{"id":57665,"date":"2020-03-01T17:07:32","date_gmt":"2020-03-01T15:07:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57665"},"modified":"2020-03-01T17:07:32","modified_gmt":"2020-03-01T15:07:32","slug":"finanzierung-der-leistungen-nach-dem-unterhaltsvorschussgesetz-des-bundes-verfassungsgemaess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/finanzierung-der-leistungen-nach-dem-unterhaltsvorschussgesetz-des-bundes-verfassungsgemaess\/","title":{"rendered":"Finanzierung der Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz des Bundes verfassungsgem\u00e4\u00df"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Urteil im Verfahren \u00fcber kommunale Verfassungsbeschwerden von neun Landkreisen gegen \u00a7 23 Abs. 2, \u00a7 24 FamBeF\u00f6G LSA<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>Das Landesverfassungsgericht hat mit am 25. Februar 2020 verk\u00fcndetem Urteil in einem Verfahren \u00fcber kommunale Verfassungsbeschwerden von neun Landkreisen die Regelungen des Familien- und Beratungsstellenf\u00f6rdergesetzes Sachsen-Anhalt &#8211; FamBeF\u00f6G LSA \u00fcber die Finanzierung der Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz &#8211; UVG &#8211; des Bundes als verfassungsgem\u00e4\u00df best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Das Landesverfassungsgericht hat mit am 25. Februar 2020 verk\u00fcndetem Urteil in einem Verfahren \u00fcber kommunale Verfassungsbeschwerden von neun Landkreisen die Regelungen des Familien- und Beratungsstellenf\u00f6rdergesetzes Sachsen-Anhalt &#8211; FamBeF\u00f6G LSA \u00fcber die Finanzierung der Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz &#8211; UVG &#8211; des Bundes als verfassungsgem\u00e4\u00df best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Nach dem UVG zahlen die Kommunen einen Unterhaltsvorschuss an Kinder, deren unterhaltspflichtiger Elternteil seiner Pflicht nicht nachkommt. Die nicht durch R\u00fcckgriff ausgeglichenen Kosten werden zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen aufgeteilt. In der UVG-Reform von 2017 hatte der Bund die Anspr\u00fcche auf Unterhaltsvorschuss ausgeweitet, um insbesondere die Abh\u00e4ngigkeit von Sozialhilfe nach dem SGB II zu mindern.<\/p>\n<p>Die Beschwerdef\u00fchrer haben geltend gemacht, dass der Landesgesetzgeber seine Pflicht aus der Landesverfassung verletzt habe, f\u00fcr einen Mehrbelastungsausgleich zu sorgen.<\/p>\n<p>Das Landesverfassungsgericht hat entschieden, dass weder die bundesrechtliche \u00c4nderung des UVG noch die landesrechtliche Neufassung des FamBeF\u00f6G LSA dazu f\u00fchrt, dass das Land die Finanzierungsregeln anpassen muss. Die angegriffene Regelung gen\u00fcge den verfassungsrechtlichen Anforderungen. Unter Ber\u00fccksichtigung der Senkung des kommunalen Anteils an den Gesamtkosten von 33,33% auf 30% habe das Land hinreichend begr\u00fcndet, dass die prognostizierten Entlastungen bei den Kosten f\u00fcr Sozialhilfe sowie die erzielbaren Einnahmen aus dem R\u00fcckgriff bei den Unterhaltspflichtigen den Mehraufwand langfristig decken.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: VerfG Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 25.02.2020 zum Urteil LVG 5\/18 vom 25.02.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urteil im Verfahren \u00fcber kommunale Verfassungsbeschwerden von neun Landkreisen gegen \u00a7 23 Abs. 2, \u00a7 24 FamBeF\u00f6G LSA Das Landesverfassungsgericht hat mit am 25. 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