{"id":53093,"date":"2019-08-05T10:38:03","date_gmt":"2019-08-05T08:38:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=53093"},"modified":"2019-08-05T10:38:03","modified_gmt":"2019-08-05T08:38:03","slug":"bfh-zum-haeuslichen-arbeitszimmer-kein-abzug-fuer-umbau-des-privat-genutzten-badezimmers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-zum-haeuslichen-arbeitszimmer-kein-abzug-fuer-umbau-des-privat-genutzten-badezimmers\/","title":{"rendered":"BFH zum h\u00e4uslichen Arbeitszimmer: Kein Abzug f\u00fcr Umbau des privat genutzten Badezimmers"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Kosten f\u00fcr den Umbau eines privat genutzten Badezimmers geh\u00f6ren nicht zu den abziehbaren Aufwendungen f\u00fcr ein h\u00e4usliches Arbeitszimmer. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 14. Mai 2019 &#8211; VIII R 16\/15 entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall hatten die zusammen veranlagten Kl\u00e4ger im Jahr 2011 das Badezimmer und den vorgelagerten Flur in ihrem Eigenheim umfassend umgebaut. In dem Eigenheim nutzte der Kl\u00e4ger ein h\u00e4usliches Arbeitszimmer f\u00fcr seine selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit als Steuerberater, das 8,43 % der Gesamtfl\u00e4che ausmachte. Der Kl\u00e4ger machte f\u00fcr das Streitjahr 8,43 % der entstandenen Umbaukosten gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b S\u00e4tze 2 und 3 des Einkommensteuergesetzes als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit seinem h\u00e4uslichen Arbeitszimmer geltend. Diese Aufwendungen in H\u00f6he von rund 4.000 Euro ber\u00fccksichtigte das FA &#8211; mit Ausnahme der Kosten f\u00fcr den Austausch der T\u00fcr zum Arbeitszimmer &#8211; nicht. Das hat der BFH nunmehr als dem Grunde nach zutreffend angesehen.Nach dem Urteil des BFH sind Renovierungs- oder Reparaturaufwendungen, die wie z. B. Schuldzinsen, Geb\u00e4ude-AfA oder M\u00fcllabfuhrgeb\u00fchren f\u00fcr das gesamte Geb\u00e4ude anfallen, zwar nach dem Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnis aufzuteilen und damit anteilig zu ber\u00fccksichtigen. Nicht anteilig abzugsf\u00e4hig sind jedoch Kosten f\u00fcr einen Raum, der wie im Streitfall das Badezimmer und der Flur der Kl\u00e4ger ausschlie\u00dflich &#8211; oder mehr als in nur untergeordnetem Umfang &#8211; privaten Wohnzwecken dient. Erfolgen Bauma\u00dfnahmen in Bezug auf einen privat genutzten Raum, fehlt es an Geb\u00e4udekosten, die nach dem Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnis aufzuteilen und anteilig abzugsf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p>Da das Finanzgericht (FG) keine hinreichenden Feststellungen zu ebenfalls streitigen Aufwendungen f\u00fcr Arbeiten an Rolll\u00e4den des Hauses der Kl\u00e4ger getroffen hatte, konnte der BFH allerdings in der Sache nicht abschlie\u00dfend entscheiden und verwies die Sache an das FG zur\u00fcck. Sollte es dabei um die Rollladenanlage des Wohnzimmers gegangen sein, l\u00e4gen auch insoweit keine abziehbaren Aufwendungen vor.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 47\/19 vom 01.08.2019 zum Urteil VIII R 16\/15 vom 14.05.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kosten f\u00fcr den Umbau eines privat genutzten Badezimmers geh\u00f6ren nicht zu den abziehbaren Aufwendungen f\u00fcr ein h\u00e4usliches Arbeitszimmer. 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