{"id":61882,"date":"2020-11-27T19:23:12","date_gmt":"2020-11-27T17:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=61882"},"modified":"2020-11-27T19:23:12","modified_gmt":"2020-11-27T17:23:12","slug":"kabinett-beschliesst-rentenversicherungsbericht-und-alterssicherungsbericht-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/kabinett-beschliesst-rentenversicherungsbericht-und-alterssicherungsbericht-2020\/","title":{"rendered":"Kabinett beschlie\u00dft Rentenversicherungsbericht und Alterssicherungsbericht 2020"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Alterssicherung in Deutschland gut aufgestellt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bundeskabinett hat am 25.11.2020 den Rentenversicherungsbericht 2020 und den Alterssicherungsbericht 2020 beschlossen. Der Rentenversicherungsbericht wird j\u00e4hrlich vorgelegt und informiert \u00fcber die Finanzentwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung in den kommenden Jahren. Er wird einmal pro Wahlperiode durch den Alterssicherungsbericht erg\u00e4nzt, der insbesondere die Leistungen aus Alterssicherungssystemen und die Gesamteinkommen der Seniorinnen und Senioren sowie die Verbreitung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge unter den Erwerbst\u00e4tigen beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>\u201dDie Alterssicherung in Deutschland ist gut aufgestellt. Der Alterssicherungsbericht 2020 zeigt, dass die positive Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre auch bei der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung angekommen ist. Im Durchschnitt sind die Haushaltsnettoeinkommen der \u00c4lteren von 2015 bis 2019 um 14 Prozent gestiegen und damit deutlich st\u00e4rker als die Preise mit 5 Prozent. F\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung gibt der Rentenversicherungsbericht Orientierung: Die Rentenfinanzen sind trotz der aktuellen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19 Pandemie gut aufgestellt. Eine wichtige Rolle spielt hierbei unsere Regelungen zur Kurzarbeit und dass auf Kurzarbeitergeld auch Beitr\u00e4ge zur Rente gezahlt werden. Der Beitragssatz bleibt im Jahr 2021 unver\u00e4ndert bei 18,6 Prozent. Au\u00dferdem sorgt die Rentengarantie bei der Rentenanpassung zum 01.07.2021 daf\u00fcr, dass die Renten trotz aktuell sinkender L\u00f6hne nicht gek\u00fcrzt werden.\u201c<\/p><cite>Hubertus Heil, Bundesminister f\u00fcr Arbeit und Soziales<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"h-die-wichtigsten-ergebnisse-des-rentenversicherungsberichts-2020-im-berblick\">Die wichtigsten Ergebnisse des Rentenversicherungsberichts 2020 im \u00dcberblick:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li>F\u00fcr Ende 2020 wird eine Nachhaltigkeitsr\u00fccklage von 36,3 Mrd. Euro gesch\u00e4tzt. In diesem Jahr ist damit die R\u00fccklage um 4,2 Mrd. Euro gesunken.<\/li><li>Der Beitragssatz bleibt in den beiden kommenden Jahren konstant bei 18,6 Prozent. Den Modellrechnungen zufolge steigt der Beitragssatz im Jahr 2023 auf 19,3 Prozent und in den Jahren 2024 und 2025 auf 19,9 Prozent. Die Haltelinie beim Beitragssatz (nicht \u00fcber 20 Prozent bis 2025) kommt nicht zum Tragen.<\/li><li>Nach den Modellrechnungen greift bei der Rentenanpassung zum 1. Juli 2021 die sogenannte Rentengarantie, sodass der aktuelle Rentenwert unver\u00e4ndert bei 34,19 Euro bleibt. Im Osten wird sich aufgrund des Angleichungsschritts in Folge des Renten\u00fcberleitungs-Abschlussgesetzes eine Rentenanpassung von rund 0,7 Prozent ergeben. Die tats\u00e4chliche H\u00f6he der Rentenanpassung wird allerdings erst im M\u00e4rz 2021 feststehen, wenn alle erforderlichen Daten vorliegen.<\/li><li>Das Sicherungsniveau vor Steuern betr\u00e4gt derzeit 48,2 Prozent, steigt in den Folgejahren zun\u00e4chst an und betr\u00e4gt im Jahr 2025 49,4 Prozent. Dabei ist zu beachten, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund die statistische Erfassung der beitragspflichtigen Entgelte revidiert hat, wodurch das Sicherungsniveau h\u00f6her ausf\u00e4llt. Aber auch ohne Ber\u00fccksichtigung des Revisionseffekts bleibt das Sicherungsniveau 2025 mit 48,4 Prozent oberhalb der Haltelinie von 48 Prozent.<\/li><li>Auch l\u00e4ngerfristig bewegen sich Beitragssatz und Sicherungsniveau im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 id=\"h-die-wichtigsten-ergebnisse-des-alterssicherungsberichts-2020-im-berblick\">Die wichtigsten Ergebnisse des Alterssicherungsberichts 2020 im \u00dcberblick:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li>Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist das Alterssicherungssystem mit der weitaus gr\u00f6\u00dften Bedeutung. In ihr sind gut 56 Millionen Menschen aktiv und passiv versichert, 21,1 Millionen Menschen beziehen Renten, darunter 18,5 Millionen 65-j\u00e4hrige und \u00e4ltere Rentnerinnen und Rentner.<\/li><li>In Deutschland beziehen 89 Prozent der 65-J\u00e4hrigen und \u00c4lteren eine eigene Rente aus der GRV. In den alten L\u00e4ndern sind es 87 Prozent und in den neuen L\u00e4ndern 97 Prozent. Bezogen auf das Volumen der Alterssicherungsleistungen entfallen in den alten L\u00e4ndern 68 Prozent auf die GRV, in den neuen L\u00e4ndern sind es 94 Prozent.<\/li><li>Die positive Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre kommt auch bei der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung an. Die Haushaltsnettoeinkommen aller Ehepaare und Alleinstehenden im Alter ab 65 Jahren sind von 2015 bis 2019 um 14 Prozent gestiegen, die Preise f\u00fcr die Lebenshaltung im gleichen Zeitraum nur um 5,3 Prozent. Hier zeigt sich ein deutlicher realer Einkommenszuwachs, der in etwa dem Einkommenswachstum in der Gesamtbev\u00f6lkerung entspricht.<\/li><li>Ehepaare erreichen in Deutschland ein durchschnittliches Netto-Gesamteinkommen aus Alterssicherungsleistungen und zus\u00e4tzlichen Einkommen in H\u00f6he von 2.907 Euro im Monat. Unter den alleinstehenden 65-J\u00e4hrigen und \u00c4lteren beziehen M\u00e4nner im Durchschnitt ein Gesamteinkommen von 1.816 Euro. Bei Frauen sind es 1.607 Euro.<\/li><li>Bis Ende 2019 ist in der betrieblichen Altersvorsorge in der Privatwirtschaft und im \u00f6ffentlichen Dienst die Zahl der aktiven Anwartschaften auf 21 Mio. gestiegen. Knapp 54 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verf\u00fcgen \u00fcber eine betriebliche Altersvorsorge (BAV).<\/li><li>Insgesamt haben rund 66 Prozent der Besch\u00e4ftigten eine zus\u00e4tzliche Altersvorsorge, entweder \u00fcber eine BAV und\/oder einen Riester-Vertrag. Allerdings zeigt sich auch, dass gut die H\u00e4lfte der Geringverdienerinnen und Geringverdiener bisher nicht zus\u00e4tzlich f\u00fcr das Alter vorsorgt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Thema-Rente\/rentenversicherungsbericht-2020.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Rentenversicherungsbericht 2020<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Thema-Rente\/alterssicherungsbericht-2020.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Alterssicherungsbericht 2020<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><em>Quelle: BMAS, Pressemitteilung vom 25.11.2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alterssicherung in Deutschland gut aufgestellt Das Bundeskabinett hat am 25.11.2020 den Rentenversicherungsbericht 2020 und den Alterssicherungsbericht 2020 beschlossen. 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