{"id":57991,"date":"2020-04-05T08:32:29","date_gmt":"2020-04-05T06:32:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=57991"},"modified":"2020-04-05T08:32:29","modified_gmt":"2020-04-05T06:32:29","slug":"bfh-weiterveraeusserung-von-tickets-fuer-das-finale-der-uefa-champions-league-steuerpflichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-weiterveraeusserung-von-tickets-fuer-das-finale-der-uefa-champions-league-steuerpflichtig\/","title":{"rendered":"BFH: Weiterver\u00e4u\u00dferung von Tickets f\u00fcr das Finale der UEFA Champions League steuerpflichtig"},"content":{"rendered":"<article><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Ver\u00e4u\u00dfert der Steuerpflichtige ein kurz zuvor entgeltlich erworbenes Ticket f\u00fcr ein Spiel der UEFA Champions League, unterliegt ein daraus erzielter Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn der Einkommensteuer. Dies hat der IX. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) in seinem Urteil vom 29.10.2019 entschieden.<\/span><\/p>\n<\/article>\n<article>Im Streitfall hatten die Kl\u00e4ger im April 2015 \u00fcber die offizielle UEFA-Webseite zwei Tickets f\u00fcr das Finale der UEFA Champions League in Berlin zugelost bekommen (Anschaffungskosten: 330 Euro) und diese im Mai 2015 \u00fcber eine Ticketplattform wieder ver\u00e4u\u00dfert (Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s abz\u00fcglich Geb\u00fchren 2.907 Euro). Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4ger, die von der Steuerfreiheit des Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fts ausgingen, erfasste das Finanzamt den Gewinn in H\u00f6he von 2.577 Euro bei deren Einkommensteuerfestsetzung. Das Finanzgericht gab den Kl\u00e4gern Recht. Der BFH folgte dem nicht; er entschied, dass die Kl\u00e4ger mit der Ver\u00e4u\u00dferung der beiden Tickets ein privates Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ft im Sinne des \u00a7 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG verwirklicht haben.<\/p>\n<p>Eink\u00fcnfte aus solchen privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften unterliegen der Einkommensteuer. Zu ihnen geh\u00f6ren u. a. Ver\u00e4u\u00dferungen von sog. anderen Wirtschaftsg\u00fctern des Privatverm\u00f6gens, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Ver\u00e4u\u00dferung nicht mehr als ein Jahr betr\u00e4gt (\u00a7\u00a7 22 Nr. 2, 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG); von der Besteuerung ausgenommen sind nach \u00a7 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 EStG Ver\u00e4u\u00dferungen von Gegenst\u00e4nden des t\u00e4glichen Gebrauchs. &#8222;Andere Wirtschaftsg\u00fcter&#8220; in diesem Sinne sind s\u00e4mtliche verm\u00f6genswerten Vorteile, deren Erlangung sich der Steuerpflichtige etwas kosten l\u00e4sst und die einer selbst\u00e4ndigen Bewertung zug\u00e4nglich sind. Hierzu z\u00e4hlen auch UEFA Champions League-Tickets, mit denen der Karteninhaber das verbriefte Recht auf Zutritt zum Fu\u00dfballstadion und Besuch des Fu\u00dfballspiels an dem auf dem Ticket angegebenen Tag erwirbt. Die Tickets stellen nach Auffassung des BFH insbesondere keine sog. Gegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Gebrauchs dar, sodass sie nicht von der Besteuerung ausgenommen sind.<\/p>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 18\/20 vom 02.04.2020 zum Urteil IX R 10\/18 vom 29.10.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00e4u\u00dfert der Steuerpflichtige ein kurz zuvor entgeltlich erworbenes Ticket f\u00fcr ein Spiel der UEFA Champions League, unterliegt ein daraus erzielter Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn der Einkommensteuer. Dies hat der IX. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) in seinem Urteil vom 29.10.2019 entschieden. 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