{"id":58700,"date":"2020-07-19T20:18:57","date_gmt":"2020-07-19T18:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=58700"},"modified":"2020-07-19T20:18:57","modified_gmt":"2020-07-19T18:18:57","slug":"vorsteuerabzug-bei-der-einfuhrumsatzsteuer-einfuhr-fuer-das-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsteuerabzug-bei-der-einfuhrumsatzsteuer-einfuhr-fuer-das-unternehmen\/","title":{"rendered":"Vorsteuerabzug bei der Einfuhrumsatzsteuer &#8211; Einfuhr f\u00fcr das Unternehmen"},"content":{"rendered":"<article>\n<pre><span style=\"font-size: 16px; font-weight: 400;\">Aus der Praxis wurde die Frage gestellt, ob sich der Zeitpunkt der Lieferung f\u00fcr Zwecke des Vorsteuerabzugs nach \u00a7 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG (Einfuhrumsatzsteuer f\u00fcr Gegenst\u00e4nde, die f\u00fcr das Unternehmen eingef\u00fchrt worden sind) nach \u00a7 3 Abs. 6 bis 8 UStG (umsatzsteuerliche Ortsbestimmung) oder nach dem Zivilrecht (z. B. Incoterms) bestimmt.<\/span><\/pre>\n<\/article>\n<article>Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterung mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder teilt das BMF mit, dass weiterhin die bereits in Abschnitt 3.12. Abs. 7 UStAE vertretene Verwaltungsauffassung gilt (\u00a7 3 Abs. 6 und 7 UStG regeln den Lieferort und damit zugleich auch den Zeitpunkt der Lieferung).<\/p>\n<p>Daher wird zur Klarstellung der Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010, BStBl I S. 846, der zuletzt durch das BMF-Schreiben vom 13. Juli 2020 &#8211; III C 2 &#8211; S-7280-a \/ 19 \/ 10001 :001 (2020\/\/0661295) -, BStBl I Seite xxx, ge\u00e4ndert worden ist, wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<p>1. Abschnitt 15.8 wird wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<p>a) Absatz 4 wird wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<p>aa) Nach Satz 2 werden die folgenden S\u00e4tze 3 bis 6 eingef\u00fcgt:<\/p>\n<p>\u201e<sup>3<\/sup>F\u00fcr diese Zwecke ist der Zeitpunkt der Lieferung nach der umsatzsteuerlichen Ortsbestimmung (\u00a7 3 Abs. 6 bis 8 UStG) zu ermitteln (vgl. Absatz 5 und Abschnitt 3.12. Abs. 7). <sup>4<\/sup>Dies gilt auch beim Reihengesch\u00e4ft. <sup>5<\/sup>Die der Lieferung zu Grunde gelegten Lieferklauseln (z. B. Incoterms) sind insoweit hingegen als zivilrechtliche Verpflichtungen unbeachtlich. <sup>6<\/sup>Kommt tats\u00e4chlich keine Lieferung zustande, gelten Abs\u00e4tze 11 und 12.\u201c<\/p>\n<p>bb) Der bisherige Satz 3 wird neuer Satz 7 und wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>\u201e<sup>7<\/sup>Nicht entscheidend ist, wer die Einfuhrumsatzsteuer entrichtet hat und wer den f\u00fcr den vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer eingef\u00fchrten Gegenstand tats\u00e4chlich \u00fcber die Grenze gebracht hat.\u201c<\/p>\n<p>cc) Der bisherige Satz 4 wird neuer Satz 8.<\/p>\n<p>b) Absatz 5 Satz 1 wird wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>\u201e<sup>1<\/sup>In den F\u00e4llen des \u00a7 3 Abs. 8 UStG steht der Abzug der Einfuhrumsatzsteuer nur dem Lieferer zu, wenn er den Gegenstand zur eigenen Verf\u00fcgung im Inland zur \u00dcberlassung zum zoll- und steuerrechtlich freien Verkehr abfertigt und danach an seinen Abnehmer liefert (vgl. auch die Beispiele in Abschnitt 3.13 Abs. 2).\u201c<\/p>\n<p>c) Absatz 6 wird gestrichen. d) In Absatz 11 Satz 2 Nummer 2 Satz 2 wird der Klammerzusatz wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>\u201e(vgl. Absatz 5).\u201c<\/p>\n<p>2. In Abschnitt 15.9 Abs. 4 Satz 5 wird der Klammerzusatz wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>\u201e(vgl. auch Abschnitt 15.8 Abs. 5).\u201c<\/p>\n<p>Die Grunds\u00e4tze dieses Schreibens sind in allen offenen F\u00e4llen anzuwenden.<\/p>\n<p>Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p id=\"source\">Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) III C 2 &#8211; S-7300-a \/ 19 \/ 10001 :004 vom 16.07.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Praxis wurde die Frage gestellt, ob sich der Zeitpunkt der Lieferung f\u00fcr Zwecke des Vorsteuerabzugs nach \u00a7 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG (Einfuhrumsatzsteuer f\u00fcr Gegenst\u00e4nde, die f\u00fcr das Unternehmen eingef\u00fchrt worden sind) nach \u00a7 3 Abs. 6 bis 8 UStG (umsatzsteuerliche Ortsbestimmung) oder nach dem Zivilrecht (z. B. 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