{"id":57727,"date":"2020-03-15T16:23:31","date_gmt":"2020-03-15T14:23:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57727"},"modified":"2020-03-15T16:23:31","modified_gmt":"2020-03-15T14:23:31","slug":"immobilienmarkt-geplante-reform-verschaerft-die-lage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/immobilienmarkt-geplante-reform-verschaerft-die-lage\/","title":{"rendered":"Immobilienmarkt: Geplante Reform versch\u00e4rft die Lage"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">M\u00f6chten Hausbesitzer ihre Mehrfamilienh\u00e4user umwandeln und die Wohnungen einzeln verkaufen, brauchen sie daf\u00fcr k\u00fcnftig eine Genehmigung &#8211; so zumindest will es das Bundesjustizministerium. Entlastet wird der Wohnungsmarkt dadurch aber nicht, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>In deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten bleibt die Lage am Wohnungsmarkt angespannt. Die Politik versucht, mit der Mietpreisbremse gegen stark steigende Mieten vorzugehen. Jetzt will das Bundesjustizministerium mit einem weiteren Gesetz den Markt entlasten: Hausbesitzer sollen k\u00fcnftig eine Genehmigung einholen, wenn sie ihre Miet- in Eigentumswohnungen umwandeln wollen. Denn, so argumentiert das Ministerium, \u00e4rmere Bewohner k\u00f6nnten sich die teuren Eigentumswohnungen nicht leisten und w\u00fcrden daher aus dem Markt gedr\u00e4ngt. Die Genehmigungspflicht ist an strenge Auflagen gebunden und kommt damit einem Umwandlungsverbot gleich.<\/p>\n<h3>Mieter haben langen K\u00fcndigungsschutz<\/h3>\n<p>Allerdings w\u00fcrde das neue Gesetz den Wohnungsmarkt nicht entlasten, zeigt die neue IW-Studie. Denn wenn ein Hauseigent\u00fcmer seine Wohnungen umwandeln will, gilt bereits heute ein besonderer K\u00fcndigungsschutz f\u00fcr bisherige Mieter. Ihnen droht innerhalb der n\u00e4chsten drei Jahre keine K\u00fcndigung, sollte ihre Wohnung an Dritte verkauft werden oder der Besitzer Eigenbedarf anmelden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Mieter in Regionen, die stark von Wohnungsknappheit betroffen sind, die K\u00fcndigung sogar bis zu zehn Jahre aufschieben &#8211; genug Zeit, um eine neue Wohnung zu finden.<\/p>\n<h3>Weniger Deutsche investieren in Wohnungen<\/h3>\n<p>Hinzu kommt: Mit der Einf\u00fchrung des Gesetzes w\u00fcrden Eigentumswohnungen im Wert steigen, da sie zu einem selteneren Gut w\u00fcrden. Bei h\u00f6heren Preisen k\u00f6nnen sich aber weniger Privatleute diese Immobilien leisten. \u201eEs gibt kaum noch erschwingliche Angebote&#8220;, sagt Studienautor Michael Voigtl\u00e4nder. Gerade in Gro\u00dfst\u00e4dten k\u00f6nnten sich Familien eher Etagenwohnungen als Reihenh\u00e4user leisten. Schon heute stagnieren die Investitionen in Wohneigentum.<\/p>\n<p>Eine gute Alternative w\u00e4re ein Kredit der Kommunen. Mit diesem Geld k\u00f6nnten Mieter, deren Wohnungen umgewandelt werden sollen, selbst kaufen und w\u00fcrden so von Mietern zu Eigent\u00fcmern. Davon w\u00fcrden auch die St\u00e4dte profitieren: Da Kreditausf\u00e4lle in Deutschland gering sind, w\u00fcrden die St\u00e4dte sichere Zinseinnahmen generieren. \u201eWir brauchen Investitionen, keine Reform, die Chancen auf Wohneigentum nimmt&#8220;, sagt Voigtl\u00e4nder.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: IW K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 09.03.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Hausbesitzer ihre Mehrfamilienh\u00e4user umwandeln und die Wohnungen einzeln verkaufen, brauchen sie daf\u00fcr k\u00fcnftig eine Genehmigung &#8211; so zumindest will es das Bundesjustizministerium. Entlastet wird der Wohnungsmarkt dadurch aber nicht, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). In deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten bleibt die Lage am Wohnungsmarkt angespannt. 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