{"id":55444,"date":"2019-11-09T16:26:29","date_gmt":"2019-11-09T14:26:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=55444"},"modified":"2019-11-09T16:26:29","modified_gmt":"2019-11-09T14:26:29","slug":"bundesrat-beschliesst-grundsteuer-reformgesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesrat-beschliesst-grundsteuer-reformgesetz\/","title":{"rendered":"Bundesrat beschlie\u00dft \u201eGrundsteuer-Reformgesetz\u201c"},"content":{"rendered":"<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n<article>\n<h3>Grundsteuerreform ist beschlossene Sache<\/h3>\n<p>Der Bundesrat hat am 8. November 2019 einem der wichtigsten steuerpolitischen Projekte dieses Jahres zugestimmt: Der Reform der Grundsteuer. Damit kann das Gesetzespaket aus Grundgesetz\u00e4nderung (siehe TOP 2 a) sowie \u00c4nderung des Grundsteuer- und Bewertungsrechtes wie geplant in Kraft treten: Ab 2025 erheben die Bundesl\u00e4nder die Grundsteuer dann nach den neuen Regeln.<\/p>\n<h3>Die Grundz\u00fcge der Reform<\/h3>\n<p>Mit der Reform \u00e4ndert sich insbesondere die Bewertung der Grundst\u00fccke. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018. Es hatte die derzeit geltende Einheitsbewertung f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt. In Zukunft erfolgt die Bewertung grunds\u00e4tzlich nach dem wertabh\u00e4ngigen Modell: Bei einem unbebauten Grundst\u00fcck ist daf\u00fcr der Wert ma\u00dfgeblich, der durch unabh\u00e4ngige Gutachteraussch\u00fcsse ermittelt wird. Ist das Grundst\u00fcck bebaut, werden bei der Berechnung der Steuer auch Ertr\u00e4ge wie Mieten ber\u00fccksichtigt. Um das Verfahren zu vereinfachen, wird f\u00fcr Ein- und Zweifamilienh\u00e4user, Mietgrundst\u00fccke und Wohnungseigentum ein vorgegebener durchschnittlicher Sollertrag in Form einer Nettokaltmiete je Quadratmeter in Abh\u00e4ngigkeit der Lage des Grundst\u00fccks angenommen.<\/p>\n<h3>Ausnahme: Das wertabh\u00e4ngige Modell<\/h3>\n<p>Anstelle dieses wertabh\u00e4ngigen Modells k\u00f6nnen sich die Bundesl\u00e4nder auch daf\u00fcr entscheiden, die Grundsteuer nach einem wertunabh\u00e4ngigen Modell zu berechnen. Erm\u00f6glicht wird dies durch die Grundgesetz\u00e4nderung, der ein langer Streit vorangegangen war. Entstehen den L\u00e4ndern aufgrund ihrer Entscheidung Steuermindereinnahmen, d\u00fcrfen sie allerdings nicht im L\u00e4nderfinanzausgleich ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h3>Grunds\u00e4tzliche Struktur bleibt erhalten<\/h3>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche Struktur der Grundsteuer bleibt erhalten. Sie wird weiter in einem dreistufigen Verfahren berechnet: Bewertung der Grundst\u00fccke, Multiplikation der Grundst\u00fcckswerte mit einer Steuermesszahl und einem Hebesatz der Kommune.<\/p>\n<h3>\u00dcbergangsphase<\/h3>\n<p>Bis 2025 ist nun Zeit, um die notwendigen Daten zu erheben. Ebenso lange d\u00fcrfen auch die bestehenden Regelungen noch gelten.<\/p>\n<h3>Zum Schluss: Noch eine wichtige Unterschrift<\/h3>\n<p>Das Gesetz wird nun \u00fcber die Bundesregierung dem Bundespr\u00e4sidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Danach kann es im Bundesgesetzblatt verk\u00fcndet werden.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: Bundesrat, Mitteilung vom 08.11.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Grundsteuerreform ist beschlossene Sache Der Bundesrat hat am 8. November 2019 einem der wichtigsten steuerpolitischen Projekte dieses Jahres zugestimmt: Der Reform der Grundsteuer. 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