{"id":57670,"date":"2020-03-01T17:10:19","date_gmt":"2020-03-01T15:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57670"},"modified":"2020-03-01T17:10:19","modified_gmt":"2020-03-01T15:10:19","slug":"regulaere-anpassung-der-renten-im-beitrittsgebiet-an-das-westniveau-keine-neuberechnung-des-rentenfreibetrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/regulaere-anpassung-der-renten-im-beitrittsgebiet-an-das-westniveau-keine-neuberechnung-des-rentenfreibetrags\/","title":{"rendered":"Regul\u00e4re Anpassung der Renten im Beitrittsgebiet an das Westniveau &#8211; Keine Neuberechnung des Rentenfreibetrags"},"content":{"rendered":"<article>Die zusammen mit der \u201enormalen&#8220; Erh\u00f6hung der Renten erfolgende Angleichung der Renten im Beitrittsgebiet an das Westniveau stellt eine regelm\u00e4\u00dfige Rentenanpassung im Sinne des \u00a7 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 7 EStG dar. Sie kann daher nicht zu einer Neuberechnung des steuerfreien Teils der Altersrente (sog. Rentenfreibetrag) f\u00fchren. Darin liegt keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung zwischen den in den neuen Bundesl\u00e4ndern gezahlten Altersrenten und den Altersrenten aus dem \u00fcbrigen Bundesgebiet. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 03.12.2019 &#8211; X R 12\/18 entschieden.<\/p>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall bezogen der Kl\u00e4ger und seine verstorbene Ehefrau Altersrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, berechnet nach dem aktuellen Rentenwert (Ost). Der Kl\u00e4ger war der Ansicht, dass die Anpassung des allgemeinen Rentenwertes (Ost) an das Westniveau zu einer Erh\u00f6hung des Rentenfreibetrages f\u00fchren m\u00fcsse, da er ansonsten zu niedrig sei. Sowohl das Finanzamt als Finanzgericht lehnten dies ab.<\/p>\n<p>Der BFH sah das ebenso. Er wies darauf hin, dass regul\u00e4re Rentenerh\u00f6hungen nach dem ausdr\u00fccklichen Willen des Gesetzgebers nicht zu einer Erh\u00f6hung des Rentenfreibetrags f\u00fchren. Dies gelte nicht nur f\u00fcr die \u201enormalen&#8220; j\u00e4hrlichen Rentenerh\u00f6hungen, sondern auch f\u00fcr die Anpassung der in den neuen Bundesl\u00e4ndern gezahlten Renten an das Westniveau. In beiden F\u00e4llen komme den regul\u00e4ren Rentenerh\u00f6hungen die soziale Funktion zu, die Stellung des Rentners im jeweiligen Lohngef\u00fcge zu erhalten und fortzuschreiben. Sie dynamisierten \u00e4hnlich einer Wertsicherungsklausel lediglich die Werthaltigkeit dieser Renten, im Fall der Anpassung des aktuellen Rentenwertes (Ost) bezogen auf das Lohngef\u00fcge des Beitrittsgebietes.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 10\/20 vom 27.02.2020 zum Urteil X R 12\/18 vom 03.12.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zusammen mit der \u201enormalen&#8220; Erh\u00f6hung der Renten erfolgende Angleichung der Renten im Beitrittsgebiet an das Westniveau stellt eine regelm\u00e4\u00dfige Rentenanpassung im Sinne des \u00a7 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 7 EStG dar. Sie kann daher nicht zu einer Neuberechnung des steuerfreien Teils der Altersrente (sog. Rentenfreibetrag) f\u00fchren. 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