{"id":55233,"date":"2019-10-31T18:54:28","date_gmt":"2019-10-31T16:54:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=55233"},"modified":"2019-10-31T18:54:28","modified_gmt":"2019-10-31T16:54:28","slug":"sepa-ueberweisungen-muessen-kostenfrei-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/sepa-ueberweisungen-muessen-kostenfrei-sein\/","title":{"rendered":"SEPA-\u00dcberweisungen m\u00fcssen kostenfrei sein"},"content":{"rendered":"<article>\n<h1><\/h1>\n<div id=\"vorspann\">\n<p>vzbv gewinnt Klage gegen Vodafone beim Landgericht M\u00fcnchen I<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<article>\n<ul class=\"square\">\n<li>Vodafone verlangte von Kunden 2,50 Euro pro \u00dcberweisung<\/li>\n<li>Allerdings verbietet ein Gesetz seit Anfang 2018 Geb\u00fchren f\u00fcr SEPA-\u00dcberweisungen<\/li>\n<li>LG M\u00fcnchen I: Geb\u00fchrenverbot gilt auch f\u00fcr Altvertr\u00e4ge<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Zahlung per SEPA-\u00dcberweisung d\u00fcrfen Unternehmen kein Zusatzentgelt von ihren Kunden verlangen. Das gilt auch f\u00fcr Vertr\u00e4ge, die noch vor Inkrafttreten eines neuen Gesetzes im Januar 2018 abgeschlossen wurden. Das entschied das Landgericht M\u00fcnchen I nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Vodafone Kabel Deutschland GmbH.<\/p>\n<p>\u201eDas Gericht hat klargestellt, dass Kundinnen und Kunden ihre Rechnungen ohne Zusatzkosten per \u00dcberweisung bezahlen k\u00f6nnen &#8211; egal, wann sie ihren Vertrag abgeschlossen haben\u201d, sagt Jana Brockfeld, Rechtsreferentin beim vzbv. \u201eEine andere Regelung im Kleingedruckten ist unzul\u00e4ssig.\u201c<\/p>\n<h3>Zusatzentgelt von 2,50 Euro pro \u00dcberweisung<\/h3>\n<p>Vodafone hatte von Kunden mit \u00e4lteren Vertr\u00e4gen, die nicht per Lastschrift zahlten, eine \u201eSelbstzahlerpauschale\u201c von 2,50 Euro verlangt. Dies steht im Widerspruch zu einer Neuregelung im BGB, wonach Unternehmen f\u00fcr die Bezahlung mit SEPA-\u00dcberweisungen, SEPA-Lastschriften oder Kredit- und Girokarten kein Entgelt verlangen d\u00fcrfen. Das neue Gesetz geht auf die zweite europ\u00e4ische Zahlungsdiensterichtlinie zur\u00fcck und trat am 13.01.2018 in Kraft.<\/p>\n<p>Bei Vodafone profitierten davon allerdings nur Neukunden. Kunden, die ihren Vertrag vor dem 13.01.2018 abgeschlossen hatten, sollten die Pauschale von 2,50 Euro f\u00fcr jede \u00dcberweisung weiterzahlen. Dagegen hatte der vzbv geklagt &#8211; und nun vom Landgericht M\u00fcnchen I Recht bekommen.<\/p>\n<h3>Verbot gilt auch f\u00fcr Altvertr\u00e4ge<\/h3>\n<p>Das Gericht schloss sich der Auffassung des vzbv an, dass das Geb\u00fchrenverbot f\u00fcr SEPA-\u00dcberweisungen f\u00fcr alle Zahlungsvorg\u00e4nge ab dem 13.01.2018 gilt, auch wenn der Vertrag selbst noch vor dem Stichtag abgeschlossen wurde. Dies sei schlie\u00dflich Zweck der EU-Richtlinie und erkl\u00e4rter Wille des deutschen Gesetzgebers. Ein effektiver Verbraucherschutz lasse sich nur sicherstellen, wenn das Geb\u00fchrenverbot unterschiedslos f\u00fcr Alt- und Neuvertr\u00e4ge angewendet werde, so das Gericht.<\/p>\n<p>Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: vzbv, Pressemitteilung vom 24.10.2019 zum Urteil 33 O 6578\/18 des LG M\u00fcnchen I vom 24.09.2019 (nrkr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vzbv gewinnt Klage gegen Vodafone beim Landgericht M\u00fcnchen I Vodafone verlangte von Kunden 2,50 Euro pro \u00dcberweisung Allerdings verbietet ein Gesetz seit Anfang 2018 Geb\u00fchren f\u00fcr SEPA-\u00dcberweisungen LG M\u00fcnchen I: Geb\u00fchrenverbot gilt auch f\u00fcr Altvertr\u00e4ge F\u00fcr die Zahlung per SEPA-\u00dcberweisung d\u00fcrfen Unternehmen kein Zusatzentgelt von ihren Kunden verlangen. 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