{"id":56975,"date":"2020-01-18T17:07:27","date_gmt":"2020-01-18T15:07:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=56975"},"modified":"2020-09-15T12:05:40","modified_gmt":"2020-09-15T10:05:40","slug":"negativzinsen-weiter-nicht-abzugsfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/negativzinsen-weiter-nicht-abzugsfaehig\/","title":{"rendered":"Negativzinsen weiter nicht abzugsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<article>Die FDP-Fraktion hat sich im Finanzausschuss nicht mit ihrer Forderung durchsetzen k\u00f6nnen, Negativzinsen im Steuerrecht zu ber\u00fccksichtigen. Das Gremium lehnte am 15.01.2020 einen entsprechenden Antrag der FDP-Fraktion (\u00a019\/15771\u00a0) ab. Damit sollten von den Banken erhobene negative Einlagezinsen f\u00fcr die \u00dcberlassung von Kapital f\u00fcr die belasteten Steuerpflichtigen als negative Ertr\u00e4ge angesehen und damit im Rahmen der Verlustverrechnung innerhalb der Kapitaleink\u00fcnfte verrechnet werden k\u00f6nnen. Gegen den Antrag stimmten die Koalitionsfraktionen CDU\/CSU und SPD sowie die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen. AfD- und FDP-Fraktion stimmten daf\u00fcr, die Linksfraktion enthielt sich.<\/p>\n<\/article>\n<article>\n<div class=\"clearfix\">\n<p>In der Begr\u00fcndung des Antrages hei\u00dft es, Sparer d\u00fcrften durch negative Zinsen nicht doppelt belastet werden. Das w\u00e4re jedoch die Folge, wenn sie einerseits negative Zinsen f\u00fcr Guthaben an die Bank entrichten m\u00fcssten, aber andererseits diese nicht steuerlich geltend machen k\u00f6nnten. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld zwinge immer mehr Banken, die Belastungen, die durch die negativen Einlagezinsen hervorgerufen w\u00fcrden, an die Kunden weiterzugeben. Dass die Sparer diese Negativzinsen nicht mit positiven Eink\u00fcnften bei der Steuer verrechnen k\u00f6nnten, sei unsystematisch und belaste die Sparer.<\/p>\n<p>Die CDU\/CSU-Fraktion sprach von einem komplexen Thema. So einfach, wie die FDP es sich mache, sei die Sache nicht. Die SPD-Fraktion erinnerte, dass es negative Realzinsen bereits w\u00e4hrend der Zeit mit FDP-Regierungsbeteiligung gegeben habe, ohne dass es zu einer Abzugsf\u00e4higkeit gekommen sei. Anleger h\u00e4tten au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, zu Banken zu wechseln, die keine Negativzinsen erheben w\u00fcrden. Die AfD-Fraktion nannte die Begr\u00fcndung der SPD-Fraktion Schummelei. Die Wahrheit sei, dass es erstmals negative Nominalzinsen gebe. Die Linksfraktion sagte, sie wolle auch nicht, dass Kleinsparer betroffen seien. Aber wenn die Banken Negativzinsen als Geb\u00fchren ausgestalten w\u00fcrden, greife der Antrag der FDP-Fraktion nicht. Die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen wies darauf hin, dass Kleinsparer von einer Abzugsf\u00e4higkeit der N<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: Deutscher Bundestag, hib-Nr. 70\/2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die FDP-Fraktion hat sich im Finanzausschuss nicht mit ihrer Forderung durchsetzen k\u00f6nnen, Negativzinsen im Steuerrecht zu ber\u00fccksichtigen. Das Gremium lehnte am 15.01.2020 einen entsprechenden Antrag der FDP-Fraktion (\u00a019\/15771\u00a0) ab. 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