00fcgungen entgegen. Die Gesamtheit der getroffenen Vertragsregelungen und die bis zum Tode gelebte Vertragspraxis sei auf eine Kapitalanlage der Erblasserin im Mantel eines Trusts gerichtet gewesen.<\/p>\n<p>Der 3. Senat hat die Revision zugelassen, das Verfahren ist beim BFH unter dem Aktenzeichen II R 13\/19 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: FG Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 04.07.2019 zum Urteil 3 K 41\/17 vom 23.01.2019 (nrkr &#8211; BFH-Az.: II R 13\/19)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 23. Januar 2019 (Az. 3 K 41\/17) hat der 3. Senat des Finanzgerichts entscheiden, dass das in einen Trust eingebrachte Verm\u00f6gen nicht auf diesen \u00fcbergeht, wenn der Trust im Verh\u00e4ltnis zum Errichter nicht tats\u00e4chlich und rechtlich frei \u00fcber das Verm\u00f6gen verf\u00fcgen kann. 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