{"id":57679,"date":"2020-03-07T16:58:39","date_gmt":"2020-03-07T14:58:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57679"},"modified":"2021-04-26T16:19:33","modified_gmt":"2021-04-26T14:19:33","slug":"kommission-startet-kampagne-zur-bekaempfung-von-schwarzarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kommission-startet-kampagne-zur-bekaempfung-von-schwarzarbeit\/","title":{"rendered":"Kommission startet Kampagne zur Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Die EU-Kommission will Arbeitnehmer, Unternehmen und politische Entscheidungstr\u00e4ger daf\u00fcr sensibilisieren, dass sich Schwarzarbeit nicht lohnt. Dazu hat sie am 02.03.2020 die erste europ\u00e4ische Kampagne f\u00fcr angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit gestartet. \u201eJede geleistete Arbeit ist wichtig, und alle Arbeitnehmer haben Anspruch auf ihre sozialen Rechte. Mit dem heutigen Start dieser Kampagne wollen wir, dass Arbeitnehmer, Unternehmen und Regierungen zusammenkommen, um die Vorteile angemeldeter Arbeit anzuerkennen&#8220;, so Nicolas Schmit, EU-Kommissar f\u00fcr Besch\u00e4ftigung und soziale Rechte.<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>\u201eDie EU verst\u00e4rkt ihre Anstrengungen zur Bek\u00e4mpfung nicht angemeldeter Erwerbst\u00e4tigkeit, zur F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in diesem Bereich und zur europaweiten Sensibilisierung f\u00fcr die Thematik. Gemeinsam k\u00f6nnen wir daf\u00fcr sorgen, dass nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit schon bald der Vergangenheit angeh\u00f6rt&#8220;, so Schmit weiter.<\/p>\n<p>Eine neue Eurobarometer-Umfrage veranschaulicht das Ausma\u00df des Problems: Jeder zehnte Europ\u00e4er gibt an, im vergangenen Jahr Waren oder Dienstleistungen erworben zu haben, die m\u00f6glicherweise auf nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit zur\u00fcckgehen. Ein Drittel der Europ\u00e4er kennt jemanden, der eine nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Die Kampagne zur \u00dcberf\u00fchrung nicht angemeldeter in angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit startet in den sozialen Medien (#EU4FairWork). Am 16. M\u00e4rz 2020 beginnt in den EU-Mitgliedstaaten eine Aktionswoche f\u00fcr angemeldete Arbeit mit einer Reihe von Aktivit\u00e4ten, z. B. Inspektionen in Risikosektoren, Informationsveranstaltungen und Besuche in weiterf\u00fchrenden Schulen. Die Kommission wird ferner einen Bericht \u00fcber die T\u00e4tigkeiten der Europ\u00e4ischen Plattform zur Bek\u00e4mpfung nicht angemeldeter Erwerbst\u00e4tigkeit annehmen, die sich aus den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden aller Mitgliedstaaten und Vertretern branchen\u00fcbergreifender Sozialpartner auf EU-Ebene zusammensetzt. Das Netz soll die EU-L\u00e4nder dabei unterst\u00fctzen, voneinander zu lernen und die grenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren. Die 2016 ins Leben gerufene Plattform soll nun ein Teil der Europ\u00e4ischen Arbeitsbeh\u00f6rde (ELA) werden, damit in Zukunft noch mehr getan werden kann.<\/p>\n<h3>Zu welchem Ergebnis kommt die Eurobarometer-Umfrage?<\/h3>\n<ul class=\"square\">\n<li>Die Eurobarometer-Umfrage veranschaulicht, dass nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit in der EU nach wie vor eine Herausforderung f\u00fcr Arbeitnehmer, Unternehmen und Regierungen darstellt.<\/li>\n<li>Jeder zehnte Europ\u00e4er gibt an, im vergangenen Jahr Waren oder Dienstleistungen erworben zu haben, die unter Umst\u00e4nden auf nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit zur\u00fcckgingen.<\/li>\n<li>Die am h\u00e4ufigsten in Anspruch genommenen nicht angemeldeten Waren oder Dienstleistungen sind Reparatur- oder Renovierungsarbeiten zu Hause (30 Prozent), Friseurdienstleistungen und Sch\u00f6nheitspflege (27 Prozent) sowie Reparaturdienstleistungen (19 Prozent).<\/li>\n<li>Ein Drittel der Europ\u00e4er kennt jemanden, der eine nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit aus\u00fcbt.<\/li>\n<li>Die Umfrage verdeutlicht auch, dass Selbstst\u00e4ndige und mobile Arbeitnehmer besonders gef\u00e4hrdet sind, und zeigt neue Herausforderungen im Zusammenhang mit der kollaborativen Wirtschaft auf.<\/li>\n<li>Die H\u00e4lfte der Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er h\u00e4lt das Risiko, dass nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit aufgedeckt wird, f\u00fcr gering. Der Anteil der Befragten, die ein hohes Risiko wahrnehmen, ist jedoch gegen\u00fcber fr\u00fcheren Umfragen gestiegen.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"clearfix\">\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Auf EU-Ebene ist nicht angemeldete Erwerbst\u00e4tigkeit definiert als \u201ejedwede Art von bezahlten T\u00e4tigkeiten, die von ihrem Wesen her keinen Gesetzesversto\u00df darstellen, den staatlichen Beh\u00f6rden aber nicht gemeldet werden, wobei in den einzelnen Mitgliedstaaten jedoch unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen gegeben sind\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bek\u00e4mpfung nicht angemeldeter Erwerbst\u00e4tigkeit sind in erster Linie die nationalen Beh\u00f6rden zust\u00e4ndig. Gleichzeitig ist die Bek\u00e4mpfung nicht angemeldeter Erwerbst\u00e4tigkeit auch ein wichtiges politisches Ziel der\u00a0<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?catId=101&amp;langId=de\">Europ\u00e4ischen Besch\u00e4ftigungsstrategie\u00a0<\/a>und sie tr\u00e4gt zu einem gerechteren europ\u00e4ischen Arbeitsmarkt und zur Umsetzung der\u00a0<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/social\/main.jsp?catId=1226&amp;langId=de\">europ\u00e4ischen S\u00e4ule sozialer Rechte\u00a0<\/a>bei. In naher Zukunft wird die\u00a0Europ\u00e4ische Arbeitsbeh\u00f6rde\u00a0mit der Koordinierung der Kooperation auf EU-Ebene beginnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle:\u00a0<span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">EU-Kommission, Pressemitteilung vom 02.03.2020<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission will Arbeitnehmer, Unternehmen und politische Entscheidungstr\u00e4ger daf\u00fcr sensibilisieren, dass sich Schwarzarbeit nicht lohnt. 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