{"id":54106,"date":"2019-09-16T18:40:30","date_gmt":"2019-09-16T16:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=54106"},"modified":"2019-09-16T18:40:30","modified_gmt":"2019-09-16T16:40:30","slug":"prozesskosten-fuer-eine-studienplatzklage-fuehren-nicht-zu-aussergewoehnlichen-belastungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/prozesskosten-fuer-eine-studienplatzklage-fuehren-nicht-zu-aussergewoehnlichen-belastungen\/","title":{"rendered":"Prozesskosten f\u00fcr eine Studienplatzklage f\u00fchren nicht zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen"},"content":{"rendered":"<section id=\"content\"><\/section>\n<section id=\"main-content\">\n<article>\n<h1><\/h1>\n<div id=\"vorspann\">\n<p>Tragen Eltern Gerichts- und Rechtsanwaltskosten f\u00fcr eine sog. Kapazit\u00e4tsklage mit dem Ziel, ihrem Kind einen Studienplatz zu verschaffen, f\u00fchrt dies nicht zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen. Dies hat der 2. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster mit Urteil vom 13. August 2019 (Az. 2 K 3783\/18 E) entschieden.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<article>Die ZVS lie\u00df den Sohn der Kl\u00e4gerin nicht zum Medizinstudium zu. Daraufhin erhob er eine Kapazit\u00e4tsklage, weil einige Universit\u00e4ten ihre Ausbildungskapazit\u00e4ten nicht vollst\u00e4ndig ausgesch\u00f6pft h\u00e4tten. Die Gerichts- und Rechtsanwaltskosten von mehr als 13.000 Euro trug die Kl\u00e4gerin und machte sie als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen im Rahmen ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung f\u00fcr 2009 geltend.<\/p>\n<p>Dies lehnte das Finanzamt ab, weil es sich um Berufsausbildungskosten handele, die durch den Kinderfreibetrag bzw. das Kindergeld sowie den Sonderbedarfsfreibetrag abgegolten seien. Demgegen\u00fcber war die Kl\u00e4gerin der Auffassung, dass es sich nicht um typischen Ausbildungsunterhalt handele. Vielmehr sei es ihr darum gegangen, ihrem Sohn eine Existenzgrundlage durch das Medizinstudium zu verschaffen.<\/p>\n<p>Die Klage hatte keinen Erfolg. Der 2. Senat des Finanzgerichts M\u00fcnster hat ausgef\u00fchrt, dass es sich bei den geltend gemachten Prozesskosten um typische Aufwendungen f\u00fcr eine Berufsausbildung handele. Hierunter fielen nach der BFH-Rechtsprechung (Urteil vom 9. November 1984, Az. VI R 40\/83) auch erh\u00f6hte Kosten, die durch das Bewerbung- oder Auswahlverfahren entstehen. Diese Rechtsprechung sei auch nach Wegfall des allgemeinen Ausbildungsfreibetrags anwendbar, da nunmehr die Freibetr\u00e4ge des \u00a7 32 Abs. 6 EStG den Ausbildungsbedarf eines Kindes umfassten.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle: FG M\u00fcnster, Mitteilung vom 16.09.2019 zum Urteil 2 K 3783\/18 vom 13.08.2019<\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tragen Eltern Gerichts- und Rechtsanwaltskosten f\u00fcr eine sog. 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