{"id":53755,"date":"2019-09-03T18:23:45","date_gmt":"2019-09-03T16:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=53755"},"modified":"2019-09-03T18:23:45","modified_gmt":"2019-09-03T16:23:45","slug":"steuerliche-gewinnermittlung-investitionsabzugsbetrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuerliche-gewinnermittlung-investitionsabzugsbetrag\/","title":{"rendered":"Steuerliche Gewinnermittlung &#8211; Investitionsabzugsbetrag"},"content":{"rendered":"<article>\n<h1><\/h1>\n<div id=\"vorspann\">\n<p>Beschluss des Bundesfinanzhofes vom 15. November 2017 (BStBl 2019 II S. xxx) zur Verwendung von Investitionsabzugsbetr\u00e4gen nach \u00a7 7g Einkommensteuergesetz (EStG) im Gesamthandsverm\u00f6gen einer Mitunternehmerschaft f\u00fcr Investitionen im Sonderbetriebsverm\u00f6gen eines Mitunternehmers<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<article>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Beschluss vom 15. November 2017 (BStBl 2019 II S. xxx) entschieden, dass eine beg\u00fcnstigte Investition im Sinne des \u00a7 7g Einkommensteuergesetz (EStG) auch dann vorliegt, wenn bei einer Personengesellschaft der Investitionsabzugsbetrag vom Gesamthandsgewinn abgezogen wurde und die geplante Investition innerhalb des dreij\u00e4hrigen Investitionszeitraums von einem ihrer Gesellschafter vorgenommen und in dessen Sonderbetriebsverm\u00f6gen aktiviert wird. In diesen F\u00e4llen sei im Wirtschaftsjahr der Anschaffung der in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetrag dem Sonderbetriebsgewinn des investierenden Gesellschafters au\u00dferbilanziell hinzuzurechnen.<\/p>\n<p>Nach Abstimmung mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder sind die Grunds\u00e4tze des BFH-Beschlusses \u00fcber den entschiedenen Einzelfall hinaus anzuwenden. Die Randnummern 4 und 5 des BMF-Schreibens vom 20. M\u00e4rz 2017 (BStBl I S. 423) werden wie folgt gefasst:<\/p>\n<p><b>\u201ec)\u00a0<\/b>Personengesellschaften und Gemeinschaften<\/p>\n<p><b>4<\/b>\u00a0Auch Personengesellschaften und Gemeinschaften k\u00f6nnen unter entsprechender Anwendung der Regelungen dieses Schreibens \u00a7 7g EStG in Anspruch nehmen (\u00a7 7g Absatz 7 EStG), wenn es sich um eine Mitunternehmerschaft (\u00a7 13 Absatz 7, \u00a7 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, \u00a7 18 Absatz 4 Satz 2 EStG) handelt. Investitionsabzugsbetr\u00e4ge k\u00f6nnen sowohl vom gemeinschaftlichen Gewinn als auch vom Sonderbetriebsgewinn eines Mitunternehmers abgezogen werden. Bei der Pr\u00fcfung des Gr\u00f6\u00dfenmerkmals im Sinne von \u00a7 7g Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 Buchstabe a EStG (Randnummern 11 bis 13) sind das Gesamthandsverm\u00f6gen und die Sonderbetriebsverm\u00f6gen unter Ber\u00fccksichtigung der Korrekturposten in den Erg\u00e4nzungsbilanzen zusammenzurechnen. Bei der Ermittlung des H\u00f6chstbetrages von 200.000 \u20ac (\u00a7 7g Absatz 1 Satz 4 EStG, vgl. Randnummer 10) sind die im Bereich des gemeinschaftlichen Gewinns und die im Bereich der Sonderbetriebsgewinne in Anspruch genommenen und nicht wieder hinzugerechneten oder r\u00fcckg\u00e4ngig gemachten Investitionsabzugsbetr\u00e4ge zusammenzufassen.<\/p>\n<p><b>5<\/b>\u00a0Im Bereich des gemeinschaftlichen Gewinns einer Personengesellschaft oder Gemeinschaft in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetr\u00e4ge k\u00f6nnen auch f\u00fcr beg\u00fcnstigte Investitionen (Randnummern 6 bis 8) eines ihrer Gesellschafter oder Gemeinschafter im Sonderbetriebsverm\u00f6gen verwendet und dem entsprechenden Sonderbetriebsgewinn au\u00dferbilanziell hinzugerechnet werden (BFH-Beschluss vom 15. November 2017, BStBl 2019 II S. xxx). Entsprechendes gilt f\u00fcr im Bereich des Sonderbetriebsgewinns eines Gesellschafters oder Gemeinschafters beanspruchte Investitionsabzugsbetr\u00e4ge bei beg\u00fcnstigten Investitionen im Gesamthandsverm\u00f6gen der Personengesellschaft oder Gemeinschaft sowie f\u00fcr im Bereich des Sonderbetriebsgewinns eines Gesellschafters oder Gemeinschafters beanspruchte Investitionsabzugsbetr\u00e4ge bei beg\u00fcnstigten Investitionen eines anderen Gesellschafters oder Gemeinschafters im Sonderbetriebsverm\u00f6gen der Personengesellschaft oder Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Die Anschaffung eines beg\u00fcnstigten Wirtschaftsgutes liegt nicht vor, wenn ein Gesellschafter oder Gemeinschafter ein Wirtschaftsgut von der Personengesellschaft oder Gemeinschaft erwirbt oder die Personengesellschaft oder Gemeinschaft oder ein anderer Gesellschafter oder Gemeinschafter ein Wirtschaftsgut erwirbt, das zuvor zum Sonderbetriebsverm\u00f6gen eines Gesellschafters oder Gemeinschafters geh\u00f6rte, da in diesen F\u00e4llen das Wirtschaftsgut bereits vor der Anschaffung dem Betriebsverm\u00f6gen der Mitunternehmerschaft zuzurechnen war.\u201c<\/p>\n<p>Die Neufassung der Randnummern 4 und 5 gilt in allen noch offenen F\u00e4llen und auch f\u00fcr in vor dem 1. Januar 2016 endenden Wirtschaftsjahren in Anspruch genommene Investitionsabzugsbetr\u00e4ge (vgl. Randnummer 60 des BMF-Schreibens vom 20. M\u00e4rz 2017, a. a. O.).<\/p>\n<p>Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV C 6 &#8211; S-2139-b \/ 07 \/ 10002-02 vom 26.08.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschluss des Bundesfinanzhofes vom 15. November 2017 (BStBl 2019 II S. xxx) zur Verwendung von Investitionsabzugsbetr\u00e4gen nach \u00a7 7g Einkommensteuergesetz (EStG) im Gesamthandsverm\u00f6gen einer Mitunternehmerschaft f\u00fcr Investitionen im Sonderbetriebsverm\u00f6gen eines Mitunternehmers &nbsp; Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Beschluss vom 15. 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