{"id":57564,"date":"2020-02-15T17:44:10","date_gmt":"2020-02-15T15:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57564"},"modified":"2020-02-15T17:44:10","modified_gmt":"2020-02-15T15:44:10","slug":"schwarzgeldabrede-im-whatsapp-chat-kein-werklohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/schwarzgeldabrede-im-whatsapp-chat-kein-werklohn\/","title":{"rendered":"Schwarzgeldabrede im WhatsApp-Chat: Kein Werklohn"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Ein Bauunternehmer aus Bochum bekommt f\u00fcr Sanierungsarbeiten in D\u00fcsseldorf keinen Werklohn. Obschon er und auch der Auftraggeber dies leugneten, war das Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf u. a. aufgrund einer WhatsApp-Nachricht davon \u00fcberzeugt, dass die Parteien eine sog. Schwarzgeldabrede getroffen hatten.<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>Deshalb hat der 21. Zivilsenat des Oberlandesgerichts D\u00fcsseldorf unter dem Vorsitz von Gabriele Schaefer-Lang am 21.01.2020 entschieden, dass dem Bauunternehmer kein Werklohn zusteht. Der zugrundeliegende Vertrag verstie\u00dfe vielmehr gegen \u00a7 1 SchwarzArbG, weil sich die Parteien einig gewesen waren, dass die Arbeiten ohne Erteilung einer Rechnung und unter Verk\u00fcrzung des Werklohns um die Mehrwertsteuer erbracht werden sollten.<\/p>\n<p>In den Jahren 2016 und 2017 hatte der Bauunternehmer umfangreiche Sanierungsarbeiten f\u00fcr den Auftraggeber in D\u00fcsseldorf erbracht. W\u00e4hrend der Bauarbeiten zahlte der an den Bauunternehmer ohne Rechnung mehrere hunderttausend Euro als Abschl\u00e4ge. Bez\u00fcglich einer weiteren Abschlagszahlung bat der Bauunternehmer per WhatsApp, die Zahlung per \u00dcberweisung auf zwei verschieden Konten aufzuteilen, \u201edamit nicht so viel an die Augen von F\u2026. kommt&#8220;.<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Arbeiten meinte der Bauunternehmer, ihm st\u00fcnden noch rund 275.000 Euro zu, die er einklagte. Die Klage scheiterte an der Schwarzgeldabrede: Der Senat war davon \u00fcberzeugt, dass mit \u201eF\u2026.&#8220; in der WhatsApp-Nachricht das Finanzamt gemeint gewesen war. Hierf\u00fcr sprachen nicht nur die weiteren Umst\u00e4nde, sondern auch, dass der Bauunternehmer sich in Widerspr\u00fcche verstrickte, als er zu erkl\u00e4ren versuchte, wer stattdessen damit gemeint gewesen sei sollte.<\/p>\n<p>Wegen der Einzelheiten wird auf das\u00a0<a class=\"extern \" title=\"verlinkte Urteil\" href=\"https:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/olgs\/duesseldorf\/j2020\/I_21_U_34_19_Urteil_20200121.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">verlinkte Urteil<\/a>\u00a0Bezug genommen (Az. I-21 U 34\/19), mit welchem der Senat die Berufung gegen das klageabweisende Urteil des Landgerichts Wuppertal zur\u00fcckgewiesen hat. Die Revision zum Bundesgerichtshof hat der Senat nicht zugelassen.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: OLG D\u00fcsseldorf, Pressemitteilung vom 13.02.2020 zum Urteil I-21 U 34\/19 vom 21.01.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bauunternehmer aus Bochum bekommt f\u00fcr Sanierungsarbeiten in D\u00fcsseldorf keinen Werklohn. Obschon er und auch der Auftraggeber dies leugneten, war das Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf u. a. aufgrund einer WhatsApp-Nachricht davon \u00fcberzeugt, dass die Parteien eine sog. Schwarzgeldabrede getroffen hatten. Deshalb hat der 21. 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