{"id":54395,"date":"2019-09-28T17:14:17","date_gmt":"2019-09-28T15:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=54395"},"modified":"2019-09-28T17:14:44","modified_gmt":"2019-09-28T15:14:44","slug":"54395-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/54395-2\/","title":{"rendered":"Aufstiegs-BAf\u00f6G: Mehr Geld f\u00fcr berufliche Fortbildungen"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Betriebswirt oder staatlich gepr\u00fcften Erzieher fortbilden will, wird ab August 2020 noch besser unterst\u00fctzt. Das sieht der Gesetzentwurf zur Reform des Aufstiegs-BAf\u00f6G vor, den das Kabinett am 25.09.2019 verabschiedet hat.<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>Lehrg\u00e4nge, Pr\u00fcfungen, Materialien, Lebensunterhalt &#8211; der Kostenaufwand von beruflichen Fort- und Weiterbildungen ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Finanzielle Unterst\u00fctzung bieten Bund und L\u00e4nder: Seit 1996 gibt es das sog. Aufstiegs-BAf\u00f6G f\u00fcr den Aufstieg im dualen System der beruflichen Bildung. Anspruchsberechtigt sind alle, die sich mit einem Lehrgang oder an einer Fachschule auf eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungspr\u00fcfung in Voll- oder Teilzeit vorbereiten &#8211; unabh\u00e4ngig vom Alter.<\/p>\n<h3>Gut 650 Millionen Euro von Bund und L\u00e4ndern<\/h3>\n<p>Das Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetz (AFBG, auch &#8222;Aufstiegs-BAf\u00f6G&#8220;, fr\u00fcher &#8222;Meister-BAf\u00f6G&#8220; genannt) unterst\u00fctzt die Vorbereitung auf inzwischen mehr als 700 Fortbildungsabschl\u00fcsse. Die F\u00f6rderung wird teilweise als Zuschuss, der nicht zur\u00fcckgezahlt werden muss, teilweise als zinsg\u00fcnstiges Darlehen gew\u00e4hrt. Die Kosten des Aufstiegs-BAf\u00f6G tragen zu 78 Prozent der Bund und zu 22 Prozent die L\u00e4nder. 2018 wurden im Rahmen des Aufstiegs-BAf\u00f6G 666 Millionen Euro bewilligt.<\/p>\n<h3 style=\"line-height: 1.09091;\"><img class=\"bpa-img bpa-img-regular\" style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\" src=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/image\/1674942\/16x9\/1023\/575\/34978b178b56e7676659078119efba9e\/gW\/2019-09-25-grafik-aufstiegsbafoeg.png\" alt=\"Aufstiegs-BAf\u00f6G in Zahlen: Entwicklung 2013 bis 2018 der Gef\u00f6rderten sowie der F\u00f6rdersumme von Bund und L\u00e4ndern\" \/><\/h3>\n<h3>Die wichtigsten\u00a0geplanten Neuerungen<\/h3>\n<p>Nun will die Bundesregierung das Aufstiegs-BAf\u00f6G noch attraktiver machen und baut die F\u00f6rderleistungen aus. Demnach bekommt &#8211; wer sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung weiterbildet &#8211; k\u00fcnftig nicht nur mehr Geld. Der Einzelne kann auch mehrfach vom Aufstiegs-BAf\u00f6G profitieren.<\/p>\n<h3>Die wichtigsten geplanten Verbesserungen:<\/h3>\n<ul class=\"square\">\n<li>Der einkommensabh\u00e4ngige\u00a0<b>Zuschuss zum Unterhalt<\/b>\u00a0wird zu einem Vollzuschuss ausgebaut (bisher 50 Prozent).<\/li>\n<li>Der\u00a0<b>Unterhaltsbeitrag pro Kind und Ehepartner<\/b>\u00a0(je 235 Euro) wird zu 100 Prozent als Zuschuss gew\u00e4hrt (bisher zu 45 beziehungsweise 50 Prozent als Darlehen).<\/li>\n<li>Der\u00a0<b>Kinderbetreuungszuschlag f\u00fcr Alleinerziehende<\/b>\u00a0wird von 130 auf 150 Euro pro Monat erh\u00f6ht. Zudem steigt das\u00a0<b>H\u00f6chstalter f\u00fcr die Ber\u00fccksichtigung von betreuungsbed\u00fcrftigen Kindern<\/b>\u00a0von zehn auf 14 Jahre.<\/li>\n<li><b>Lehrgangs- und Pr\u00fcfungskosten<\/b>\u00a0werden k\u00fcnftig zu 50 Prozent vom Staat bezuschusst (bisher 40 Prozent), der Rest als Darlehen gew\u00e4hrt.<\/li>\n<li>Die Stundungs- und Erlassm\u00f6glichkeiten zur\u00a0<b>R\u00fcckzahlung\u00a0<\/b>werden ausgeweitet.<\/li>\n<li>Aufstieg Schritt f\u00fcr Schritt: Einzelne k\u00f6nnen k\u00fcnftig auch\u00a0<b>mehrfach von der F\u00f6rderung profitieren<\/b>, n\u00e4mlich auf allen drei Fortbildungsstufen (zum Beispiel vom Gesellen zum Techniker, vom Techniker zum Meister, vom Meister zum Betriebswirt).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Karliczek:\u00a0Weiterbildung im Fokus<\/h3>\n<p>Bundesbildungsministerin AnjaKarliczek betonte, man habe damit ein Paket geschn\u00fcrt, mit dem die Bedingungen des beruflichen Aufstiegs deutlich verbessert w\u00fcrden. &#8222;Es ist das Signal, dass man sich selbst\u00e4ndig machen kann. Wir wollen einen schuldenfreien Start in die Selbst\u00e4ndigkeit m\u00f6glich machen. Durch die Ma\u00dfnahmen wird die Weiterbildung familienfreundlicher.&#8220;<\/p>\n<p>Es sei auch das &#8222;klare Signal, die Weiterbildung im Fokus zu haben&#8220;, so die Ministerin. Insgesamt nehme die Bundesregierung daf\u00fcr in dieser Legislaturperiode 350 Millionen Euro in die Hand<\/p>\n<p>Mit der Reform setzt die Bundesregierung ein wichtiges Zeichen zur St\u00e4rkung der beruflichen Bildung. Gleichzeitig unterstreicht sie die Gleichwertigkeit der Bildungswege von beruflicher und akademischer Bildung.<\/p>\n<p>Das Gesetz soll im August 2020 in Kraft treten.<\/p>\n<p><i>2018 wurden rund 167.000 Menschen mit insgesamt 641 Millionen Euro gef\u00f6rdert. Dabei variiert die H\u00f6he der F\u00f6rderung und ist abh\u00e4ngig von der jeweiligen Lebenssituation (Familienstand, Kinderzahl, eigenes Einkommen und Einkommen des Ehegatten). Seit Bestehen des Aufstiegs-BAf\u00f6G konnten bis heute durch das AFBG mehr als\u00a0<b>2,8 Millionen berufliche Aufstiege<\/b>\u00a0erm\u00f6glicht werden. Sie wurden mit insgesamt\u00a0<b>9,2 Milliarden Euro<\/b>\u00a0gef\u00f6rdert.<\/i><\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: Bundesregierung, Pressemitteilung vom 25.09.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Betriebswirt oder staatlich gepr\u00fcften Erzieher fortbilden will, wird ab August 2020 noch besser unterst\u00fctzt. Das sieht der Gesetzentwurf zur Reform des Aufstiegs-BAf\u00f6G vor, den das Kabinett am 25.09.2019 verabschiedet hat. Lehrg\u00e4nge, Pr\u00fcfungen, Materialien, Lebensunterhalt &#8211; der Kostenaufwand von beruflichen Fort- und Weiterbildungen ist nicht zu untersch\u00e4tzen. 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