{"id":53099,"date":"2019-08-05T10:45:45","date_gmt":"2019-08-05T08:45:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=53099"},"modified":"2019-08-05T10:45:45","modified_gmt":"2019-08-05T08:45:45","slug":"13-monatsgehalt-keine-verschiebung-des-entstehungszeitpunkts-durch-regelung-in-betriebsvereinbarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/13-monatsgehalt-keine-verschiebung-des-entstehungszeitpunkts-durch-regelung-in-betriebsvereinbarung\/","title":{"rendered":"13. Monatsgehalt: Keine Verschiebung des Entstehungszeitpunkts durch Regelung in Betriebsvereinbarung"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Eine Regelung in einer Betriebsvereinbarung, wonach das 13. Monatsgehalt gestaffelt in monatlichen Raten ausgezahlt wird, stellt keine Verschiebung des Entstehungszeitpunkts dar.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Die Beteiligten stritten dar\u00fcber, ob ein 13. Monatsgehalt im Rahmen des Bezugs von Insolvenzgeld zu ber\u00fccksichtigen ist. Der anzuwendende Tarifvertrag sieht hierzu vor, dass das 13. Monatsgehalt zum Ende der ersten Dezemberwoche (\u201eAuszahlungszeitpunkt&#8220;) gezahlt wird. Voraussetzung f\u00fcr den Anspruch sollte sein, dass der Arbeitnehmer mit Ablauf des Kalenderjahres 12 Monate ununterbrochen dem Betrieb angeh\u00f6rt hat. Eine zwischen der Gesch\u00e4ftsleitung und dem Betriebsrat geschlossene Betriebsvereinbarung regelt hierzu, dass die Jahressonderzahlung im Jahr 2017 gestaffelt in monatlichen Raten von mindestens 1.000 Euro ab November 2017 ausgezahlt wird. Mit der Abrechnung April 2018 sollte nach dieser Regelung dann die Zahlung des Restbetrages erfolgen.Nachdem am 01.04.2018 das Insolvenzverfahren gegen die Arbeitgeberin er\u00f6ffnet wurde, beantragte der Kl\u00e4ger bei der Beklagten Insolvenzgeld. Dieses wurde ihm ohne Ber\u00fccksichtigung des 13. Monatsgehalts bewilligt. Die Jahressonderzahlung habe keine Ber\u00fccksichtigung finden k\u00f6nnen, da sie au\u00dferhalb des drei monatigen Insolvenzgeldzeitraumes (01.01.2018 bis 31.03.2018) entstanden sei. Der Kl\u00e4ger verweist darauf, dass durch die Regelung in der Betriebsvereinbarung nicht nur die F\u00e4lligkeit, sondern auch der Entstehungszeitpunkt des Anspruchs verschoben worden sei. Da diese neuen Entstehungszeitpunkte zum Teil im Insolvenzgeldzeitraum liegen, seien sie auch bei der H\u00f6he des Insolvenzgeldes zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Das Gericht hat die Klage abgewiesen. Die Betriebsvereinbarung habe den f\u00fcr die Entstehung des Anspruchs auf die Jahressonderzahlung entscheidenden Stichtag 31.12.2017 nicht verschoben. Die Regelung in der Betriebsvereinbarung stelle lediglich eine Stundungsvereinbarung dar.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: SG Stuttgart, Pressemitteilung vom 02.08.2019 zum Gerichtsbescheid S 11 AL 3372\/18 vom 28.01.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Regelung in einer Betriebsvereinbarung, wonach das 13. Monatsgehalt gestaffelt in monatlichen Raten ausgezahlt wird, stellt keine Verschiebung des Entstehungszeitpunkts dar. Die Beteiligten stritten dar\u00fcber, ob ein 13. Monatsgehalt im Rahmen des Bezugs von Insolvenzgeld zu ber\u00fccksichtigen ist. Der anzuwendende Tarifvertrag sieht hierzu vor, dass das 13. 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